Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast,
um »Unser Web Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 17. Oktober 2011, 12:06

Firmennachfolger: Jeder 3. Unternehmer bleibt erfolglos

Jeder 3. Unternehmer, der in Deutschland in den Ruhestand gehen will, findet keinen Nachfolger.

Allein im Jahr 2010 wurden deshalb 1800 Unternehmen aufgegeben, damit gingen insgesamt mehr als 23.000 Arbeitsplätze verloren.

Die Gründe dafür sind vielfältig, zum einen mangelt es offensichtlich potentiellen Nachfolgern an Fachkenntnissen, andere unterschätzen die Anforderungen an die Unternehmensübernahme und scheitern, oftmals auch an den finanziellen Mitteln.

Ein Teil des geeigneten Personenkreises bevorzugt weiterhin die abhängige Beschäftigung.

Da muss sich in Zukunft wohl einiges ändern, wenn Deutschland nicht massiv an Wirtschaftskraft einbüßen möchte.
=k? !/1




2

Dienstag, 29. November 2011, 11:01

erfolglos oder nachfolgerlos?

Ein Teil des geeigneten Personenkreises bevorzugt weiterhin die abhängige Beschäftigung.

Da muss sich in Zukunft wohl einiges ändern, wenn Deutschland nicht massiv an Wirtschaftskraft einbüßen möchte.

Bei der Art und Weise, wie die Unternehmerschaft von gewissen Politikern und den ihnen zuzurechnenden Medien pauschal als Blutsauger, Ausbeuter, Menschenschinder und das Böse schlechthin diffamiert werden, kein Wunder.

Allmählich sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass das gesamte Land von nichts anderem lebt als vom vielgescholtenen Unternehmertum. Das gilt ganz besonders für solche Politiker, die niemals irgendeinen produktiven Beruf erlernt geschweige denn ausgeübt haben. Nur in solchen Köpfen kann die Forderung gedeihen "der Staat" müsse Arbeitsplätze schaffen. "Der Staat" hat bisher nur "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" initiiert. Ein Witz in sich.
"A thing of beauty is a joy forever". (Keats)

3

Dienstag, 29. November 2011, 12:39

Bei der Art und Weise, wie die Unternehmerschaft von gewissen Politikern und den ihnen zuzurechnenden Medien pauschal als Blutsauger, Ausbeuter, Menschenschinder und das Böse schlechthin diffamiert werden, kein Wunder.
ähm, ich darf bemerken, dass es sich nicht nur um Politiker und Medien handelt, sondern habe ich vielmehr den Eindruck, dass diese "Diffamierung" eher und vorzugsweise in der "normalen" Bevölkerung vorgenommen wird... ~k08
Verweise auf einzelne Beiträge auch hier im Forum erspare ich mir mal... ~k06

4

Dienstag, 29. November 2011, 12:56

Ist aber auch denkbar, dass viele Nachfolger nicht das Wissen und den Willen haben, um die Firma der Altforderen weiter zu führen. Wenn man bisher als Sohn oder Tochter gelebt hat, überlegt man sich schon, ob man einen 14 Stunden-Tag haben möchte.
Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 562

