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Norle

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1

Mittwoch, 23. November 2011, 17:42

VIP-Klick: Howard Carpendale - Liebeserklärung an die alkoholkranke Gefährtin

Zitat

VIP-Klick: Howard Carpendale

Liebeserklärung an die alkoholkranke Gefährtin23.11.2011, 15:42

"Ich habe Donnice immer geliebt": Auf der Bühne gibt Howard Carpendale stets den singenden Sonnyboy - doch abseits ist dem Sänger offenbar häufig anders zumute. Die Lebensgefährtin des Schlagerstars leidet seit mehr als 20 Jahren an Alkoholismus.
Quelle : http://www.sueddeutsche.de/leben/vip-kli…undin-1.1197411

..Anhand seiner Lieder und Songs hätte man nie vermutet das Howard Carpendale solche privaten Probleme hat... Ich finde es gut das er weiterhin zu seiner Partnerin hält,obwohl das nicht immer einfach ist das Zusammenleben mit einem alkoholkranken Menschen...

/g\


2

Mittwoch, 23. November 2011, 23:20

Alkoholismus wird als Krankheit angesehen, nur ist speziell bei dieser Krankheit eine totale Verhaltensänderung zwangsläufig, die von Familienmitgliedern über Jahre sogar Jahrzehnte ertragen werden sollen/müssen, die da wären:

- totales Verleugnung der Sucht
- kein Familiensinn mehr
- Vernachlässigung früherer Interessen
- Ausklammern der selbst herbeigeführten Probleme
- leugnen der Folgeerkrankungen
- teilweise finanzieller Ruin der Familie
- apathisches Verhalten, andere wiederum
- agressives Verhalten gegenüber den Mitbewohnern
- andere Krankheiten werden erfunden um den Kater zu verschleiern
- nur noch damit beschäftig wo verstecke ich meinen Vorrat
- grundsätzlich wird der Vorrat zweifach gekauft (eine Flasche könnte ja kaputtgehen)
- laufendes Aufsuchen der Alkoholverstecke
- nach außen nur leichte Alkoholika trinken wie Wein oder Bier
- keinerlei Interesse mehr am Freundeskreis
- Impotenz bei Männern
Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

3

Freitag, 25. November 2011, 09:37

Da frag ich mich immer, ob eine Scheidung die schlimmste oder die beste Konsequenz wäre.
=k? !/1




4

Freitag, 25. November 2011, 09:59

Da frag ich mich immer, ob eine Scheidung die schlimmste oder die beste Konsequenz wäre.
Es kommt darauf an wieviel Kraft man aufbringen kann.
In meiner Familie gibts auch einen Alkoholiker, der seit 9 Jahren trocken ist und es hoffentlich auch bleibt.
Ich hab ihn in schlimmen Augenblicken erlebt und bin doch nie auf die Idee gekommen den Kontakt zu ihm abzubrechen. Selbst dann nicht, als er mich beschimpft und angegriffen hat.
Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren,
werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie.


( Platon )
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Norle

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5

Freitag, 25. November 2011, 10:32

Da frag ich mich immer, ob eine Scheidung die schlimmste oder die beste Konsequenz wäre.

..nun das machen auch wahrscheinlich die Einen oder Anderen genau wie man sich die Betreuung oder Pflege von Angehörigen nicht antuet sondern sie ins Heim schickt..Ich meine ob da ein Mensch Alzheimer hat oder Alkoholiker ist macht eigentlich keinen grossen Unterschied - ausser im Krankheitsbild - in beiden Fällen brauchen diese Menschen Hilfe... Das es für die "Helfenden" oder "Pflegenden" nicht immer einfach ist soll hier nicht verschwiegen werden . Das man Keinen dazu zwingen kann zu helfen oder die Beziehung aufrecht zuhalten ist auch Klar... In vielen Fällen hört man immer wieder das mit Liebe,Geduld und immer wieder neuer Hoffnung ein Schritt vor den Anderen gemacht wird... Es ist ein langer,beschwerlicher Weg...

