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Norle

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1

Mittwoch, 11. August 2010, 08:59

Lang, länger - arbeiten bis 70?

Zitat

Streit um die Rente

Lang, länger - arbeiten bis 70?

11.08.2010, 07:01

Während SPD und CDU noch über die schrittweise Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre streiten, wirft die Arbeitgeberseite bereits eine weitere Zahl in den Raum: Der Chef des Instituts für Wirtschaft, Michael Hüther, prophezeit die Rente mit 70.
Quelle : http://www.sueddeutsche.de/politik/debat…n-bis--1.986759

..wenn man ein Renteneintrittsalter höher als das 65. Lebensjahr verlangt ohne diverse Einschränkungen also für Alle macht sich im Moment unglaubwürdig... Arbeitnehmer die von frühster Jugend an stark körperlich beanspruch waren sind in den meisten Fällen schon "verbraucht" wenn sie in die Nähe der 50 - 60 kommen und wenn sich doch einige Senioren "rüstig" gehalten haben gibt es kaum ein vollwertige Arbeitsstelle,da der deutsche Arbeitsmarkt alles jenseits der der 40 aussortiert...

/g\

2

Mittwoch, 11. August 2010, 10:34

Bei der gestiegenen Lebenserwartung die wir haben, eine zwangsläufige Folge, oder glaubt jemand wirklich, dass mit 35 Berufsjahre und 20 Rentenjahren die Sozialsysteme noch funktionieren?
da der deutsche Arbeitsmarkt alles jenseits der der 40 aussortiert...
(alles nicht, ich hab zum Beispiel noch Arbeit ~k10 )

und eben genau das wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren schon ändern müssen..
Wir bekommen einen starken Mangel an Auszubildenden, schon in diesem Jahr bleiben sehr viele Ausbildungsplätze unbesetzt..
Die Arbeitskräfte über 40 werden sich verstärkt weiter qualifizieren müssen, um dem Arbeitsmarkt weiterhin zur Verfügung stehen zu können..
=k? !/1




alfons1249

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3

Mittwoch, 11. August 2010, 10:55

Bei der gestiegenen Lebenserwartung die wir haben, eine zwangsläufige Folge
Dieses Märchen wollen uns nur die Arbeitgeber und ihre hörigen "Experten" einreden.


dass mit 35 Berufsjahre und 20 Rentenjahren die Sozialsysteme noch funktionieren?
Nicht ganz richtig, aber fast falsch !
Die geforderte Lebensarbeitszeit ist in den letzten Jahren klammheimlich von 40 über 42 auf 45 Jahre erhöht worden, ehe der Werktätige abschlagslos in Rente gehen darf.
Und wer diese 20 Jahre Rente genießen darf, kann sich als einer der Wenigen glücklich schätzen (ich verfolge stets und ständig die Todesanzeigen um nicht zu verpassen, wenn einer meiner "Feinde" ins Gras beißt - selten, daß einer so alt wird, viele sterben schon vor oder kurz nach erreichen des Rentenalters)
Mit der Anhebung der Lebensarbeitszeit, werden nur die Chancen der jüngeren Arbeitnehmer auf einen Platz an der "Werkbank" extrem verringert.


und eben genau das wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren schon ändern müssen..
Ja, die Herabsetzung der Lebensarbeitszeit wieder auf 65 (in einigen Berufen sogar noch darunter) Jahre für die Männer und 60 Jahre für die Frauen.


Wir bekommen einen starken Mangel an Auszubildenden, schon in diesem Jahr bleiben sehr viele Ausbildungsplätze unbesetzt..
Auch nicht ganz richtig, die Zahlen stimmen nämlich nicht, es wurden nur die in diesem Jahr dazugekommenen potentiellen Lehrlinge gezählt, die, die in den letzten Jahren bis heute noch keinen Ausbildungsplatz bekamen, fallen aus der Aufzählung heraus.
Es stimmt einfach nicht, daß nicht genügend Bewerber da sind - sie sind schlichtweg einfach zu doof und/oder zu faul um einen Lehrplatz zu bekommen.


Die Arbeitskräfte über 40 werden sich verstärkt weiter qualifizieren müssen, um dem Arbeitsmarkt weiterhin zur Verfügung stehen zu können..
Wer mit vierzig noch nicht qualifiziert genug ist, wird von keinem einzigen Unternehmen zu einer Aus-bzw.Weiterbildung mehr geschickt, oder eben sehr sehr selten.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

4

Mittwoch, 11. August 2010, 11:00

wird von keinem einzigen Unternehmen zu einer Aus-bzw.Weiterbildung mehr geschickt, oder eben sehr sehr selten.
Sooo sehr sehr selten ist das gar nicht..

