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1

Dienstag, 2. März 2010, 10:07

.. und Arbeit lohnt sich doch

Zitat

Arbeit lohnender als Hartz IV

Vize-Kanzler Westerwelles These, Hartz IV sei finanziell reizvoller als eine Arbeit, wird durch eine Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes widerlegt. Fast 200 exemplarische Fälle zeigen:
selbst bei extrem niedrigen Löhnen kommt am Ende deutlich mehr raus.


Vollzeit-Beschäftigte haben nach einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes selbst bei geringem Verdienst mehr Geld zur Verfügung als Hartz-IV-Empfänger. Dies gelte auch bei einem Stundenlohn knapp unter sechs Euro, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider bei der Präsentation der Expertise mit 196 Beispielrechnungen.
Quelle und mehr: http://www.n-tv.de/politik/Arbeit-lohnen…icle753693.html
=k? !/1




alfons1249

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2

Dienstag, 2. März 2010, 11:00

Dieser Herr Schneider lügt sich doch in die eigene Tasche
Die Kritik an dem Mißverhältnis zwischen Hartz IV und regulärer Arbeit ist schon berechtigt
Wenn der Herr Schneider nun aber Minilohn bevorzugt, der wiederum durch staatliche Zuschüsse auf oder knapp über Hartz IV-Niveau angehoben werden muß, schöpft er wieder nur aus Steuertöpfen
Es ist doch dem Steuerzahler völlig egal, ob sein Geld nun direkt in den Hartz IV-Topf kommt für Aufstocker oder einen kleinen Umweg macht über die Wohn- bzw. Kindergeldstelle
Er gibt dem Kind einen anderen aber ebenso falschen Namen und ist der Meinung, die Wirtschaft und den Staat damit gerettet zu haben
Er rettet damit aber nur die übervollen Sparstrümpfe der Arbeitgeber
Der Arbeitnehmer und der, dem die Arbeit genommen wurde, krebst so oder so am Existensminimum am Boden herum
Da frage ich mich doch glatt, wer diesen Herren bezahlt und/oder ihm dieses hirnrissige Ergebnis der genannten Studie vorgegeben hat


;V.
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3

Dienstag, 2. März 2010, 11:45

Da frage ich mich doch glatt, wer diesen Herren bezahlt und/oder ihm dieses hirnrissige Ergebnis der genannten Studie vorgegeben hat

Der Sozialverband hat sich bisher insbesondere für die Schwächeren eingesetzt und diese unterstützt.
Wenn er berechnet, wie die Situation wirklich unter Einbeziehung aller staatlichen Hilfen ist, finde ich das gerechtfertigt.
Ihm deshalb Käuflichkeit zu unterstellen, finde ich schon etwas gewagt.

Wenn er von einer Lohnuntergrenze von 6 Euro ausgeht, dann halte ich das für Zeit auch für realistisch, solche Löhne werden nun mal im Moment für bestimmte, einfache Tätigkeiten gezahlt.

Das heißt für mich aber auch, dass besser ausgebildete Arbeitskräfte mehr bekommen sollten und jeder vernünftig denkende Unternehmer sollte auch so handeln.
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alfons1249

