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Freitag, 7. Januar 2011, 00:11

Bericht zur Explosion der "Deepwater Horizon"

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Geld gespart - auf Kosten der Sicherheit

Zitat

Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko hätte möglicherweise vermieden werden können. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchungskommission der US-Regierung. Danach wollten die Betreiber vor allem Geld und Zeit sparen - und vernachlässigten dabei die Risiken.
[mehr]

Quelle: tagesschau.de





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Der Abschlussbericht würde mich auch mal interessieren.
Allein schon die Aussage: "Die Ölpest hätte vermieden werden können", ist typisch für Kugelschreiber-Akrobaten und Sesselpupser.
Klar hätte man das alles vermeiden können. Nämlich, wenn man nicht gebohrt hätte.
Die Bohrinsel ist aber nun mal explodiert, woraufhin das Borhgestänge abgerissen und Erdöl ausgetreten ist.
Das ist ein ganz simpler Ablauf/Vorgang.
Zigtausend mal gehts gut, dieses eine mal nicht.
Was aber ist mit der Ursache für die Explosion, die das alles erst ausgelöst hat?
Wurde danach gesucht?
Soo viele Möglichkeiten gibt es da ja nun auch wieder nicht.
Das sich jemand am Bohrloch ne Zigarette angezündet hat, schliesse ich von vornherein schon mal aus.
Der hätte die noch nicht mal im Mund und schon eine Faust im Gesicht, von einem Kollegen, der gerne noch seinen nächsten Lohnstreifen empfangen möchte.
Funkenbildung durch Bohrwerkzeug?
Auch unwahrscheinlich.
Grade im Bereich Erdölbohrung/Erdölförderung gibt es Spezialwerkzeug, bei dem es zu keiner Funkenbildung kommt.
Sogar der mittelständische Betrieb, bei dem ich mal war (Wartung und Instandsetzung von Förderanlagen), hatte dieses schweineteure Zeugs.
Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ausgerechnet BP und Halliburton auf Baumarktware zurückgreifen.

2

Freitag, 7. Januar 2011, 06:04

Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ausgerechnet BP und Halliburton auf Baumarktware zurückgreifen.

Warum kannst Du Dir das nicht vorstellen?
Nur weil man die Namen der Firmen kennt, weil sie eben einen "Namen" haben und dadurch sogenannte anerkannte Firmen sind?

Ich denke allein deswegen kann man nichts ausschließen. Die Zeiten, in denen man sich auf Grund eines bestimmten Ansehens einer Firma darauf verlassen konnte, dass in den Produktionsabläufen alles mit rechten Dingen zu geht und man am Ende auch bessere Qualität geliefert bekommt, sind vorbei (wenn sie objektiv überhaupt mal da waren).
Letztlich steht doch bei allen Firmen eines als erstes auf der Tagesordnung: Gewinnmaximierung.

3

Freitag, 7. Januar 2011, 13:46

Also das es durch Überhitzung beim Borhvorgang gelegen haben dürfte kann man nicht zwangsläufig ausschließen, auch wenn beim Bohren selbst Schmiermittel verwendet wird.
Eine mögliche ursache könnte eine Gasblase sein die plötzlich angebohrt wurde. Das austretende Gas ist hochentzündlich, und auch die Schmierflüssigkeit die beim Borhvorgang eingepumpt wird kann Gas nicht zurückhalten.
Denkbar wäre also alles mögliche, und die Menschheit wird wohl nicht so schnell erfahren was genau in diesem Abschlussbericht steht.
Das schlimmste daran ist doch das die Natur mal wieder darunter leiden musste. Und man davon ausgehen muss das sich wohl nur wenig ändern wird, und wenn dann nur unterm Deckmantel der Verschwiegenheit.

Gruß
Die Vergangenheit kann ein guter Lehrer sein.

4

Freitag, 7. Januar 2011, 22:45

Nee, das schlimmste ist, dass dabei Menschen ums Leben gekommen sind.
Und wieder mal diejenigen, die ganz unten in der Riege stehen.
Die Arbeiter am Bohrloch.

@ Fuchur
Ich meinte dass auch nicht in dem Sinne, dass sich die beiden auf ihren Privilegien ausruhen.
Ich kenne zumindest eine deutsche Halliburton Firma.
Und die hatte auch Spezialwerkzeug.
Und bei der BEB (Texaco) wurde in regelmäßigen Abständen eine externe Sicherheitskontrolle durchgeführt.
Also die Betriebe, die ich in der Zeit kennengelernt habe, haben (hatten) nur das dafür vorgesehene Equipment.
Wie die Gesellschaft in Schleswig Holstein hieß, weiß ich nicht mehr, aber auch die waren korrekt ausgerüstet.

Aber wie gesagt, ich kenne das alles nur aus der Sicht von Wartungs, Instandsetzungsarbeiten an bestehenden Bohrlöchern.
Auf einem aktiven Bohrturm war ich nie.
Nur auf dem im Erdölmuseum in Wietze.
Aber der bohrt ja nicht (mehr).