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Norle

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1

Mittwoch, 3. März 2010, 09:05

Zweijährige Pflegezeit gefordert

Zitat

Politik
Dienstag, 02. März 2010

"Keine Kosten für Steuerzahler"

Zweijährige Pflegezeit gefordert

Berufstätige mit pflegebedürftigen Angehörigen sollen nach Willen von Familienministerin Schröder einen Anspruch auf zwei Jahre Pflegezeit bekommen. Der Steuerzahler trage fast keine Kosten.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat ihre Vorstellungen zur Förderung der Pflege von Familienangehörigen präzisiert. Sie wolle einen Rechtsanspruch auf eine zweijährige Familien-Pflegezeit einführen, sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".



Quelle : http://www.n-tv.de/politik/Zweijaehrige-…icle756409.html

...mag`sein das für Fälle der häuslichen Krankenpflege dies so passend ist,aber für Fälle der Altenpflege ab Pflegestufe II bestimmt nicht mehr... Dieser Reformgedanke sowie auch die letzte Reform der Pflege dient nur einem Zweck die Stellung und das Monopol der ambulanten Pflegedienste zu stärken...Wenn ein pflegender Angehöriger neben der Pflegetätigkeit noch produktiv arbeiten geht muss der Pflegefall "leicht" sein oder er übergibt die Pflegetätigkeit dem ambulanten Dienst und er reduziert seine Tätigkeit auf die Anwesenheit...Die Unterstützung derer die ihre Angehörige rund um die Uhr pflegen ist weiterhin mangelhaft und wird auch mangelhaft bleiben,da man kein Interesse hat dies zu verbessern...

/g\


alfons1249

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2

Mittwoch, 3. März 2010, 09:59


Der Steuerzahler trage fast keine Kosten.

So so, "der Steuerzahler trage fast keine Kosten"
Und wer bezahlt den Pflegenden ? ? ?
Wenn ein Familienangehöriger zu Hause bleiben muß um den Betreffenden zu pflegen, verliert der Pflegende nicht nur die zwei Jahre an Lohn, sondern garantiert auch seinen Arbeitsplatz

Zitat

"In dieser Zeit solle der pflegende Angehörige mindestens 50 Prozent arbeiten, dafür aber 75 Prozent seines Gehalts bekommen. Später solle er dann bei voller Arbeitszeit nochmals so lange 75 Prozent des Gehalts beziehen, wie er zuvor Teilzeit gearbeitet habe."

Welcher Arbeitgeber läßt sich darauf ein ? ? ?
Welcher Arbeitnehmer kann sich das finanziell leisten ? ? ?
Wer ersetzt ihm dann den Verlust ? ? ?
Nein nein, die Kosten bekommt nicht der Steuerzahler aufgebrummt, der Staat hält sich mal wieder raus und der einzelne Pflegende bleibt auf seinen Kosten sitzen
Entweder das gesamte Gesundheits- und Pflegewesen wird konkret reformiert oder wir müssen uns darauf vorbereiten unsere Kranken einfach nur zum Sterben liegen lassen zu können . . .




;V.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alfons1249« (3. März 2010, 10:07)


3

Mittwoch, 3. März 2010, 11:20

Also so mal ganz unvoreingenommen, würde ich das erstmal für eine gute Idee halten.Angenommen, meine Schwiegermutter wird hilfebedürftiger und ich könnte 50 % arbeiten, bekäme 75 % Lohn und Pflegegeld, wenn da alles zusammenpasst, könnte ich das sicher in Anpruch nehmen. Dass ich natürlich einen ganz krisenfesten Arbeitsplatz haben muss, ist die Voraussetzung, und mir selbst darf in den 4 Jahren ja auch nichts passieren, sonst geht die Rechnung für den Arbeitgeber nicht auf.
Für mich wäre es sicher eher eine Lösung, die Pflege so zu organisieren und da auch die Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen, denn allein wird man das so nicht leisten können, als dann schon ein Altenheim in Anspruch nehmen zu müssen.
=k? !/1




