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Vor 50 Jahren: Frankreich zündet erste Atombombe
50 Jahre nach dem ersten französischen Atomtest
Das "nukleare Eldorado" zeigt späte Reue
Von Christoph Wöß, BR-Hörfunkkorrespondent Paris
Frankreich wollte im Konzert der Großmächte mitspielen, daher gab die Regierung vor 50 Jahren grünes Licht für Atombombentests - erst in Algerien, später in der Südsee. Erst 1996 beendete Paris die nuklearen Experimente. Die Opfer mussten bis jetzt auf eine Entschädigung warten.
13. Februar 1960: Das staatliche französische Fernsehen ist auf Kurs. Der Sender untersteht direkt dem Informationsministerium. Entsprechend legt sich der Reporter ins Zeug. "Sie erleben jetzt, direkt aus der Baracke mit dem Zünder, den feierlichen Countdown zur ersten Explosion einer französischen Atombombe", sagt er.
Um genau 07:04 Uhr zündet das französische Militär auf dem Kernwaffentestgelände bei Reggane in der menschenleeren algerischen Sahara die Bombe. Die Sprengkraft ist vier mal so groß wie in Hiroshima.
Quelle: tagesschau.de
Für mich waren, sind und bleiben Forschung, Tests und Einsatz von Nuklearwaffen einfach nur menschenverachtend.
Geheimbericht über Atomtests
Frankreich nutzte Soldaten als "Versuchskaninchen"
Von Angela Ulrich, SR-Hörfunkstudio Paris
Frankreich hat bei seinen Atomtests in den 50er- und 60er-Jahren Soldaten vorsätzlich radioaktiver Strahlung ausgesetzt, um die Reaktion von Truppen in einem Atomkrieg zu untersuchen. Das geht aus einem geheimen Bericht hervor, aus dem die Zeitung "Le Parisien" jetzt zitierte. In diesem Jahr will Frankreich zum ersten Mal Opfer seiner Atomtests entschädigen - obwohl, so Innenminister Morin, die Strahlung harmlos gewesen sei.
Quelle: tagesschau.de
Ein Schlag ins Gesicht der Veteranen,
Die Franzosen sind auch menschenverachtend!