Guten Tag lieber Gast,
um »Unser Web Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular.
Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Zitat
Pflege von Angehörigen
Vater und Sohn
12.03.2010, 17:08
Von Ulrike Bretz
Ulrich Mechl pflegt seinen 90-jährigen blinden Vater zu Hause. Er verzichtet auf Urlaub, Hobbys und Büroalltag - und hält das für selbstverständlich.
Von einem Besucher sieht Franz Mechl nicht viel. Er erkennt nur den groben Umriss des Kopfes. Augen, Nase, Mund sieht er nicht - nur einen unscharfen Fleck.
Der kräftige, kleine Mann tastet sich durch seine Wohnung. Er ist fast blind. Vor einem Monat hat Franz Mechl seinen 90. Geburtstag gefeiert, und er braucht jeden Tag eine ganze Reihe von Tabletten gegen die Schmerzen. Vor zwei Jahren ist er beim Spaziergang auf einer Eisplatte ausgerutscht und hat sich am Lendenwirbel sowie an den Bandscheiben verletzt. Eben diese Dinge, die passieren, wenn einer nicht mehr gut sieht, nicht mehr sicher ist beim Laufen.
Dinge, die passieren, wenn ein Mensch alt wird.
Wieso muss das so sein?
Zitat
Für seine Hobbys hat er seit zwei Jahren nicht mehr sehr viel Zeit: In den Kirchenchor geht er nicht mehr. Er will seinen Vater nicht einen ganzen Abend lang alleine lassen. Auch Urlaube sind gestrichen.
Da kommt es sicher immer sehr auf die Situation an.
Zitat
denn man ist bald schnell allein mit den zu pflegenden Angehörigen -Bekannte, Verwandte ziehen sich zurück...
...und es ist diese Anerkennung die den einen oder anderen pflegenden Angehörigen bei seiner Entscheidung irgendwie beeinflusst hat...Nicht das die Leute nach Anerkennung heischen aber in einer Zeit wo gerne mal Menschen als "faul" deklariert werden,weil sie nicht täglich am Förderband stehen, ist es irgendwie beruhigend das die Tätigkeit anerkannt wird....Auf den ersten Blick ist das sicher eine anerkennenwerte Leistung, die hier erbracht wird.
...weil es in dieser Sache kein "Mittelweg" gibt...Als betroffener Angehöriger steht man, wenn der Pflegefall eintritt vor, der Frage Pflege zu Hause oder im Heim...Entscheidet man sich für die Pflege zu Hause - kommt auch auf die Pflegestufe an und das Pflegemodell (mit/ohne ambulanter Unterstützung) - bleibt eigentlich an Freizeit oder an Zeit für sich selbst wenig Zeit übrig da die Angebote der Pflegekasse zu diesen Punkten sehr begrenzt sind.... z.Bsp. hat ein pflegender Angehöriger (Hauptpflegender) nach 1 Jahr Pflegetätigkeit ein Anspruch auf 4 Wochen Urlaub. In dieser Zeit stellt die Pflegekasse zwar eine Pflegeersatzkraft,die aber nur die Pflegetätigkeiten macht - keine Hauswirtschaft und auch nicht über Nacht - mit der Folge das sie zwar Urlaub machen können aber dennoch da sein müssen....Und da ältere Menschen Nachts manchmal nicht oder nur unruhig schlafen bzw. Nachts versorgt werden müssen ist das mit der Pflege-Ersatzkraft nur bedingt tauglich...Für seine Hobbys hat er seit zwei Jahren nicht mehr sehr viel Zeit: In den Kirchenchor geht er nicht mehr. Er will seinen Vater nicht einen ganzen Abend lang alleine lassen. Auch Urlaube sind gestrichen.
Wieso muss das so sein?
Was unterscheidet hier die Pflege eines alten Menschen von der Pflege eines Säuglings?
Das gestehen sich die Verantwortlichen ab eines gewissen Alters den Babys schon Ersatzpersonen zu..
denn man ist bald schnell allein mit den zu pflegenden Angehörigen -Bekannte, Verwandte ziehen sich zurück...
Da kommt es sicher immer sehr auf die Situation an.
Ich hab selbst erlebt, dass Hilfe angeboten wurde, und als Antwort kam: "ach das schaff ich schon.."
Oder auch, das nicht um Hilfe gebeten wird, und wenn freiwillige Hilfsangebote, warum auch immer, ausbleiben, heißt es.. "die interessieren sich ja nicht.., könnten ja kommen.. aber es kommt ja keiner..
es gibt aber auch die Möglichkeit, den Angehörigen in Kurzzeitpflege zu geben, so dass man einen Urlaub planen, und dann auch nehmen kann... z.Bsp. hat ein pflegender Angehöriger (Hauptpflegender) nach 1 Jahr Pflegetätigkeit ein Anspruch auf 4 Wochen Urlaub. In dieser Zeit stellt die Pflegekasse zwar eine Pflegeersatzkraft,
Ja, und genau darüber haben aber der Pflegende und der Angehörige zu befinden und nicht irgendwelche Aussenstehende, und damit meine ich sogar nicht nur die lieben Nachbarn, sondern z.B. auch Geschwister, die in der Pflege nicht unterstützen, dann aber durchaus eine Meinung haben..gibt es Leute die meinen wenn sie ein bisschen Arbeit abgeben das es Ihnen als "Schwäche" oder "Überforderung" ausgelegt wird und deshalb ihr Angehöriger ins Heim kommt.
Ich weiß, daß ich nichts weiß! 
Hits heute: 71 | Hits gestern: 349 | Hits Tagesrekord: 23 439 | Hits gesamt: 2 910 410
Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH
Forum online seit 3 Jahren, 7 Monaten, 28 Tagen und 9 Stunden