/g\

6

Freitag, 25. November 2011, 10:39

Es gibt einen kleinen, feinen Unterschied.

Eine Alkoholsucht kann man behandeln lassen, einen Alzheimer nicht.

Bevor mich ein alkoholkranker Partner um meine Existenz bringt und den Kindern die Zukunft nimmt, weil er sich nicht behandeln lässt, ziehe ich die Konsequenzen... allein schon auch deshalb, weil ich mit den ständigen Lügen ein Problem hätte...
=k? !/1




7

Freitag, 25. November 2011, 11:19

Da frag ich mich immer, ob eine Scheidung die schlimmste oder die beste Konsequenz wäre.

..nun das machen auch wahrscheinlich die Einen oder Anderen genau wie man sich die Betreuung oder Pflege von Angehörigen nicht antuet sondern sie ins Heim schickt..Ich meine ob da ein Mensch Alzheimer hat oder Alkoholiker ist macht eigentlich keinen grossen Unterschied - ausser im Krankheitsbild - in beiden Fällen brauchen diese Menschen Hilfe... Das es für die "Helfenden" oder "Pflegenden" nicht immer einfach ist soll hier nicht verschwiegen werden . Das man Keinen dazu zwingen kann zu helfen oder die Beziehung aufrecht zuhalten ist auch Klar... In vielen Fällen hört man immer wieder das mit Liebe,Geduld und immer wieder neuer Hoffnung ein Schritt vor den Anderen gemacht wird... Es ist ein langer,beschwerlicher Weg...

/g\



Norle, ich denke, in beiden Fällen sprichst du wie der Blinde von der Farbe.

Es kommt der Zeitpunkt, wo man nur an sich denken MUSS sonst gehste selbst vor die Hund. Der Säufer läßt sich nicht helfen, er verleugnet ja und dem Demenzkranken kannste nicht mehr helfen, weil deine eignen körperlichen und geistigen Kräfte aufgebraucht sind. Viele Menschen verwechseln Demenz bzw. Alzheimer mit Vergeßlichkeit, es ist weitaus schlimmer, wenn man hilflos zuschauen muß, wie sich ein erwachsener Mensch Stück für Stück zurück zum sabbernden Kleinkind entwickelt.
Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

Norle

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8

Freitag, 25. November 2011, 12:18

Es kommt der Zeitpunkt, wo man nur an sich denken MUSS sonst gehste selbst vor die Hund.

..Ich glaube Letztendlich muss sich jeder selber die Frage stellen und beantworten... Es gibt da kein Patentrezept oder -lösung...Die Beweggründe sind auch vielfältig und haben öfters nichts mit rein logischen Gründen zu tun... bishin das manche Menschen sogar eine "Bilderbuch-Karriere" an den Nagel hängen um endlich mal was sinnvolles zu tun....Wie gesagt man
kann darüber streiten,aber die Entscheidung muss jeder selbst fällen...


Und das mit dem "Blinden vor der Farbe" ist nicht soo... Die die sich entschieden haben wissen was auf sie zukommt und es ist nicht die Verantwortung die man übernimmt die einen "Angst" macht sondern mit den Problemen allein gelassen zu werden...

/g\

9

Freitag, 25. November 2011, 12:38

Die die sich entschieden haben wissen was auf sie zukommt und es ist nicht die Verantwortung die man übernimmt die einen "Angst" macht sondern mit den Problemen allein gelassen zu werden...
Völlig richtig....wobei ich da schon einen Unterschied zwischen einem Alkoholiker und einem Demenzkranken mache.
Wie Flora schon ganz richtig schrieb, der Alkoholiker kann sich helfen lassen.

Ich habe einen akute Demenzkranke in meiner Familie, die seit einer Woche in der Klinik ist.
Meine Familie und ich haben versucht sie zuhause zu behalten aber es ging nicht, sie war immer öfter in Gefahr.
Sie hat sich eingeschlossen, die Polizei mußte die Tür mit Gewalt öffnen, ist Nachts, trotz Kälte, nach draußen gegangen und hat in den akuten Momenten, niemanden erkannt. Man kam nicht mehr an sie heran und auch wenn ich es schrecklich finde sie in der Klinik zu wissen, ist es doch besser für sie selbst.