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 29. November 2011, 14:43

Allein im Jahr 2010 wurden deshalb 1800 Unternehmen aufgegeben, damit gingen insgesamt mehr als 23.000 Arbeitsplätze verloren.
Nimmt man nur mal dem rechnerischen Durchschnitt der Mitarbeiter dieser 1.800 nachfolgerlosen Betriebe, erkennt man, daß es sich um klein- und mittelgroße Manufakturen handeln muß.
Das war ein mal die Klientel der FDP, weil diese in der fernen Vergangenheit die Partei des Mittelstandes war.
Und dieser Mittelstand war, ist und sollte das Rückgrat der Wirtschaft sein.
Heute hat dieser Mittelstand keinen politischen Rückhalt, denn die FDP mutierte zu einer Klientelpartei der Großunternehmen, weil man dort problemlos im Vorstand hocken kann und neben der (total vernachlässigten) politischen Tätigkeit aus einer noch nicht ein mal notwendigen puren Anwesenheit mehr Geld in die eigenen Taschen stopfen kann, als bei der ursprünglichen mittelständischen Wählerschaft.
Dazu kommt noch, daß sich bei der derzeitigen hinterwäldlerischen Bildungslandschaft der Bundesrepublik weder die Großindustrie, die das Geld und die Möglichkeiten dazu hätte, noch die mittelständischen Betriebe, die sich damit überfordern würden, rechtzeitig um Nachwuchs auf allen betrieblichen Ebenen gekümmert haben bzw. sich darum kümmern konnten.
Und in dieser Frage ist die durchaus berechtigte bundesweite Kritik an der Unternehmerschaft, hier fälschlicher Weise als "Blutsauger, Ausbeuter, Menschenschinder und das Böse schlechthin diffamiert" bezeichnet, gar nicht der ausschlaggebende Faktor.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

6

Mittwoch, 30. November 2011, 10:48

Ist aber auch denkbar, dass viele Nachfolger nicht das Wissen und den Willen haben, um die Firma der Altforderen weiter zu führen. Wenn man bisher als Sohn oder Tochter gelebt hat, überlegt man sich schon, ob man einen 14 Stunden-Tag haben möchte.
stimmt! ich suche immer noch nach einem Praktikum da, aber mein Bruder will das Kleinunternehmen meines Vaters übernehmen und es ist ganz schön happig... nicht nur wegen der Uhrzeiten, sondern auch wegen der Belastung. und mit der neuen Krise, die vor der Tür steht, ist es auch nicht einfacher...

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich

Beiträge: 10 171

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 30. November 2011, 11:33

Ein Teil des geeigneten Personenkreises bevorzugt weiterhin die abhängige Beschäftigung.

..es liegt auch mit daran das das Bildungssystem in Schule und Weiterbildung darauf ausgelegt ist und Selbstständigkeit offenbar "Privatsache" ist und jeder der sich dafür interessiert muss sich da selber rein hängen. Ob das am Ende Erfolg hat steht auf einem anderen Papier...Ohne "Rückendeckung" ist der Weg in die Selbstständigkeit ziemlich Risikoreich...


/g\

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich

Beiträge: 10 171

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 30. November 2011, 12:49

ähm, ich darf bemerken, dass es sich nicht nur um Politiker und Medien handelt, sondern habe ich vielmehr den Eindruck, dass diese "Diffamierung" eher und vorzugsweise in der "normalen" Bevölkerung vorgenommen wird...

... dem möchte ich mal entgegenhalten das doch immer behauptet wird das das "Fussvolk" dumm ist etc. und sich eigentlich solche "Diffamierungen" nicht ausdenken kann... Nachweislich sind doch z.Bsp. die Diffamierungen von Hartz-IV-Empfängern wie "soziale Hängematte" etc. von Politik und Medien monatelang gesteuert worden um die Solidarität zwischen denen die Arbeit haben und denen die keine Arbeit haben aufzubrechen...was man geschafft hat.. Ähnliches hatte man auf der anderen Seite in der Mache mit der Kampange gegen Manager etc. ... Da sind ganz andere Kräfte am Werk die ein Interesse haben die eine gegen die andere Gruppe Menschen in unserer Gesellschaft gegenseitig auszuspielen... nicht nur am Stammtisch...

/g\

9

Freitag, 2. Dezember 2011, 13:09

Anführungszeichen? Oder keine Anführungszeichen

[quote='Norle','index.php?page=Thread&postID=50906#post50906']"Diffamierung[/quote]
Es handelt sich leider nicht um sogenannte Diffamierungen, sondern um reale.

Aber Ernst beiseite. Mein Vorschlag für eine Neuformulierung der Überschrift: JEDES DRITTE UNTERNEHMEN BLEIBT FOLGENLOS.

