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Norle

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1

Mittwoch, 8. September 2010, 11:25

Immer mehr zwischen Pflege und Job

Zitat

Mittwoch, 08. September 2010

Schröder wirbt für Familienpflegezeit

Immer mehr zwischen Pflege und Job

Familienministerin Schröder stellt heute das "Deutsche Alterssurvey" vor. Daraus geht hervor, dass 13 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 40 und 65 Jahren einen Pflegebedürftigen betreuen. Um die Pflegenden zu unterstützen, will Schröder noch in diesem Jahr ihr Modell einer Familienpflegezeit umsetzen. Doch das Konzept ist umstritten.
Quelle : http://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr-zw…cle1439656.html

... ich weiss nicht von welcher Art Pflegefall man im Ministerium ausgeht,das Jemand der die Pflege eines Angehörigen übernimmt wieder arbeiten gehen kann ? Die meisten Pflegefälle die ich im Bekannten - und Freundeskreis kenne sind Full-Time-Jobs .. rund um die Uhr ..7 Tage in der Woche .. 52 Wochen im Jahr ..ohne Urlaub.. ohne Überstundenanrechnung .. ohne Lohn... Die pflegenden Angehörigen sind die angeschmierten ,denn den Profit greifen andere ab !

/g\

2

Mittwoch, 8. September 2010, 18:21

Ich will die Leistungen der pflegenden Angehörigen nicht schmälern, aber soweit ich weiß, steht ihnen unter anderem auch durch die Pflegekassenleistungen Urlaub zu, aber das ist ja hier gar nicht das Thema.

Grundsätzlich finde es ich es gut, dass auf politischer Ebene überhaupt darüber nachgedacht wird, welche Möglichkeiten es gibt, zukünftig der wachsenden Anzahl der Pflegebedürftigen gerecht zu werden.
Dass man pflegende Angehörige in der Form unterstützt, sie teilweise im Beruf freizustellen, ist vom Denkansatz ok.
Nur, die finanzielle Lösung stellt nicht zufrieden.
Wäre ich Arbeitgeber, würde ich mich z.B. nicht ohne Rückversicherung darauf einlassen, dass der Mitarbeiter weniger arbeitet und dann später diese Arbeit nachholt.., denn niemand kann voraussehen, ob das überhaupt so eintreffen wird..
=k? !/1




Wilmadu

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3

Mittwoch, 8. September 2010, 18:28

Hallo !

Ich kann es mir in der Praxis garnicht vorstellen,welcher Arbeitgeber stellt einen Mitarbeiter

für unbegrenzte Zeit frei (niemand weiß ,wielange ein Angehöriger gepflegt werden soll)
Der Nächste BItte ! ~k25

4

Mittwoch, 8. September 2010, 19:15

Plegende Angehörige hört sich ganz gut an - ist wohl auch gut gedacht und durchdacht!

Wenn JEMAND seinen Arbeitspaltz für einen häuslichen Pflegefall auf gibt, muss mit grösster Wahrscheinlichkeit sein Arbeitgeber

eine Ersatzkraft für die betreffende Person einstellen - ein Arbeitsloser weniger! ... Grins...

Gesundheitsminister Rösler sagte mal " die Pflege ist eine Wachstumsbranche " - wo viele Arbeitsplätze entstehen können.

Wenn da Arbeitsministerin, Gesundheitsminister Hand in Hand arbeiten, sollten doch wohl einige Probleme

in der Pflege/Arbeitsmarkt gelöst werden!

Nur stellt sich dann auch die Frage: Wer soll das alles finanzieren - eine stetig steigend Pflegeversicherung wäre die Folge !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fantastic 4« (8. September 2010, 19:20)


Norle

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5

Donnerstag, 9. September 2010, 02:23

Wäre ich Arbeitgeber, würde ich mich z.B. nicht ohne Rückversicherung darauf einlassen, dass der Mitarbeiter weniger arbeitet und dann später diese Arbeit nachholt.., denn niemand kann voraussehen, ob das überhaupt so eintreffen wird..
Im Ministerium ist man offenbar von pflegenden Angehörigen einer Kurzzeitpflege,die zeitlich Begrenzt ist bis die Mobilität des Patienten wieder hergestellt ist,ausgegangen. In dieser Art Pflege,die auch keine nachhaltige Pflegestufe erhält oder zu mindest nur die Niedrigste, ist es durchaus möglich das ein pflegender Angehöriger in den Job zurückkehrt und dies als wünscheswerte Unterstützung der Pflegenden angesehen wird.