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4

Dienstag, 2. März 2010, 12:48

Wenn er von einer Lohnuntergrenze von 6 Euro ausgeht, dann halte ich das für Zeit auch für realistisch, solche Löhne werden nun mal im Moment für bestimmte, einfache Tätigkeiten gezahlt.
Ich rechne mal einen Achtstundentag bei einundzwanzig Monatsarbeitstagen und kommen summa summarum, bei sechs Euro brutto die Stunde, auf ganze 1008,- Brutto im Monat
Wer zum Teufel soll davon leben ? ? ?
Wenn man die Abzüge abrechnet sind das allerhöchstens sechshundertfünfzig Euro
Miete und Fixkosten davon bezahlt, bleiben maximal einhundert Euro zum "Leben"
finde ich das gerechtfertigt.
Gerechtfertigt ? ? ? ? Na, ich weiß ja nicht . . .
Dann ist dieser Mensch noch genau so auf staatliche Hilfe angewiesen, wie jeder andere Hungerlöhner auch
solche Löhne werden nun mal im Moment für bestimmte, einfache Tätigkeiten gezahlt.
Das sage mal einer ausgebildeten Friseuse, die mit drei Euro die Stunde abgespeist wird . . .
Das sage mal einer Gebäudereinigerin, die für 3,50 € die Stunde rackert (-zig Treppenaufgänge am Tag) . . .
Diese Aufzählung könnte man bis morgen weiterführen und würde noch kein Ende sehen
Jeder Lohn, der unter acht Euro liegt (1344,-/Monat) oder bei dem Vater Staat irgendetwas ergänzend hinzufügen muß, ist asozial, da ändert das Gelaber dieses Wohlfahrtsfuzzies gar nichts
Ich sehe es sowieso als eine grundsätzliche Schande dieses Staates an, daß die grundlegenden staatlichen Pflichten von privaten Vereinen ersatzweise erfüllt werden müssen


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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »alfons1249« (2. März 2010, 15:40)


5

Dienstag, 2. März 2010, 15:19

Das war meine Aussage:
Wenn er berechnet, wie die Situation wirklich unter Einbeziehung aller staatlichen Hilfen ist, finde ich das gerechtfertigt.
Verdeutlichung: Er hat gesagt, wie die Situation wirklich ist.

Jeder Lohn, der unter acht Euro liegt oder bei dem Vater Staat irgendetwas ergänzend hinzufügen muß, ist asozial
Ich befürchte, dass wir uns Löhne für ungelernte Tätigkeiten in dieser Höhe nicht leisten können.
Überleg Dir mal, was Spargel oder Erdbeeren dann z.B. kosten würden, die Altpapierentsorgung und ähnliches.

Die Löhne für alle, die eine Ausbildung haben, müssen in jedem Fall darüber liegen.


Zitat

Wenn
er von einer Lohnuntergrenze von 6 Euro ausgeht, dann halte ich das für
Zeit auch für realistisch, solche Löhne werden nun mal im Moment für
bestimmte, einfache Tätigkeiten gezahlt.
.. für ungelernte Kräfte.

Der Stundenlohn für die Friseurin ist für mich sittenwidrig.
=k? !/1




6

Dienstag, 2. März 2010, 19:52


Da ich nicht in meinem erlernten Beruf arbeite, sondern in der chemischen Industrie, gelte ich (wie etwa 90% der gewerblichen Arbeitnehmer in unserem Betrieb) als ungelernter, bzw. als angelernter Arbeiter.
Wenn nun der Arbeitgeber die 6,-€/Std. ansetzen würde, bekämen wir Gewerblichen nur noch ~45% des bisherigen Lohns.
Mal abgesehen davon, das die Gewerkschaft da nicht mitspielen würde, könnte der Betrieb auch gleich dicht machen.
Denn wer noch Jung ist, würde sich was anderes suchen und der Rest würde weder Qualität noch Quantität liefern/können.
Unser mittelständisches Familienunternehmen weiß das und kann sich (wie im letzten Kriesenjahr gezeigt) voll und ganz auf die Belegschaft verlassen - ob nun ungelernt, angelernt oder gelernt.

7

Dienstag, 2. März 2010, 20:14

...gelte ich (wie etwa 90% der gewerblichen Arbeitnehmer in unserem Betrieb) als ungelernter, bzw. als angelernter Arbeiter.
Wenn nun der Arbeitgeber die 6,-?/Std. ansetzen würde, bekämen wir Gewerblichen nur noch ~45% des bisherigen Lohns.
Vielleicht hätte ich mich besser ausdrücken müssen. Ich sehe da einen Unterschied: Du kannst als ungelernter Arbeiter Hilfsarbeiten machen = Straße fegen oder Papierpakete einsammeln und auf den LKW schmeißen, dafür finde ich 5-6 € angemessen, oder aber in einem Betrieb als angelernte Kraft zu einem anderen Lohn arbeiten.

