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Norle

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1

Samstag, 13. März 2010, 13:14

Pflege von Angehörigen

Zitat

Pflege von Angehörigen

Vater und Sohn

12.03.2010, 17:08



Von Ulrike Bretz
Ulrich Mechl pflegt seinen 90-jährigen blinden Vater zu Hause. Er verzichtet auf Urlaub, Hobbys und Büroalltag - und hält das für selbstverständlich.
Von einem Besucher sieht Franz Mechl nicht viel. Er erkennt nur den groben Umriss des Kopfes. Augen, Nase, Mund sieht er nicht - nur einen unscharfen Fleck.
Der kräftige, kleine Mann tastet sich durch seine Wohnung. Er ist fast blind. Vor einem Monat hat Franz Mechl seinen 90. Geburtstag gefeiert, und er braucht jeden Tag eine ganze Reihe von Tabletten gegen die Schmerzen. Vor zwei Jahren ist er beim Spaziergang auf einer Eisplatte ausgerutscht und hat sich am Lendenwirbel sowie an den Bandscheiben verletzt. Eben diese Dinge, die passieren, wenn einer nicht mehr gut sieht, nicht mehr sicher ist beim Laufen.
Dinge, die passieren, wenn ein Mensch alt wird.




Quelle : http://www.sueddeutsche.de/,ra8m1/leben/446/505636/text/


Pflege von Angehörigen ist immer oder meistens eine persönliche Angelegenheit. Das fängt mit der persönlichen Entscheidung an die Pflege eines Angehörigen zu übernehmen und ich glaube die Wenigsten die so eine Entscheidung fällten waren sich bewusst welche Veranwortung und Belastung sie da übernehmen, denn man ist bald schnell allein mit den zu pflegenden Angehörigen -Bekannte,Verwandte ziehen sich zurück...


Link zum Thema : "Ich versau' dir doch dein ganzes Leben"

/g\


2

Sonntag, 14. März 2010, 08:19

Auf den ersten Blick ist das sicher eine anerkennenwerte Leistung, die hier erbracht wird.

Aber auf den zweiten Blick frage ich mich ernsthaft, ob das teilweise so sein muss.

Zitat

Für seine Hobbys hat er seit zwei Jahren nicht mehr sehr viel Zeit: In den Kirchenchor geht er nicht mehr. Er will seinen Vater nicht einen ganzen Abend lang alleine lassen. Auch Urlaube sind gestrichen.
Wieso muss das so sein?
Was unterscheidet hier die Pflege eines alten Menschen von der Pflege eines Säuglings?
Das gestehen sich die Verantwortlichen ab eines gewissen Alters den Babys schon Ersatzpersonen zu..



Zitat

denn man ist bald schnell allein mit den zu pflegenden Angehörigen -Bekannte, Verwandte ziehen sich zurück...
Da kommt es sicher immer sehr auf die Situation an.

Ich hab selbst erlebt, dass Hilfe angeboten wurde, und als Antwort kam: "ach das schaff ich schon.."

Oder auch, das nicht um Hilfe gebeten wird, und wenn freiwillige Hilfsangebote, warum auch immer, ausbleiben, heißt es.. "die interessieren sich ja nicht.., könnten ja kommen.. aber es kommt ja keiner..
=k? !/1




Norle

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3

Sonntag, 14. März 2010, 12:15

Auf den ersten Blick ist das sicher eine anerkennenwerte Leistung, die hier erbracht wird.
...und es ist diese Anerkennung die den einen oder anderen pflegenden Angehörigen bei seiner Entscheidung irgendwie beeinflusst hat...Nicht das die Leute nach Anerkennung heischen aber in einer Zeit wo gerne mal Menschen als "faul" deklariert werden,weil sie nicht täglich am Förderband stehen, ist es irgendwie beruhigend das die Tätigkeit anerkannt wird....