Der Standardfall eines pflegenden Angehörigen sieht leider keine Besserung der Mobilität des Patienten und somit eine geringe Chance für die Rückkehr in den "Job" vor. Im Gegenteil : Je zeit- und pflegeintensiver so ein Pflegefall für den pflegenden Angehörigen sich gestaltet um so höher ist die Gefahr das der Pflegende selbst zum Pflegefall wird und somit eine Rückkehr ausgeschlossen sein wird....
Nur stellt sich dann auch die Frage: Wer soll das alles finanzieren - eine stetig steigend Pflegeversicherung wäre die Folge !
..die Finanzierung der Pflegekassen krankt schon seit ihrem Start an chronischer Unterfinanzierung ... Das man die ständig steigenden Kosten auch im Pflegebereich abfängt hat man den pflegenden Angehörigen "wiederentdeckt" der den Kassen hilft jährlich Milliarden Beträge für die Pflegekassen einzusparen. Wenn vor Jahren noch der Trend "ins Heim" war ist heute in Verbindung mit pflegenden Angehörigen das genaue Gegenteil zu vermelden,da in der Regel eine Vergütung des pflegenden Angehörigen nicht vorgesehen ist und im Gegensatz zur Heimunterbringung somit nicht unerhebliche Kosten gespart werden. Bis auf die Anrechnung der Pflegezeiten auf den späteren Rentenanspruch gehen die pflegenden Angehörigen leer aus... Kasse machen Andere...

/g\

6

Donnerstag, 9. September 2010, 09:44

Natürlich ist die häusliche Pflege für die Kassen Kosten günstiger, ob es langfristig aber zu dem erhofften Erfolg führt - mehr Pflege

daheim? Es wird zweigleisig mit der Pflege fahren - Heim und Häusliche, aber keine Kostenentlastung zur Folge haben.

Wie du schon schreibst - die Pflege krankt - und ich meine das wird sich so schnell nicht ändern, ausser man erhöt den Beitragssatz

der Pflege enorm!

alfons1249

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7

Donnerstag, 9. September 2010, 12:04

Die Dauerpflege chronisch kranker Menschen auf die Familie abzuwälzen, ist schon die frechste, billigste und einfachste Lösung, die die Politik erfunden hat.
Eine Heimpflege ist beim derzeitigen maroden Zustand des Gesundheits- und Pflegedienstes finanziell nicht tragbar, weil diese meist in privater Hand liegen.
Private Organisation der Pflege ist immer teurer als staatliche, es sei denn sie wird familiär oder von sträflich unterbezahlten Angestellten realisiert.
Teile und/oder das gesamte Gesundheitswesen gehören nun mal in staatliche Hand, denn alle privaten Dienste müssen profitorientiert und gewinnbringend arbeiten (die Ergebnisse vieler Überprüfungen haben dies bestätigt - die Gelder laufen nicht zum Patienten/Pflegling, sondern zum leitenden Personal.
Erst wenn das gesamte Gesundheitswesen von der Krankenkasse bis zum letzten Heimplatz staatlich ist, läuft es kostendeckend und für die Patienten.
Die seltsamen Pläne der Politik sind nur lächerliche Augenauswischerei.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


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8

Donnerstag, 9. September 2010, 15:12

Die Dauerpflege chronisch kranker Menschen auf die Familie abzuwälzen
..es muss niemand Pflegen, der nicht Pflegen möchte, aber es ist vielen Menschen ein Bedürfnis, das für ihre Angehörigen zu tun.

Zitat

Eine Heimpflege ist beim derzeitigen maroden Zustand des Gesundheits- und Pflegedienstes finanziell nicht tragbar, weil diese meist in privater Hand liegen.

Private Organisation der Pflege ist immer teurer als staatliche, es sei denn sie wird familiär oder von sträflich unterbezahlten Angestellten realisiert.

Teile und/oder das gesamte Gesundheitswesen gehören nun mal in staatliche Hand, denn alle privaten Dienste müssen profitorientiert und gewinnbringend arbeiten (die Ergebnisse vieler Überprüfungen haben dies bestätigt - die Gelder laufen nicht zum Patienten/Pflegling, sondern zum leitenden Personal.

Erst wenn das gesamte Gesundheitswesen von der Krankenkasse bis zum letzten Heimplatz staatlich ist, läuft es kostendeckend und für die Patienten.
.. kein Kommentar, außer dem, dass hier in dem Bereich der Staat wohl alles nach Deiner Meinung richten soll, wo er doch sonst nach Deiner Meinung überall versagt.
=k? !/1




alfons1249

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9

Donnerstag, 9. September 2010, 15:46


wo er doch sonst nach Deiner Meinung überall versagt.

