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Norle

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1

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 00:15

Leiharbeiter - Schuften bis zum Umfallen

Zitat

Leiharbeiter

Schuften bis zum Umfallen04.10.2011, 17:02

Von Detlef Esslinger
Der Alltag in der Zeitarbeitsbranche ist hart: In Deutschland kämpfen mehr als 10.000 Verleihbetriebe um Kunden. Meist gewinnt, wer die niedrigsten Preise hat. Das geht zu Lasten der Leiharbeiter - sie werden oft gnadenlos ausgebeutet. Und das nicht nur vom Chef.
Quelle : http://www.sueddeutsche.de/karriere/leih…allen-1.1155087

..das Zeitarbeitsfirmen sowas wie moderne Sklaverei sind ist wohl bekannt.. Aber so ein Leiharbeiter hat leider auch nicht selten mehrere "Chefs" oder es gibt Menschen die meinen sie können über diesen "Sklaven" verfügen... Und der Leiharbeiter hat nur eine Angst "..bloss nicht den Job verlieren.."... es ist wie in der Sklaverei und vor allem Menschenverachtend...

/g\

2

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 06:12

Ich glaube kaum, dass die beschriebene Problematik ausschließlich bei Leiharbeitern zu finden ist.
Wenn es darum geht "bloß seinen Job nicht zu verlieren", dann trifft das wohl auch andere so oder so ähnlich.
Eine entsprechende "Studie" erschien ja bereits vor 25 Jahren. Als Buch von Günther Wallraff mit dem Titel "Ganz unten"...

Norle

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3

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 07:49

Eine entsprechende "Studie" erschien ja bereits vor 25 Jahren. Als Buch von Günther Wallraff mit dem Titel "Ganz unten"...

Offenbar hat sich in den letzten 25 Jahren in dieser Hinsicht nichts aber auch garnichts geändert....Leider !

/g\

alfons1249

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4

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 08:28

Offenbar hat sich in den letzten 25 Jahren in dieser Hinsicht nichts aber auch garnichts geändert....Leider !
Oh doch,
es hat sich etwas geändert aber keineswegs zum Guten.
Ich würde ganz schlicht und einfach mal sagen, daß sich, bedingt durch den rasanten Anstieg der Leiharbeit auf ein Vielfaches von vor 25 Jahren, die extrem schlechten Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter ebenfalls um ein Vielfaches verschlechtert haben.
Die Sklavenhalter verschachern ihre Sklaven völlig willkürlich an die entleihenden Firmen, eine anständige Zeitplanung ist für den Betroffenen gar nicht möglich.
Auch die Einsatzorte sind für den Sklaven nicht planbar, was übrigens bei der Branche der Gebäudereiniger auch sehr selten gegeben ist.
Für beide Gruppen habe ich in der näheren Verwandtschaft jeweils die prägnantesten Beispiele - ich weiß also wovon ich schreibe.

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5

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 20:18

ich weiß also wovon ich schreibe

Das Du dies ausdrücklich erwähnst irritiert mich... ~k08
Ging ich doch davon aus, dass dies bei Dir generell der Fall ist... ~k02 :D

6

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 07:35

Zeitarbeitsfirmen sind wirklich Sklavenfirmen.

Das sie ihre Leute durch ganz Deutschland schicken finde ich noch nicht mal so schlimm, flexibel muss man sein...aber was am Montasende vom Geld übrig bleibt ist nicht mal ein schlechter Witz.
Wenn man bedenkt, was die Zeitarbeitsfirma von den Firmen bekommt, in die sie ihre Leute schickt, ist es eine Unverschämtheit, was sie den Arbeitern auszahlen.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
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alfons1249

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7

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 08:09

Wenn man bedenkt, was die Zeitarbeitsfirma von den Firmen bekommt, in die sie ihre Leute schickt, ist es eine Unverschämtheit, was sie den Arbeitern auszahlen.
Und dann will man dem Otto-Normal-Arbeitnehmer immer wieder erzählen, daß Leiharbeiter der entleihenden Firma teurer werden, als die Stammarbeiter.
Selbst wenn diese Firma an den Sklavenhalter den selben Lohn zahlt, wie an eine Stammkraft, so fallen doch keinerlei Nebenkosten, wie Steuern, Versicherungen, Lohnfortzahlungen usw an, denn diese werden von dem Sklavenhalter im Verhältnis zu dem "Lohn" berechnet und gezahlt, den er dem Sklaven zahlt.
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8

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 11:41

Und dann will man dem Otto-Normal-Arbeitnehmer immer wieder erzählen, daß Leiharbeiter der entleihenden Firma teurer werden, als die Stammarbeiter.
Das sind sie alfi, in der Tat.
Ich weiß es nur von der ZAG...andere Leiharbeiterfirmen mögen andere Kriterien haben aber bei der ZAG zahlt der AG etwas mehr als 3000 € an die Leihfirma...der AN bekommt etwa 800 €.
Ein Stammarbeiter bekommt aber niemals 3000 €.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