In ein sabberndes Kind wird sie sich bestimmt nicht verwandeln ( krasse Ausdrucksweise, nur mal nebenbei bemerkt ). Meine Oma war ebenfalls demenzkrank und auch wenn sie am Schluss niemanden mehr erkannt hat, einen Kindzustand hat sie nicht erreicht.
Jeder Demenzkranke reagiert anders und vieles, wie beispielsweise die Aggressivität, kann man sehr gut medikamentös behandeln.
Überhaupt kann man die Begleitumstände inzwischen gut therapieren, gegen die Demenz selbst kann man leider nichts machen.

Ich bewundere jeden Menschen der sich aufopfernd um seine Angehörigen kümmert, vor allem wenns die eigenen Eltern sind und man somit viel von dem was man selbst bekommen hat zurückgeben kann.
Natürlich darf das nicht auf Kosten des eigenen Wohls gehen doch wieviel Kraft man hat merkt man erst wenn man sie braucht.
Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren,
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10

Freitag, 25. November 2011, 14:23

Völlig richtig....wobei ich da schon einen Unterschied zwischen einem Alkoholiker und einem Demenzkranken mache.
..ja sicher gibt es Unterschiede und es war auch nicht meine Absicht die Krankheiten gleich zusetzen,sondern das die Entscheidung zu helfen,betreuen oder pflegen egal welche Krankheit jeder für sich alleine fällen muss ..ideal wäre unabhängig von dem Krankheitsbild oder ohne negative Beispiele,denn das Enttäuschungen,Misserfolge,Rückschritte etc. kommen werden sollte man bedenken .
Ich bewundere jeden Menschen der sich aufopfernd um seine Angehörigen kümmert, vor allem wenns die eigenen Eltern sind und man somit viel von dem was man selbst bekommen hat zurückgeben kann.

..Ja sicher... aber es hat seine Grenzen da wo man die Entscheidung fällen muss "was ist das beste für..",wenn alle familäre und ambulante Möglichkeiten ausgeschöpft sind ..sich selbst "zurücknehmen" - auch wenn es bitter,bitter weh tuet - und den Weg frei zumachen für stationäre Pflege etc... Diese Entscheidung fällt vielen Helfenden schwer auch weil sie meist mit dieser Entscheidung allein gelassen werden und schlichtweg überfordert sind...

/g\

11

Freitag, 25. November 2011, 14:36

auch weil sie meist mit dieser Entscheidung allein gelassen werden und schlichtweg überfordert sind...
Stimmt zumal man als Familienangehöriger zwar mit dem Herzen dabei ist, die Fachkompetenz aber schlichtweg fehlt.
Wie sollen wir entscheiden was das Richtige ist?
Wie wird man mit aufkeimenden Schuldgefühlen fertig, usw usw.

Wichtig ist, was ist am Besten für den kranken Menschen.
Ist er zuhause in Gefahr, ist er vielleicht zu oft allein?
Man kann nicht 24 Stunden und 7 Tage die Woche anwesend sein.
Bei einem stationären Aufenthalt ist gesichert, dass immer ein Ansprechpartner da ist.....jedoch und das ist ein Nachteil, der Patient wird aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Speziell für Demenzkranke ist das eine Katastrophe.
Ich denke, man muss sehen wie weit man selbst gehen kann und wann Pflegekräfte, die vielleicht 2 mal pro Tag ins Haus kommen, nicht mehr ausreichen.
Spätestens, schrieb ich ja vorhin schon, wenn ein Mensch sich in Gefahr bringt, muss man eingreifen und ihm stationäre Hilfe zukommen lassen.
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12

