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Mittwoch, 24. März 2010, 11:20

Wohn-Pauschale bei Hatz IV soll Kosten senken

Zitat

Wohn-Pauschale bei Hartz IV soll Kosten senken

Das bestehende Wohnkosten-System werde von Hartz-IV-Empfängern ausgereizt, beklagt sich die Bundesagentur für Arbeit und schlägt stattdessen eine Wohnpauschale vor. Man müsse die Leute dazu bringen, sich günstigen Wohnraum zu beschaffen. Die Höhe der Pauschale soll vom Wohnort abhängen.
Quelle und mehr: http://www.welt.de/politik/article690472…ten-senken.html
=k? !/1




2

Donnerstag, 25. März 2010, 09:20

Naja, wenn ich jemandem 50 Cent in die Hand drücke und ihm sage: "Kauf davon einen Liter Milch.", dann werde ich mich hinterher sicherlich auch beschweren können, dass er die 50 Cent voll ausgereizt hat, wenn er mit der Milch ankommt...

Was ich sagen will: Die anerkannten Wohnkosten sind derart gering (was grundsätzlich auch ok ist), weil die Berechnungsgrundlagen mit den heutigen Mietpreisen nichts mehr viel gemein haben, dass es sehr, sehr schwierig wird, überhaupt eine entsprechende Wohnung, die sich im anerkannten Rahmen bewegt, zu finden.
Ob es unter diesen Umständen gerecht ist, den Hartz IV-Empfängern ein "Ausreizen" vorzuwerfen, halte ich mal für fragwürdig.

Mal ganz abgesehen davon, dass es den ein oder anderen Vermieter gibt (z.B. in Hamburg geht grad einer durch die Presse), der die Notlage der Leistungsempfänger derart ausnutzt, dass er überhöhte, aber gerade noch von der Arge finanzierte, Mieten verlangt.
Sowas wie 350,-EUR für ne 15qm Bude...

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 568

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

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3

Donnerstag, 25. März 2010, 11:24

Die anerkannten Wohnkosten sind derart gering (was grundsätzlich auch ok ist), weil die Berechnungsgrundlagen mit den heutigen Mietpreisen nichts mehr viel gemein haben, dass es sehr, sehr schwierig wird, überhaupt eine entsprechende Wohnung, die sich im anerkannten Rahmen bewegt, zu finden.
Das Problem ist aber, daß die ArGe von zwei Seiten das Problem angeht: Einmal von der Quadratmeterzahl und zum Zweiten vom Mietpreis und beide Male immer nur zu Ungunsten des Hartz IV-Mieters
Unsere Tochter hat jetzt drei Kinder (9 und 10 Jahre und 7 Monate), wobei das dritte völlig ungeplant war und auch zu spät entdeckt wurde
Nun steht ihr laut Sozialgesetzbuch ein Wohnraum von 105 m² zu
Den bekommt man aber nicht für die als Höchstmenge ausgewiesene Miete, denn die ist ja begrenzt
Jetzt hat sie sich aber eine Wohnung herausgesucht, die zwar in der Miete auf Grund des Sanierungsgrades (also mal ehrlich, ich habe keinen qualitativen Unterschied im Zustand der beiden Wohnungen bemerkt) innerhalb des Rahmens liegt, aber um etwa 8 m² über den 105 m² liegen würde
Jetzt stellt sich die ArGe auf die Hinterbeine und verweigert den Umzug
Da sich aber die angedachte Mietpauschale ebenfalls am örtlichen Mietspiegel orientieren muß, wird sich für die Betroffenen wohl nichts aber auch gar nichts ändern, nur die Bürokratie wird immer aufgeblasener
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

4

Donnerstag, 25. März 2010, 11:48

Einmal von der Quadratmeterzahl und zum Zweiten vom Mietpreis und beide Male immer nur zu Ungunsten des Hartz IV-Mieters
aber um etwa 8 m² über den 105 m² liegen würde
genau, denn diese wahnsinnigen 8qm mehr würden ja die Heizkosten ins Unermessliche steigen lassen, so dass diese dann wieder nicht angemessen sind... ... ...
es ist manchmal schon zum k_ t z _ n wenn man sich die Vorschriften anschaut...