Man könnte natürlich auch selber für seine Weiterbildung sorgen..
=k? !/1




alfons1249

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5

Mittwoch, 11. August 2010, 11:16

Man könnte natürlich auch selber für seine Weiterbildung sorgen..
Lächerlich, niemand hat das Geld dazu . . .
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

6

Mittwoch, 11. August 2010, 11:25

Manch einer hat wohl eher keine Lust, Geld für seine Weiterbildung in die Hand zu nehmen..
=k? !/1




Norle

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7

Mittwoch, 11. August 2010, 18:04

Die Arbeitskräfte über 40 werden sich verstärkt weiter qualifizieren müssen, um dem Arbeitsmarkt weiterhin zur Verfügung stehen zu können..
Kaum ein Institut oder Unternehmen der Erwachsenbildung führt eine Weiterbildung oder Qualifizierung mit "Schülern" die älter als 40 sind durch, weil auf dem Arbeitsmarkt kein Interesse besteht... Das Arbeitsamt führt Umschulungen durch aber nur weil dann hinterher die Arbeitslosenzahlen wesentlich besser aussehen aber die Leute weiterhin arbeitslos sind...
Bei der gestiegenen Lebenserwartung die wir haben, eine zwangsläufige Folge, oder glaubt jemand wirklich, dass mit 35 Berufsjahre und 20 Rentenjahren die Sozialsysteme noch funktionieren?
Zitat von »Norle« da der deutsche Arbeitsmarkt alles jenseits der der 40 aussortiert...
(alles nicht, ich hab zum Beispiel noch Arbeit )

und eben genau das wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren schon ändern müssen..
..das setzt wiederrum voraus das die Betriebe bzw. die Arbeitgeber ein System der Gesundheitsvorsorge betreiben das der Arbeitnehmer der körperlich stark beansprucht wird eben nicht mit 40 "ausgepower" ist .. Und in dieser Hinsicht wird ehr abgebaut als investiert...Man will Profite bis zum Anschlag aber der Arbeitnehmer trägt das Risiko wenn er es dann nicht schafft bis zur Rente das er mit den paar Cent der Invaliden-Rente zufrieden sein muss ob wohl er dann schon 40 Jahre auf dem Buckel hat...
Man könnte natürlich auch selber für seine Weiterbildung sorgen..
..das setzt aber voraus das man "vernünftig" verdient um sich was zusammen zusparen,aber bei den "Hungerlöhnen" was mancher Orts gezahlt wird, so das die Leute noch das Amt anbetteln müssen, wird das nichts !

/g\

8

Donnerstag, 12. August 2010, 00:57

Zitat von »Flora«
Bei der gestiegenen Lebenserwartung die wir haben, eine zwangsläufige Folge

Dieses Märchen wollen uns nur die Arbeitgeber und ihre hörigen "Experten" einreden.

Was Du immer mit Deinen Märchen hast.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Menschen heutzutage älter werden, als früher.
Und dem muß in irgendeiner Weise nun mal Rechnung getragen werden.



Zitat von »Flora«
dass mit 35 Berufsjahre und 20 Rentenjahren die Sozialsysteme noch funktionieren?

Nicht ganz richtig, aber fast falsch !

Weder noch.
Die Sozialsyteme sind schon lange überreizt.
Das liegt aber in erster Linie an Leistungsempfängern, die niemals in die Sozialkassen eingezahlt haben, aber daraus nun versorgt werden - müssen.



Zitat von »Flora«
und eben genau das wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren schon ändern müssen..

Ja, die Herabsetzung der Lebensarbeitszeit wieder auf 65 (in einigen Berufen sogar noch darunter) Jahre für die Männer und 60 Jahre für die Frauen.

Das ist überhaupt nicht finanzierbar.



Zitat von »Flora«
Man könnte natürlich auch selber für seine Weiterbildung sorgen..

Lächerlich, niemand hat das Geld dazu . . .

Aber ein neues Auto, ein Großbildfernseher, 2 x Urlaub/Jahr im Ausland etc. dafür ist das Geld da?
Viele Mittelständische Betriebe bieten sogar interne Weiterbildung an, die dem Arbeitnehmer gar nichts kosten.
Nur den @rsch muß man schon selber hochkriegen.