Für seine Hobbys hat er seit zwei Jahren nicht mehr sehr viel Zeit: In den Kirchenchor geht er nicht mehr. Er will seinen Vater nicht einen ganzen Abend lang alleine lassen. Auch Urlaube sind gestrichen.
Wieso muss das so sein?
Was unterscheidet hier die Pflege eines alten Menschen von der Pflege eines Säuglings?
Das gestehen sich die Verantwortlichen ab eines gewissen Alters den Babys schon Ersatzpersonen zu..
...weil es in dieser Sache kein "Mittelweg" gibt...Als betroffener Angehöriger steht man, wenn der Pflegefall eintritt vor, der Frage Pflege zu Hause oder im Heim...Entscheidet man sich für die Pflege zu Hause - kommt auch auf die Pflegestufe an und das Pflegemodell (mit/ohne ambulanter Unterstützung) - bleibt eigentlich an Freizeit oder an Zeit für sich selbst wenig Zeit übrig da die Angebote der Pflegekasse zu diesen Punkten sehr begrenzt sind.... z.Bsp. hat ein pflegender Angehöriger (Hauptpflegender) nach 1 Jahr Pflegetätigkeit ein Anspruch auf 4 Wochen Urlaub. In dieser Zeit stellt die Pflegekasse zwar eine Pflegeersatzkraft,die aber nur die Pflegetätigkeiten macht - keine Hauswirtschaft und auch nicht über Nacht - mit der Folge das sie zwar Urlaub machen können aber dennoch da sein müssen....Und da ältere Menschen Nachts manchmal nicht oder nur unruhig schlafen bzw. Nachts versorgt werden müssen ist das mit der Pflege-Ersatzkraft nur bedingt tauglich...
denn man ist bald schnell allein mit den zu pflegenden Angehörigen -Bekannte, Verwandte ziehen sich zurück...
Da kommt es sicher immer sehr auf die Situation an.

Ich hab selbst erlebt, dass Hilfe angeboten wurde, und als Antwort kam: "ach das schaff ich schon.."

Oder auch, das nicht um Hilfe gebeten wird, und wenn freiwillige Hilfsangebote, warum auch immer, ausbleiben, heißt es.. "die interessieren sich ja nicht.., könnten ja kommen.. aber es kommt ja keiner..

Auf diesem Gebiet sind noch viele Vorurteile oder falsche Ansichten wegzuräumen...Genau wie es noch immer ältere Leute gibt die sich lieber "die Zunge abbeissen" bevor sie zum Sozialamt gehen,gibt es Leute die meinen wenn sie ein bisschen Arbeit abgeben das es Ihnen als "Schwäche" oder "Überforderung" ausgelegt wird und deshalb ihr Angehöriger ins Heim kommt... Anderseits gibt es gute Beispiele von Nachbarschaftshilfen....

/g\

4

Sonntag, 14. März 2010, 15:20

. z.Bsp. hat ein pflegender Angehöriger (Hauptpflegender) nach 1 Jahr Pflegetätigkeit ein Anspruch auf 4 Wochen Urlaub. In dieser Zeit stellt die Pflegekasse zwar eine Pflegeersatzkraft,
es gibt aber auch die Möglichkeit, den Angehörigen in Kurzzeitpflege zu geben, so dass man einen Urlaub planen, und dann auch nehmen kann..

gibt es Leute die meinen wenn sie ein bisschen Arbeit abgeben das es Ihnen als "Schwäche" oder "Überforderung" ausgelegt wird und deshalb ihr Angehöriger ins Heim kommt.
Ja, und genau darüber haben aber der Pflegende und der Angehörige zu befinden und nicht irgendwelche Aussenstehende, und damit meine ich sogar nicht nur die lieben Nachbarn, sondern z.B. auch Geschwister, die in der Pflege nicht unterstützen, dann aber durchaus eine Meinung haben..

Dieses Thema ist mit vielen Emotionen besetzt, so dass es sowieso sehr schwierig ist, eine Linie zu finden..

Es gibt, z.B. auch Pflegende, die sich aus falsch verstandener Liebe oder Verpflichtung, nicht trauen, sich zu entlasten, und ihren Angehörigen, zumindest zeitweise, in andere Hände zu geben, und dafür lieber ihre Gesundheit ruinieren..

Und dann gibt es auch Angehörige, die ihre Söhne, oder Töchter die sie pflegen, seelisch gut zu manipulieren wissen, das ganze geht sogar ohne Worte..

Hier im Dorf ist eine Tochter mit Beginn des Rentenalters zurück zu ihren Eltern gezogen, um sich um diese zu kümmern..
Jedesmal, wenn diese Tochter eingeladen war, bekam die Mutter Herzbeschwerden..
=k? !/1




alfons1249

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5

Montag, 15. März 2010, 12:46

Ich muß da ganz ehrlich sagen:
Ich kann es nicht
Ich will es nicht
Ich verlange es auch nicht für meine Person von meiner Familie
Ich bin der Meinung, daß es generell unzumutbar ist, eine Person zu Hause pflegen zu müssen


;V.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

6

Montag, 15. März 2010, 17:19

Und, wie lautet da für Dich die Entscheidung im Falle eines Falles?

Ich jedenfalls, werde mich wohl über kurz oder lang mit dem Thema Pflege auseinandersetzen müssen.
Bin nur gespannt, wie ich das neben all meinen anderen Aufgaben bewerkstelligen werde..
=k? !/1