Und: Was ist eigentlich aus den geschätzt 20.000 mitteldeutschen selbständigen Roster-Anbietern an den Landstraßen geworden, die als sog. Einmann-AGs mit horrendem Subventionsaufwand (plus eigene Kreditaufnahme??) in die Selbständigkeit gelockt wurden. ?
"A thing of beauty is a joy forever". (Keats)

10

Freitag, 2. Dezember 2011, 14:19

Die Gründe dafür sind vielfältig, zum einen mangelt es offensichtlich potentiellen Nachfolgern an Fachkenntnissen, andere unterschätzen die Anforderungen an die Unternehmensübernahme und scheitern, oftmals auch an den finanziellen Mitteln.

Die gleiche Situation kann man in der bäuerlichen Landwirtschaft antreffen - keiner will die Nachfolge als Bauer antreten -

alles strömt auf die Uni, um eine akademische Laufbahn einzuschlagen.

In einem Klein/Mittelständischen-Betrieb gibt es für den " chef " keinen 8 Stunden Tag oder 5 Tage Woche und was das Finanzielle

betrifft - kann man sich in der heutigen Zeit gerade über Wasser halten. Aber wem will man da die Schuld geben... ?(




11

Freitag, 2. Dezember 2011, 14:50

Die gleiche Situation kann man in der bäuerlichen Landwirtschaft antreffen - keiner will die Nachfolge als Bauer antreten -

alles strömt auf die Uni, um eine akademische Laufbahn einzuschlagen
Eine praktische Ausbildung reicht da heutzutage nicht mehr aus und viele gehen dann doch in den elterlichen Betrieb zurück.
=k? !/1




12

Freitag, 2. Dezember 2011, 20:22

Fehlsteuerung von Ressourcen

alles strömt auf die Uni, um eine akademische Laufbahn einzuschlagen.


Viele werden durch lässige Lehrer, die sie durch neun Jahre Gymnasium durchwinken bis zum Abitur, in den Glauben versetzt, sie seien jetzt natürlich auch für ein Hochschulstudium geeignet.
Sie erfahren dort dann den Realitätsschock und werden in schwerste Selbstzweifel gestürzt, weil plötzlich ganz andere Leistungsmaßstäbe gelten. Sie verstehen die Welt nicht mehr und sich selber auch nicht. So weit ich mich entsinne, steigen die Abbrecherzahlen entsprechend.
Das psychologisch Fatale an der Sache ist das traumatisierende Erlebnis, versagt zu haben.
"A thing of beauty is a joy forever". (Keats)

13

Freitag, 2. Dezember 2011, 20:50

Viele werden durch lässige Lehrer, die sie durch neun Jahre Gymnasium durchwinken bis zum Abitur

Das funktioniert durch das Zentralabitur nicht mehr..

Nach Einführung des "Turbo-Abis" (8Jahre) bleiben viele schon vor dem Abitur auf der Strecke..
=k? !/1




alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 562

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

14

Samstag, 3. Dezember 2011, 13:45

Nach Einführung des "Turbo-Abis" (8Jahre) bleiben viele schon vor dem Abitur auf der Strecke..
Der Ausdruck "Turbo-Abi" ist doch eine fürchterliche Fehlbezeichnung und eigentlich nur eine Erfindung der Journaille, die die Faulheit lahmarschiger Peenäler (um nicht zu sagen "Penner") auch noch unterstützten.
Jahrzehnte hat in der DDR die "Erweiterte Oberschule" (heute "Gymnasium", wie im vorvorigen Jahrhundert und auch nicht besser) das Schulvolk innerhalb von zwölf Schuljahren ein Abitur hingelegt, welches international anerkannt wurde und sich hinter keiner Gaslaterne verstecken mußte.
Eine Verlegung der Verantwortlichkeit zum Bildungswesen auf Bundesebene und die Einführung der Gesamtschule bis zum Abi, würde schon eine erhebliche Verbesserung der Abgangsqualität bedeuten.

Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

15

Samstag, 3. Dezember 2011, 15:34

Bloß nich!