In unserem Betrieb sieht der Tarifvertrag dafür mehrere Stufen vor:
da gibt es z.B. die Formulierung:
"Arbeiten, die eine Anlernzeit von.... benötigen" = Summe x.

Obwohl in meinem Betrieb niemand gewerkschaftlich organisiert ist, wird leicht übertariflich bezahlt, dann auch dieses Familienunternehmen weiß, was ihm die Arbeitskräfte wert sind.
Leiharbeiter kämen hier niemals hinein.

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alfons1249

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8

Mittwoch, 3. März 2010, 10:20

Bei meiner letzten über fünfzehn Jahre laufenden Tätigkeit gab es zwei Kategorien Mitarbeiter:
Facharbeiter und Angelernte
Beide haben aber den gleichen Lohn erhalten, weil beide auch die gleiche Arbeit geleistet haben
Unterschiede gab es nur in der Einstufung nach "Dienst(Tätigkeits)jahren" in dieser Beschäftigung und/oder im Betrieb
Der Betrieb hätte nach diesem Muster glatt zwei Drittel an Lohnkosten sparen können, wenn er die angelernten AN mit sechs Euronen abgespeist hätte
Es ist und bleibt aber eine schreiende Ungerechtigkeit, wenn ein Mensch, egal welcher Tätigkeit er nachgeht, nicht ohne staatliche Alimentierung existieren kann (von "leben" spreche ich gar nicht erst)


Wenn ich über meine ganze Lebensarbeitszeit so zurückblicke, habe ich eigentlich ganze vier Monate in meinem gelernten Beruf gearbeitet
Nach meiner Wehrdienstzeit mußte ich sofort eine artfremde Tätigkeit aufnehmen, weil mein Lehrbetrieb nicht mehr existierte
Sämtliche anderen Berufe waren nur durch Qualifikationen geschult, also angelernt
Aber finanzielle Nachteile gegenüber den Facharbeitern gab es dadurch nie - das habe ich erst idELa kennengelernt


;V.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alfons1249« (3. März 2010, 10:29)


9

Mittwoch, 3. März 2010, 10:36

Der Betrieb hätte nach diesem Muster glatt zwei Drittel an Lohnkosten sparen können, wenn er die angelernten AN mit sechs Euronen abgespeist hätte

Alfons, nochmal: In meinem Betrieb werden die angelernten Kräfte nach dem dafür vorgesehenen Tarif bezahlt (mehr als 6 €), plus eines freiwilligen Zuschlages, die Arbeitskräfte mit Ausbildung nach ihrem Tarif, plus eines Zuschlages.

Zitat

Du
kannst als ungelernter Arbeiter Hilfsarbeiten machen = Straße fegen
oder Papierpakete einsammeln und auf den LKW schmeißen, dafür finde ich
5-6 € angemessen,
Verrate mal, wie das finanziert werden soll, dass jemand vom Papiereinsammeln keine Alimentierung, in welcher Form auch immer, braucht..

Wenn ich sehe, dass jemand mit Steuerklasse V bei 1000 € brutto 175,-€ Lohnsteuer und 9,50 € Soli abführen muss, dann macht mich das schon nachdenklich..
=k? !/1




10

Mittwoch, 3. März 2010, 17:29

Wenn ich über meine ganze Lebensarbeitszeit so zurückblicke, habe ich eigentlich ganze vier Monate in meinem gelernten Beruf gearbeitet
Ha, da komm ich auf sechs Monate.


Sämtliche anderen Berufe waren nur durch Qualifikationen geschult, also angelernt
Aber finanzielle Nachteile gegenüber den Facharbeitern gab es dadurch nie - das habe ich erst idELa kennengelernt


Da will ich aber mal dazwischen rufen und etwas differenzieren.
Als ich im 3. Lehrjahr war, hat ein "Kollege" einer anderen Zimmerei seinen Ausbildung abgebrochen und bei uns im Betrieb als ungelernter Bauhelfer angefangen.
Im Gegensatz zu meiner Ausbildungsvergütung hat der etwa ein drittel mehr Lohn gehabt.
Selbst als ich die Gesellenprüfung bestanden und als "Junggeselle" beschäftigt war, hatte der immer noch etwas mehr.
Nach 2 Jahren hätte ich ihn aber schon überholt, weil ich als Zimmermann mit Gesellenbrief einen höheren Tariflohn bekommen hätte, als der Bauhelfer.