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alfons1249

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9

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 12:39

Zitat

Das sind sie alfi, in der Tat.
Keinesfalls, wenn man alle Kosten, die eine Stammkraft verursacht, dagegenrechnet.
Ein Stammarbeiter bekommt aber niemals 3000 €.
Netto natürlich nicht, höchstens Brutto und das sind normalerweise mehr als 3.000,- Euronen (als gute Fachkraft).
Ich habe ja auch niemals geschrieben, daß ein Stammarbeiter eine bestimmte Summe oder mehr als der Verleiher abkramt, auf die Hand bekommt.
Wenn man aber den Bruttolohn hernimmt, die Kosten für die Arbeitgeberanteile von Steuern, Sozialversicherungen, Arbeitslosenversicherung, Lohnfortzahlung, Kosten für wer weiß was der AG noch hinblättern muß und und und zusammenrechnet, dann ist das alles weit mehr, als der Sklavenhalter einhamstert und davon den Sklaven mit weniger als nichts abspeist.
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10

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 17:20

Kürzlich musste ich die Lohnkosten fpür Einstellung einer Leiharbeitskraft im Vergleich zu den Lohnkosten festangestellter Mitarbeiter kalkulieren.

Bei gleicher Tätigkeit lagen die Kosten, die die Leiharbeitsfirma pro Arbeitsstunde vom Betrieb forderte, über den Brutto-Lohnkosten der festangestellten Kräfte.
=k? !/1




Norle

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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 18:27

Bei gleicher Tätigkeit lagen die Kosten, die die Leiharbeitsfirma pro Arbeitsstunde vom Betrieb forderte, über den Brutto-Lohnkosten der festangestellten Kräfte.

..Es ist ein altes Märchen das Leiharbeitskräfte "billiger" wären ... Mag`sein am Anfang der Zeitarbeit als man noch ähnlich wie "Drücker-Kolonnen" agierte und am Hauptbahnhof jemand im Overall steckte und ihn als "Schlosser" verkaufte...Heute aber wo bei Leiharbeitsfirmen Kontrollen des Landesarbeitsamt jederzeit möglich sind kann nicht mehr so getrickst werden... Im Prinzip sind die Lohnkosten für Leiharbeiter und festangestellte Mitarbeiter fast identisch wenn nicht sogar das der Leiharbeiter "teurer" ist,weil die Zeitarbeitsfirmen gesetzlich 3 Monate Lohn und Sozialabgaben vorhalten muss... Das dennoch der Leiharbeiter den Zuschlag bekommt liegt daran das der Entleiher nur die Zeit bezahlt die gearbeitet wird - kein Urlaub,kein Kranktage etc....dann ist der Leiharbeiter "billiger" entgegen eines Festangestellten mit Urlaubsanspruch etc.


/g\

12

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 18:55

Die Zeitarbeitsfirmen sehen das aber anders:

" Sie bieten Arbeitssuchenden interessante Jobs und bringen sie schnell und unkompliziert in Arbeit "....So ihr Slogan... :D

Einer hier ansässigen Firma würde ich gern mal die Fragen stellen: " Warum stellen sie ihre Arbeitskräfte nicht direkt ein und

nehmen den Umweg über eine Zeitarbeitsfirma " ?



Zitat

Das dennoch der Leiharbeiter den Zuschlag bekommt liegt daran das der Entleiher nur die Zeit bezahlt die gearbeitet wird - kein Urlaub,kein Kranktage etc....dann ist der Leiharbeiter "billiger" entgegen eines Festangestellten mit Urlaubsanspruch etc.



Und da habe ich schon eine Anwort.

Aber steht nicht jedem Arbeitnehmer Urlaubs- und Krankengeld zu - aber da herrschen wohl andere Gesetze.. ~k08




13

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 19:07

Das dennoch der Leiharbeiter den Zuschlag bekommt liegt daran das der Entleiher nur die Zeit bezahlt die gearbeitet wird - kein Urlaub,kein Kranktage etc....dann ist der Leiharbeiter "billiger" entgegen eines Festangestellten mit Urlaubsanspruch etc.
Dem Zeitarbeiter steht laut Tarifvertrag bezahlter Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankeitsfall zu.

siehe: bza_Manteltarifvertrag.pdf Seite 5 und 6 § 10 und § 11

zu finden bei: http://www.dgb.de


Hier Daten zur Entlohnung von Zeitarbeitern:

http://www.meinestadt.de/deutschland/berufe-branchen/zeitarbeit/tarifvertraege
=k? !/1




alfons1249

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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 19:47

Aber steht nicht jedem Arbeitnehmer Urlaubs- und Krankengeld zu - aber da herrschen wohl andere Gesetze.. ~k08
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind schon die selben, wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch.
Nur hat er nicht den Stunden- bzw. Bruttolohn, wie der Stammarbeiter in dem Betrieb, wo beide die gleiche Arbeit tun.
Grundlage für die Berechnung seines Urlaubs- und Krankengeldes ist der Lohn, den ihm sein Sklavenhalter zahlt und der liegt nun mal weit unter dem des Stammkollegen.

Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:05

Dem Zeitarbeiter steht laut Tarifvertrag bezahlter Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankeitsfall zu.
Nun den bezahlt aber nicht der Entleiher sondern die Zeitfirma wo der Leiharbeiter angestellt ist...Darum ist das Angebot der Zeitfirma meist gleich oder höher eines vergleichbaren Festangestellten,da Rückstellungen etc. mit kalkuliert werden..

/g\

16

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:07

10 Gründe für eine Zeitarbeitsfirma - für den Arbeitgeber:

Sie zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge

Sie zahlen kein Urlaubs/Weihnachtsgeld

Sie zahlen nur die geleisteten Arbeitsstunden

Sie zahlen keine Lohnfortzahlung bei Krankheit

Sie bestimmen wann und wie lange sie die Mitarbeiter brauchen

Wir unterstützen sie in der Urlaubszeit, bei Krankheit und wenn sie in der Arbeit ersticken

Zeitpersonal entlastet die Arbeit in ihrer Personalabteilung, da die Lohnabrechnung von uns erstellt wird

Wir stellen die Arbeitskleidung

Wir führen die Unterweisung für die Sicherheit am Arbeitsplatz durch

Wir bringen unsere Mitarbeiter durch einen eigenen Fahrdienst pünktlich an den Arbeitsplatz, wenn die öffentl. Verkehrsmittel zu ungünstig sind.

Das alles übernimmt ihre Zeitarbeitsfirma ......aber nicht zum Nulltarif!

10 Gründe für eine Zeitarbeitsfirma - für den Arbeitnehmer:

Leider bin ich da nicht fündig geworden... ~k08



17

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:19

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind schon die selben, wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch.
Nur hat er nicht den Stunden- bzw. Bruttolohn, wie der Stammarbeiter in dem Betrieb, wo beide die gleiche Arbeit tun.
Grundlage für die Berechnung seines Urlaubs- und Krankengeldes ist der Lohn, den ihm sein Sklavenhalter zahlt und der liegt nun mal weit unter dem des Stammkollegen.

Und das ist eine Schw........, das Wort möchte ich hier nicht ausschreiben. Denn für gleiche Arbeit, sollte gleicher Lohn gezahlt werden und

nicht - das sich Dritte noch eine goldene Nase verdienen.

Norle

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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:37

Und das ist eine Schw........, das Wort möchte ich hier nicht ausschreiben. Denn für gleiche Arbeit, sollte gleicher Lohn gezahlt werden und

nicht - das sich Dritte noch eine goldene Nase verdienen.

hmm... ich glaub`Du würdest da andere Worte finden ,wenn Du erstmal die ganzen Tricksereien kennen würdest... Nicht böser,dunkler verwegener Firmen...Nein namhafte deutsche Firmen und Konzerne.. die Entleiher und Zeitfirma in einem sind...wie das geht ? Siehe VW ...da wurden vorne Stammpersonal gekündigt und über die konzerneigene Zeitfirma wurden die Leute zu niedrigen Löhne wieder eingestellt.... Und das macht nicht nur VW sondern viele,viele andere Unternehmen das die Entleiher als Gesellschafter der Zeitfirmen G.m.b.H fungieren etc.

/g\

19

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:41

Und das ist eine Schw........, das Wort möchte ich hier nicht ausschreiben. Denn für gleiche Arbeit, sollte gleicher Lohn gezahlt werden und

nicht - das sich Dritte noch eine goldene Nase verdienen.
Das kann nur der Gesetzgeber ändern.
der hat erlaubt, dass Zeitarbeiter bis zu einem drittel weniger Lohn bekommen dürfen, als Stammkräfte.
Das ist übrigens nur in der BRD so.
=k? !/1




20

Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:58

Dazu die Bundesregierung am 29.4.2011

Schluss mit Missbrauch in der Zeitarbeit!

Zitat:

< Unternehmen entlassen Arbeitnehmer und stellen sie wenig später als Zeitarbeiter mit schlechter Entlohnung für gleiche oder ähnliche

Tätigkeiten wieder ein. Damit soll schluss sein > .

Dafür wurde das Arbeitsnehmer-Überlassungsgesetz geändert. Also hat sich alles zum BESTEN geändert, oder doch nicht..?

Ich war schon immer der Meinung " Zeitarbeitsfirmen = moderner Sklavenhandel " !