Freitag, 25. November 2011, 14:52

und es ist nicht die Verantwortung die man übernimmt die einen "Angst" macht sondern mit den Problemen allein gelassen zu werden...
Ja, aber auch hier ist man gefordert, sich selbst Hilfe zu organisieren.
Sei es, dass man aus eigenem Antrieb Selbsthilfe- oder Angehörigengruppen , die sich mit der speziellen Thematik auskennen, anschließt
dass man sich aus eigenem Antrieb Hilfe von außen zu holt..., etc

Wichtig ist, was ist am Besten für den kranken Menschen.
Genauso wichtig ist:
was ist am Besten für den Pflegenden/Betreuenden
Geht es an die Grenze, wo die Ausübung des Berufes gefährdet wird?
ist die Grenze der eigenen gesundheitlichen und seelischen Belastung (vor allem im Umgang mit Alkoholikern) erreicht?

spätestens, wenn man diese Grenzen verspürt, sollte man im eigenen Interesse handeln..
=k? !/1




13

Freitag, 25. November 2011, 15:09

Ich war in einer Demenzgruppe, das erste was man dort erklärt bekommt, denke zuerst an dich, denkt daran wie weit ihr selbst helfen könnt, ohne einen Schaden davon zu tragen. Nimm Hilfe in Anspruch, denn eine seelisch und körperlich geschädigte Pflegekraft, kann dem Kranken nicht helfen. Höre auch nicht auf das Gerede anderer Leute, einen Demenzkranke zu kennen und eine Demenzkranken zu betreuen und zu pflegen, eben 24 Stunden und 7 Tage die Woche, ist ein himmelweiter Unterschied.

Auch der Vergleich mit einem Alkoholkranken kann hier nicht angewendet werden, ich kenne beides als persönlich Betroffene.

Ich werde mich jetzt aber aus dem Beitrag hier ausklinken, weil zu viel wieder hochkommt.

Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

14

Freitag, 25. November 2011, 16:26

Ja, aber auch hier ist man gefordert, sich selbst Hilfe zu organisieren.
Inwiefern kann man hierbei überfordert sein?
Wir haben Internet, eine Selbsthilfegruppe zu finden ist ein Leichtes.
Auch Betreuung für den zu Pflegenden bekommt man schnell; ein Anruf bei der Krankenkasse reicht schon aus.


Geht es an die Grenze, wo die Ausübung des Berufes gefährdet wird?
Das ist richtig...deshalb schrieb ich, 24 Stunden pro Tag und das die gesamte Woche über geht einfach nicht.
Nicht mal geschultes Personal hält das aus, weshalb die Betreuer immer mal wechseln.
Wenn man seinen eigenen Beruf aufgeben muss um einen Angehörigen zu pflegen muss man entscheiden ob es einem das wert ist.
Ich kann jederzeit verstehen wenn man sagt, mein Beruf ist wichtiger denn das Leben geht auch weiter wenn der zu Pflegende nicht mehr da ist und man kann nicht sein gesamtes Leben um die Person aufbauen.

Ich bin, als meine Oma an Demenz erkrankte, zu ihr gezogen und hab' mich, bis zu ihrem Tod, um sie gekümmert. Sie hat mich, nach wenigen Wochen nicht mehr erkannt. Da ich auch Hilfe von Gemeindeschwestern in Anspruch genommen habe, hat sie mich für eine solche gehalten und gesiezt.
Ich hab normal mit ihr gesprochen, so wie ich es kannte und bin damit gut zurecht gekommen.
Der körperliche Zerfall war anstrengend denn erwachsene Menschen zu wickeln ist nicht leicht. Genau so schwer war es sie aus dem Bett zu bekommen, vor allem wenn ich allein war.
Mit einigen Hilfsmitteln ging das und ich bin froh, dass meine Oma nicht in einem Pflegeheim sterben mußte.

Sie mußte mehrfach ins Krankenhaus und dort hat man sich gar nicht gut um sie gekümmert. Das zu sehen hat mir gereicht und deshalb haben meine Mum und ich beschlossen, in ein Heim kommt sie nicht.
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