Zitat von »Flora«
Bei der gestiegenen Lebenserwartung die wir haben, eine zwangsläufige Folge, oder glaubt jemand wirklich, dass mit 35 Berufsjahre und 20 Rentenjahren die Sozialsysteme noch funktionieren?
Zitat von »Norle« da der deutsche Arbeitsmarkt alles jenseits der der 40 aussortiert...
(alles nicht, ich hab zum Beispiel noch Arbeit )

und eben genau das wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren schon ändern müssen..

..das setzt wiederrum voraus das die Betriebe bzw. die Arbeitgeber ein System der Gesundheitsvorsorge betreiben das der Arbeitnehmer der körperlich stark beansprucht wird eben nicht mit 40 "ausgepower" ist .. Und in dieser Hinsicht wird ehr abgebaut als investiert...

In einem anderen Thema wurde erwähnt, das die Hauptlast der deutschen Wirtschaft auf dem Mittelstand lastet.
Und die tun gut daran, ein integriertes Gesundheits-Management zu betreiben, senken sie doch auf diese Weise die Kosten für die Berufsgenossenschaften und die Fehlzeiten der Arbeitnehmer.
Der Betrieb hat also mehr Vor, als Nachteile.



Zitat von »Flora«
Man könnte natürlich auch selber für seine Weiterbildung sorgen..

..das setzt aber voraus das man "vernünftig" verdient um sich was zusammen zusparen,aber bei den "Hungerlöhnen" was mancher Orts gezahlt wird, so das die Leute noch das Amt anbetteln müssen, wird das nichts !

Wann fängt bei Dir "vernünftiger" Verdienst an?
Bei 2000,-€, 3000,-€ oder noch mehr?
Egal, was einer verdient, er wird immer sagen, dass es zu wenig ist.

Als es die Abwrackprämie gab, hatten komischerweise alle das Geld für ein neues Auto.
Ob sie es brauchten, oder nicht.
Aber für die berufliche Weiterbildung / Qualifikation ist nichts übrig?

Wie sagte Alfons so treffend: "Lächerlich"?

?(

alfons1249

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9

Donnerstag, 12. August 2010, 07:18

@Emerald Isle

Ich glaube nicht, daß es der Diskussionskultur dienlich ist, wenn (nicht nur) Du, anstatt wie es einige andere Teilnehmer machen, die Kernaussagen zitieren und kommentieren, Dich auf Neben-, Vor- und Nachsätze der Beiträge stürzt und in völliger Verdrehung der Aussagen diese kommentierst.
Ich habe es schon desöfteren gesagt, daß scheinbar das sinnerfassende Lesen nicht nur ein heutiges Problem ist, sondern scheinbar über die letzten vierzig bis fünfzig Jahre in den alten Bundesländern regional gar nicht gelehrt wurde.
Leider trifft dieser Mangel an der deutschen Sprache viele Menschen innerhalb und außerhalb der Foren.
Gut, oder besser nicht gut, mit den ewigen Verfälschungen meiner Aussagen muß ich leben, aber freude an einem gesunden Disput kommt dabei nicht auf.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


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Norle

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Donnerstag, 12. August 2010, 07:40

Doch kein Jobwunder für Ältere?

Zitat

Mittwoch, 11. August 2010

65, 67, 70 - Streit um Rentenalter

Doch kein Jobwunder für Ältere?

Die Koalition spricht von einem Beschäftigungsboom für Ältere und pocht auf den Start 2012 für die Rente mit 67. Täuschung, kritisiert die SPD: Nicht 40, sondern nur 21,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen haben tatsächlich eine sozialversicherungspflichtige Arbeit.
Quelle :http://www.n-tv.de/politik/Doch-kein-Job…cle1247201.html

..wenn heutzutage ein Arbeitnehmer ,der im Rentenalter (58 +) ist kein Schreibtischjob hat ist endweder arbeitslos(Hartz IV) oder hat einen Nebenjob wozu man keine "lebenslange Berufserfahrung" benötigt... Das Argument man brauche die Erfahrung der "Alten" stimmt zwar in Schweden und anderen nordischen Ländern aber nicht bei uns... Altersarmut anstatt Lohn ihrer Lebensarbeit ist ein Stichwort bei uns

/g\

11

Donnerstag, 12. August 2010, 08:16

Die Rente mit 67 ist doch ein Zukunftsmodell, erst im Jahr 2027 wird das, wenn überhaupt, so sein.

