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Norle

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1

Montag, 5. April 2010, 09:02

Ledig statt verheiratet

Zitat


Meldungen
Sonntag, 04. April 2010

Bevölkerungsforschung

Ledig statt verheiratet


Immer mehr junge Menschen werden einer Umfrage zufolge wahrscheinlich ihr Leben lang Single bleiben. Unionsfraktions-Vize Singhammer spricht von einer extrem bedenklichen Entwicklung, die die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gefährde.
Die Bedeutung der Ehe schwindet deutlich: Unter den Jüngeren werde knapp ein Drittel der Frauen und fast 40 Prozent der Männer ihr Leben lang ledig bleiben, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf aktuelle Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Im Vergleich zu 1980 habe sich die Heiratswahrscheinlichkeit damit halbiert.

Quelle : http://www.n-tv.de/politik/meldungen/Led…icle807692.html

Ich finde es ziemlich vermessen wenn sich Politiker dahinstellen und von einer "extrem bedenklichen Entwicklung" sprechen, die sie - die Politiker - zum grössten Teil in den letzten Jahren auf den Weg gebracht haben....Die eindeutige, klare Unterstützung der Familie fehlt auf allen Gebieten ob es nun steuerliche Entlastungen bei Familien mit Kindern sind, oder ganz einfach nur endlich mal Kinderbetreuungsplätze zu schaffen etc. Das sind zum Teil die politischen Versäumnisse. Hinzu kommen die Trends, das zum Beispiel die Wirtschaft und der Handel eher den "Singel" schätzt und dessen extravaganten Interessen als eine fünfköpfige Familie..das dann die Mädchen und Jungen von solchen Familien heute immer mehr sagen "heiraten ? Ehe ? - nein,Danke"! Es wirklich eine "extrem bedenkliche Entwicklung" !!!

/g\

2

Montag, 5. April 2010, 10:07

Also ganz so einfach ist das nicht. Ich greife hier erstmal nur einen einzigen Aspekt heraus..
Vielen jungen Frauen (Familien) sind Kinder einfach nicht wichtig, sie sind mit Verzicht verbunden, mit Verzicht auf Einkommen und auf Unabhängigkeit und sie bedeuten Unbequemlichkeit, die man so einfach nicht in Kauf nehmen möchte.
Da die Generation der Eltern dieser jungen Familien oftmals auch berufstätig ist, fällt die bequeme Kinderbetreuung durch Omas und Opas aus, aber

oder ganz einfach nur endlich mal Kinderbetreuungsplätze zu schaffen
das stimmt so auch nicht. Meine Kinder hatten vor 10 Jahren schon einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, der einklagbar war, und es enstehen allerortens Krippenplätze, auch in unseren Landgemeinden!

ehr den "Singel" schätzt und dessen extravaganten Interessen
eben, erstmal Karriere, ein Haus und dann irgendwann mal ein Kind, nur, dann ist es oftmals zu spät, und das Kind, das so heiß ersehnte will sich nicht anmelden. Und wenn, dann ist man oftmals für ein zweites schon zu alt.
=k? !/1




Norle

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3

Montag, 5. April 2010, 11:59

Da die Generation der Eltern dieser jungen Familien oftmals auch berufstätig ist, fällt die bequeme Kinderbetreuung durch Omas und Opas aus, aber
..ich glaube darin liegt der "Hasenfuss" ... Das die Gesellschaft noch immer von dem Modell "Grossfamilie" ausgeht in dessen Verbund der Einzelne "geborgen" war . Arbeiten in diesem Verbund ( Kinder gross ziehen,die Alten pflegen wurde auch nicht so als "Unbequem" empfunden,sondern erst duch die "Aufweichung" der Familienstrukturen seitens der Gesellschaft hat der eine oder andere diese Arbeiten als Belastung gesehen ....

und es enstehen allerortens Krippenplätze, auch in unseren Landgemeinden!
..ja sicher,aber wie lange hatt das gedauert ? Unter dem Basta-Kanzler Schröder wurde es gross angekündigt und heute haben wir noch immer kein flächendeckendes System,weil das Geld immer für was anderes verwendetet wird(Banken die sich verzockt haben..) Der politische Druck(Wahlen stehen vor der Tür) ist auch nicht zu unterschätzen....

eben, erstmal Karriere, ein Haus und dann irgendwann mal ein Kind, nur, dann ist es oftmals zu spät, und das Kind, das so heiß ersehnte will sich nicht anmelden. Und wenn, dann ist man oftmals für ein zweites schon zu alt.

ja das stimmt... daran ist Gesellschaft und die auch Politik selber schuld,wenn bei uns ein arbeitender Mensch mit 40 schon bald zum alten Eisen gerechnet wird.. Die Wirtschaft und die Industrie schwelgen im Jugendwahn das Leute mit 20..30 am Leistungsfähigsten sind... da bleibt natürlich keine Zeit für Familie zu gründen...

/g\

4

Montag, 5. April 2010, 13:03


Ihr beide vergesst dabei etwas wesentliches, die Zukunftsperspektive.
Was wird mal aus meinem Kind/meinen Kindern?
Hartz IV Empfänger?
Hilfsarbeiter?
Staatlich anerkannter Arbeitslo(o)ser
Oder ein hochbezahlter Ingenieur ... aber weit weg im Ausland?

Was nutzt es meiner Stieftochter, 5 Jahre Ausbildung zur Sozialassistentin erfolgreich beendet zu haben, wenn sich keine Einrichtung die Kosten für eine solche Fachkraft leisten kann?
Soviel zum gloreichen Thema Kinderkrippen/Kindergärten.

Bei solch tollen Zukunftsaussichten bleiben viele lieber Single ... und ohne Nachwuchs.


5

Montag, 5. April 2010, 14:57

Bei solch tollen Zukunftsaussichten bleiben viele lieber Single ... und ohne Nachwuchs.
Wenn ein Kind geboren wird, weiß ich doch noch gar nichts über seine Zukunft..
Es hat wahrscheinlich, oder hoffentlich gute Erbanlagen, aber was es mal werden wird oder welche Arbeit es bekommen wird, ist doch vollkommen ungewiß und liegt doch beim Kind, dessen Fähigkeiten oder Talente eine genau so große Rolle spielen, wie der politische Rahmen, und die Menschen die es fördern, oder auch negativ prägen..

Es kann alles werden, oder nichts, aber in jedem Fall empfinde ich in der Geburt eines Kindes immer Hoffnung und auch Zuversicht, sonst würden während eines Krieges keine Kinder geboren oder während einer Hungersnot....
Aber ich bin mir auch sicher, was heute mit meinen Kindern ist, kann Morgen schon ganz anders sein.. es kann heute das beste Abitur machen, aber Morgen einen Unfall haben und dann behindert sein, oder nicht mehr leben.
Aber jeder Tag, den ich und das Kind hatte, ist ein wichtiger Tag.
=k? !/1