Eine Verlegung der Verantwortlichkeit zum Bildungswesen auf Bundesebene und die Einführung der Gesamtschule bis zum Abi, würde schon eine erhebliche Verbesserung der Abgangsqualität bedeuten.


Wenn man weiß, wessen Lieblingsforderung das seit Jahrenden ist, weiß man, welche Ideologie dahintersteckt und wo die Verwirklichung hinführen würde.
Das sind die leistungsfeindlichen Theoretiker vom grünen Tisch, die mit dem typischen Gestus und der typischen leeren Rhetorik der Guten Menschen nivellieren, was das Zeug hält und weder den Schwachen noch den Begabteren einen tatsächlichen Dienst erweisen. Nur sich selber, weil sie sich in ihrer vermeintlichen Menschenliebe sonnen können. Irgendwo im Raumschiff namens Politik, das die harsche Realität in großem Abstand umkreist.
Das sind dieselben Träumer, diez.B. die Kopfnoten abgeschafft haben und sich dann scheinheilig über die Langzeitwirkung wundern.
In NRW haben sie es so ziemlich als allererstes durchgesetzt, darin waren sich SPD, Grüne und Linke seit jeher einig.
Dass diese Leute fast gleichzeitig -und das mitten in der bereits brodelnden Staatsschuldenkrise- einen verfassungswidrigen Haushalt mit viel zu hoher Neuverschuldung verabschiedet haben, zeigt überdeutlich, wo bei solchen Landesfürsten die persönlichen Prioritäten liegen. ~k01
"A thing of beauty is a joy forever". (Keats)

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 562

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

16

Samstag, 3. Dezember 2011, 17:20

Wenn man weiß, wessen Lieblingsforderung das seit Jahrenden ist, weiß man, welche Ideologie dahintersteckt und wo die Verwirklichung hinführen würde.

Nix Ideologie,

sondern reiner gesunder Menschenverstand und weit über fünfzigjährige Erfahrung.
Und zu allem anderen in Deinem Beitrag sage ich lieber gar nichts, weil es nur dummes Gelaber ist.


Nur weil es vor über zweihundert Jahren mal funktioniert hat, als die Industrialisierung noch in den Kinderschuhen gesteckt, und dieses hinterwäldlerische deutsche Schulwesen damals noch ausgereicht hat, kann und daef dieser uralte Zopf nicht unter Naturschutz stehen bleiben.
Andere europäische Staaten haben das schon vor Jahren begriffen und ihr Bildungswesen in dieser Form schon längst auf die Anforderungen des Industriezeitalters umgestellt.


Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

17

Sonntag, 4. Dezember 2011, 00:22

Zitat von »Doc«
Wenn man weiß, wessen Lieblingsforderung das seit Jahrenden ist, weiß man, welche Ideologie dahintersteckt und wo die Verwirklichung hinführen würde.


Nix Ideologie,

sondern reiner gesunder Menschenverstand und weit über fünfzigjährige Erfahrung.

Alfons, bleib ruhig.
Du warst damit doch gar nicht gemeint, sondern die Sozi`s.
:P

Du mußt Dir nicht jeden Schuh anziehen, nur weil er paßt. :D

18

Montag, 5. Dezember 2011, 12:18

stimmt! ich suche immer noch nach einem Praktikum da (*), aber mein Bruder will das Kleinunternehmen meines Vaters übernehmen und es ist ganz schön happig... nicht nur wegen der Uhrzeiten, sondern auch wegen der Belastung. und mit der neuen Krise, die vor der Tür steht, ist es auch nicht einfacher...
vor allem sollten das Schulwesen viel mehr auf das wirkliche Berufsleben bereiten.
wer kann heute mit einem normalen Studium ein Unternehmen übernehmen?

Edit : Unser Forum ist unabhängig und daher ist eine Unterstützung für Firmen etc. durch Links(Werbung) unerwünscht !
(*) = Link ist entfernt worden
Die Administration

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Norle« (8. Dezember 2011, 11:36)