Bis dahin werden die Arbeitskräfte so knapp sein, dass man entweder die Erfahrung der Alten braucht, oder aber die Arbeitsplätze durch gezielte Zuwanderung von außen besetzt..
=k? !/1




alfons1249

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12

Donnerstag, 12. August 2010, 08:32

Zitat

Nur 21,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen gingen 2008 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, räumte ein Sprecher des Arbeitsministeriums in Berlin ein.
Eine optimistische Einschätzung, die aber um Einiges höher ausfällt, als es die Realität zeigt.
Alle diejenigen, die durch windige Rechnereien, persönliche Abmeldung bei der AfA oder einfach nur bei der ArGe in Hartz IV stehen, werden ganz einfach nicht als arbeitslos angesehen und stehen nach Berliner Milchmädchenrechnung dann eben in Lohn und Brot.

Zitat

Von der Leyen hatte dagegen zuletzt eine Beschäftigungsquote von 40 Prozent für diese Altersgruppe genannt und dabei auch Mini-Jobber, Aushilfen und Selbstständige einbezogen.
In der typischen Art der Selbstbeweihräucherung schönen die Mitglieder der Berliner Schangeltruppe ihre miesen Bilanzen.
Wer, wie die Frau v. d. Leyen diese drei Gruppen mit in die Kategorie "normaler Arbeitnehmer" eingliedert, verkennt absichtlich oder in purer Dummheit die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt.


Zitat

Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Werner Dreibus, verwies auf frühere Regierungsaussagen aus dem Juni, nach denen von den 64-Jährigen sogar nur noch jeder Zehnte beschäftigt ist.
Wenn er sich auf die Aussagen der Regierung vom Juni beruft, wie kann es dann kommen, daß in so kurzer Zeit von eben dieser Regierung, oder besser einem Mitglied der selben und von anderer offizieller Stelle völlig von der ersten Aussage abweichende Zahlen auf den Tisch gelegt werden ?
Hat auch das Arbeitsministerium, so wie Frau v. d. Leyen, die eigenen Zahlen schöngerechnet ? (normal ist diese Vorgehensweise ja)

Zitat

Der Sprecher des Arbeitsministeriums wies allerdings darauf hin, dass esbei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen für Ältere in den vergangenen Jahren eine "hochdynamische Entwicklung" gegeben habe. Im Jahr 2000 seien von den über 60-Jährigen erst 10,7 Prozent in Arbeit gewesen.
Nun, das ist ja auch kein Wunder, denn zu dieser Zeit wirkte sich die beispielslose Demontage der ostdeutschen Wirtschaft extrem auf die Arbeitslosenzahlen aus. Zu denen in den alten Bundesländern kamen jetzt die hunderttausende aus den Groß-, Mittel- und Kleinbetrieben des Ostens schlagartig dazu.
Daß die relativen Zahlen sich ein wenig verbessert haben sollen, ist aber einer ganz anderen Dynamik zu "verdanken", denn mittlerweile sind eine erhebliche Anzahl dieser Menschen entweder schon lange im Rentenalter (was ja logisch ist) bzw. sind auch viele vor erreichen des Rentenalters schlichtweg aus der Statistik herausgelogen oder auch nur verstorben (und das prozentual mehr als statistisch gewöhnlich)
Das Arbeitsministerium hat sich mit dieser Aussage selber in die Pfanne.
Wenn im Juni 2010 aus Regierungskreisen verlautet, daß die Beschäftigungsquote der 64-jährigen bei 10% liegt und das Arbeitsministerium vom Jahre 2000 behauptet, daß diese Quote bei den über 60-jährigen ebenfalls bei nur 10% lag, wo sehen diese Leute dien "hochdynamische entwicklung" ? ? ?
Oder vergleichen sie, wie sie es gewohnt sind, mal wieder Äppel mit Birn'n ? ? ?