Ist es denn so schwer zu begreifen, daß dieser Staat auf ganzer Linie versagt hat, weil er die für die Bevölkerung so überlebensnotwendigen Zweige der Grundversorgung einfach völlig kurzsichtig privatisiert hat ? ? ?

Diese tödlichen Privatisierungen muß er schnellstens ohne Rücksicht auf die jetzigen Besitzer und/oder Betreiber beenden und rückgängig machen.
Und komme mir niemand mit der völlig überholten und dämlichsten Ausrede der Welt: "Wettbewerb fördert das Geschäft".
Ja sicher, das Geschäft, aber mit den Grundversorgungen der Menschen dürfen keine Geschäfte gemacht werden.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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10

Donnerstag, 9. September 2010, 17:32

Wie du schon schreibst - die Pflege krankt - und ich meine das wird sich so schnell nicht ändern, ausser man erhöt den Beitragssatz

der Pflege enorm!

..selbst wenn man die Beitragsätze dementsprechend erhöht kommt beim akuten Pflegefall prozentual wenig an,was die Mehrleistung an Pflege angeht.Den grössten Teil dieser Mittel versickern in den vielen "Vereins-Kassen",so das wir heute schon die Situation haben das immer mehr Ärzte ihre Hausbesuche einstellen weil es sich nicht für sie Lohnt wenn sie -die Ärzte - für ihre Bemühungen das gleiche bekommen wie der ambulante Pflegedienst und der bekommt zusätzliche Pauschalen das die Vereine nur so aus denm Boden schiessen...

/g\

11

Donnerstag, 9. September 2010, 18:14

Den grössten Teil dieser Mittel versickern in den vielen "Vereins-Kassen",so das wir heute schon die Situation haben das immer mehr Ärzte ihre Hausbesuche einstellen weil es sich nicht für sie Lohnt wenn sie -die Ärzte - für ihre Bemühungen das gleiche bekommen wie der ambulante Pflegedienst
.. das kann man doch bei den Ärzten in den Abrechnungsbedingungen festlegen., ganz davon abgesehen, dass der ambulante Pflegedienst mit Sicherheit einen Verbandwechsel oder eine Blutdruckkontrolle genau so durchführen kann wie der Arzt..
Der Unterschied ist doch bei den echten ärztlichen Leistungen zu machen, die der ambulante Pflegedienst nicht machen darf..
Wenn die Pflegedienste solche Leistungen erbringen sollte eben auf die gute Verzahnung mit dem betreuenden Arzt hingewirkt werden und das kann man gesetzlich festlegen, von wem welche Kompetenzbereiche abgedeckt werden..


das die Vereine nur so aus dem Boden schiessen...
Wo ist das Problem, wenn sich bei entsprechendem Bedarf auf dem Lande "Meyers rollende Ambulanz" gründet und Pflegefälle in der häuslichen Umgebung betreut?
Es werden Mitarbeiter eingestellt, für die entsprechende Steuern entrichtet werden usw..
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Donnerstag, 9. September 2010, 18:54

Wo ist das Problem, wenn sich bei entsprechendem Bedarf auf dem Lande "Meyers rollende Ambulanz" gründet und Pflegefälle in der häuslichen Umgebung betreut?
Es werden Mitarbeiter eingestellt, für die entsprechende Steuern entrichtet werden usw..
..das Problem liegt darin das man immer häufiger Abstriche an der Qualität hinnehmen muss ,denn man ist ja froh einen ambulanten Dienst zu haben... Der Grund liegt darin das die ausgebildeten und berufserfahrenen Kräfte sich selbstständig = einen ambulanten Dienst /Verein aufmachen und sich aus dem "Tagesgeschäft" zurückziehen und billigere ,zum Teil Berufsfremde Kräfte übernehmen die Arbeit...

ganz davon abgesehen, dass der ambulante Pflegedienst mit Sicherheit einen Verbandwechsel oder eine Blutdruckkontrolle genau so durchführen kann wie der Arzt..

sicher,aber wenn auf einer Baustelle der Chef oder Meister auftaucht wird seine Anwesendheit auch nicht mit dem Lohn eines Gesellen abgerechnet... In manchen Bundesländer haben ja die Ärzte öffentlich bekannt gemacht das man sich von den Hausbesuchen zurückzieht und wieder mehr Praxis macht ,weil das Gesundheitsministerium Sachen versprochen haben dei sie nicht einhalten... Offenbar verdienen die ambulanten sehr gut dabei...

/g\