Norle

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4

Mittwoch, 3. März 2010, 12:11

Angenommen, meine Schwiegermutter wird hilfebedürftiger und ich könnte 50 % arbeiten, bekäme 75 % Lohn und Pflegegeld,

...erstmal : als pflegende(r) Angehörige(r) bekommst Du kein Pflegegeld,sondern nur der Pflegling ...pflegende Angehörige arbeiten immer umsonst ,daher ist die Pflege zu Hause mit pflegenden Angehörigen "preisgünstiger" weil die Pflegekasse dadurch Geld einspart...



Für mich wäre es sicher eher eine Lösung, die Pflege so zu organisieren und da auch die Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen,

..na sicher, auf den ersten Blick scheint das ja auch vernünftig aber leider sieht da die Realität manchmal ganz anders aus... Entweder man muss sich Tag,täglich über die Kompetenz der bei dem Pflegling eingesetzten Pflegekräfte überzeugen,da immer öfters nur "angelernte" anstatt "ausgebildete" Kräfte losgeschickt werden.

/g\

5

Mittwoch, 3. März 2010, 18:34

man muss sich Tag,täglich über die Kompetenz der bei dem Pflegling eingesetzten Pflegekräfte überzeugen,da immer öfters nur "angelernte" anstatt "ausgebildete" Kräfte losgeschickt werden.
das mag schon sein, aber deshalb gleich auf Hilfe in der Pflege zu verzichten, halte ich für falsch. Generell hat auch der angelernte seine Arbeit so sorgfältig zu erledigen, wie ein gelernter. Außerdem bist Du Kunde beim Pflegedienst und kannst dort dann auch Deine Rechte wahrnehmen.
=k? !/1




Norle

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6

Donnerstag, 4. März 2010, 08:57

Schröder erntet massive Kritik

Zitat

Pflegezeit-Modell
Schröder erntet massive Kritik

Die Pflege älterer und hilfsbedürftiger Menschen war noch nie ein Feld, auf dem Politiker Erfolge feiern konnten. Das bekommt auch Familienministerin Schröder zu spüren: Ihr Plan eines Rechtsanspruchs auf eine zweijährige Pflegeteilzeit stößt auf Ablehnung.

"Frau Schröder will die Pflege wieder auf den billigsten Pflegedienst abwälzen, nämlich im Zweifel die weiblichen Angehörigen“, sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast den „Ruhr Nachrichten“ vom Donnerstag. Ähnlich äußerte sich der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach. Er nannte die Pläne eine „gefährliche Falle für Frauen“.
Quelle : http://www.focus.de/politik/deutschland/…aid_486434.html

..so sehe ich das auch... im Prinzip hat man nämlich kein Konzept und möchte "Alles so lassen wie es ist"(Konservativ) weil letztendlich haben ja die Angehörigen wenn dann der Pflegefall eintritt eigentlich überhaupt keine Wahl ...

/g\

7

Donnerstag, 4. März 2010, 09:56

weil letztendlich haben ja die Angehörigen wenn dann der Pflegefall eintritt eigentlich überhaupt keine Wahl ...
dem hätte ich so, ohne Pflegeversicherung vorbehaltlos zugestimmt. Wir haben heute schon bessere, wenn auch noch nicht zufriedenstellende Bedingungen, als zu den Zeiten ohne Pflegeversicherung, denn wenn der Pflegefall eintritt, kann man sich zumindest mit Hilfe von Pflegediensten teilweise entlasten..
Welche Vorschläge haben denn unsere Kritiker, die die Frauen nur zurück an den Herd gelockt sehen?
Viel größere Probleme haben wohl die Arbeitgeber, wenn jemand die Pflegezeit in Apnsruch nimmt und dann nachher nicht wieder voll Arbeitet und dem Arbeitgeber die Pflegzeit zurückgibt?
=k? !/1