Zitat

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) bekräftigte die Haltung von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Schon jetzt arbeite nur eine Minderheit der Beschäftigten bis zum 65. Lebensjahr, sagte Machnig dem MDR. "Nur 14 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer zwischen 60 und 64 sind noch berufstätig. Das heißt, der Großteil ist vorher in Rente gegangen."
Gehen wir mal davon aus, daß bei den Frauen schon der reale Anteil extrem niedrig liegt, weil sie, anstatt als arbeitslos gerechnet werden, perfiderweise als "Hausfrau und Mutter" gezählt werden.
Bei den Männern sind es auch ein relativ großer Anteil, der nicht, wie behauptet "in Rente gegangen" ist, sondern einfach nur ALG II bezieht, und deshalb nicht zum unübersehbaren Heer der Arbeitslosen gezählt werden.
Und alle diejenigen, die aufgegeben haben, sich (so wie ich ebenfalls) von der AfA abgemeldet haben, weil sie es satt hatten im hohen Alter wie ein unmündiges Kind gegängelt, gedemütigt und verhöhnt zu werden, beziehen zwar keine Rente, tauchen in keiner Statistik auf, aber sie existieren als Mensch - allerdings nicht als vorzeigbare Zahl in irgend einer Bilanz der Politclowns.
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Donnerstag, 12. August 2010, 08:46

Bis dahin werden die Arbeitskräfte so knapp sein, dass man entweder die Erfahrung der Alten braucht, oder aber die Arbeitsplätze durch gezielte Zuwanderung von außen besetzt..

..die Tendenz geht aber eindeutig von Seiten der Wirtschaft mehr auf Zuwanderung... Man hat eigentlich zu keiner Zeit auf die langjährige Erfahrung von Alteren gesetzt da man in Deutschland dem "Jugendwahn" erlegen ist... In anderen Ländern baut man auf die Erfahrung und die Qualifizierung Älterer, ist ja ein Grundstein des dortigen System "Fördern und fordern" was wir übernommen haben aber nicht 1:1 umsetzen..

/g\

alfons1249

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Donnerstag, 12. August 2010, 08:57

Bis dahin werden die Arbeitskräfte so knapp sein, dass man entweder die Erfahrung der Alten braucht, oder aber die Arbeitsplätze durch gezielte Zuwanderung von außen besetzt..
Wenn in der Bundesrepublik ein Heer von Arbeitslosen in einer Höhe von etwa 10 Millionen Menschen (Tendenz rapide steigend) zur Verfügung steht, eine Unmasse von jungen Menschen keine Ausbildung bekommen, kann es rein praktisch bei einem Angebot von 1 Million freien Arbeitsplätzen nicht zu einem "dramatischen Arbeitskräftemangel" kommen.
Dieser Mangel ist hausgemacht und rechtfertigt in keiner Weise die Anhebung der Lebensarbeitszeit, die Anhebung des Renteneintrittsalters und schon gar nicht die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte mit Sozialhilfeanwärtern im Troß.
Hier sind die Unternehmen gefordert und die Politik verpflichtet auch ohne diese lächerlichen Gedankenspiele Abhilfe zu schaffen, nämlich daß das Arbeitskräfteangebot sinnvoll ausgeschöpft wird.
Wenn die künftigen Lehrlinge schlichtweg zu blöd sind, dann müssen eben die Ausbildungsbetriebe und die Berufsschulen den versäumten Lehrstoff nachholen, und nicht, wie es heute üblich ist, diese Menschen einfach durch das Rost fallen lassen.
Dann müssen AFA und ArGe ihre Aufgaben und Pflichten in der Form erfüllen, daß sie die Arbeitslosen Menschen für die Berufe weiterbilden, die auch benötigt werden (jedes Jahr nur ein Bewerbungstraining anzubieten ist eben weitaus zu wenig).
Richtig ist nur, daß die Wirtschaft die Erfahrung der Alten dringend benötigt, aber dazu ist es nicht notwendig diese zwangsweise bis 70 im strammen Arbeitsleben auszupressen.
Es genügt lediglich diesen Menschen die Chance zu geben, wenigstens bis zum Erreichen des normalen Rentenalters (Männer bis 65 und Frauen bis 60 Jahre) in ihrem Beruf arbeiten zu dürfen.
Desweiteren muß das Renteneintrittsalter viel flexibler gestaltet werden um den Anforderungen der verschiedensten Berufe an Gesundheit und körperlicher Leistungsfähigkeit gerecht zu werden.
Streifenpolizisten, Dachdecker, Stahlarbeiter mit siebzig sind ein Unding - Aber auch Beamte, Angestellte, Bürokräfte eben, die mit fünfundsechzig Jahren und darunter schon in Pension bzw, Rente gehen dürfen sind ein Ding der Unmöglichkeit.
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