Jetzt in der chemischen Industrie sieht das ganze schon anders aus.
Den Lehrberuf des Chemikanten gibt es erst seit kurzer Zeit, vorher konnten also alle nur ungelernt/angelernt sein.
Möglicherweise wird es in einigen Jahren auch da Tarifunterschiede geben.
Warum das ganze?
Der Chemikant durchläuft während der Ausbildung so ziemlich alle Bereiche im Werk, ist also viel flexibler einsetzbar als jemand, der "nur" an 2 oder 3 verschiedenen Plätzen arbeiten kann.
Ist halt ein Unterschied, ob jemand fast 3 Jahre lernt, oder eine Tätigkeit innerhalb von 1 - 2 Wochen "reingeprügelt" kriegt.

11

Donnerstag, 4. März 2010, 17:26

Der Chemikant durchläuft während der Ausbildung so ziemlich alle Bereiche im Werk, ist also viel flexibler einsetzbar als jemand, der "nur" an 2 oder 3 verschiedenen Plätzen arbeiten kann.
Ist halt ein Unterschied, ob jemand fast 3 Jahre lernt, oder eine Tätigkeit innerhalb von 1 - 2 Wochen "reingeprügelt" kriegt.

Und deshalb sollte es auch m.E. weiterhin Regel sein, dass der gelernte Arbeiter grundsätzlich erstmal mehr verdient als der ungelernte.

Wo soll es denn hinführen, wenn es dort keine Unterschiede in der Bezahlung mehr gäbe? Würde dann überhaupt noch jemand eine qualifizierte Ausbildung machen?
Wozu bräuchte man die denn noch?

12

Donnerstag, 4. März 2010, 17:37

Ich rechne mal einen Achtstundentag bei einundzwanzig Monatsarbeitstagen und kommen summa summarum, bei sechs Euro brutto die Stunde, auf ganze 1008,- Brutto im Monat
Wer zum Teufel soll davon leben ? ? ?
Wenn man die Abzüge abrechnet sind das allerhöchstens sechshundertfünfzig Euro
Miete und Fixkosten davon bezahlt, bleiben maximal einhundert Euro zum "Leben"
Naja, es sind bei einem Ledigen in Steuerklasse I so ziemlich genau 785,18 EUR, also knapp mehr als 650,-€.
Das macht die Sache zwar nicht zwingend besser, entspricht aber einfach der Realität!!!


Jeder Lohn, der unter acht Euro liegt (1344,-/Monat) oder bei dem Vater Staat irgendetwas ergänzend hinzufügen muß, ist asozial
Offensichtlich scheinst Du nicht zu verstehen, dass ein Lohn in einer gewissen Höhe nur dann gezahlt werden kann, wenn das entsprechende Unternehmen oder der Betrieb dieses Geld auch erwirtschaftet...?

alfons1249

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13

Freitag, 5. März 2010, 08:16

Naja, es sind bei einem Ledigen in Steuerklasse I so ziemlich genau 785,18 EUR, also knapp mehr als 650,-?.
Das macht die Sache zwar nicht zwingend besser, entspricht aber einfach der Realität!!!
Nun, ich habe nicht geschrieben, daß es sich um konkrete Zahlen handelt, sondern um runde bzw. fiktive Werte
Genaue Zahlen kann ich nicht bieten, denn meine Lohnzettel waren für mich so interessant, wie die Wasserstandsmeldung der Jeetze bei Ostwind
Nach dem Motto: "Wenn ich draufschaue, bescheißt mich der Betrieb genauso, als wenn ich den Zettel gleich unbesehen abhefte"
Da stand eben auf dem Kontoauszug schon einen oder zwei Tage früher eine vierstellige Zahl, die vorne eine "Eins" aufwies, alles andere war Nebensache, außer der zweiten Ziffer, denn die sollte wenigstens immer eine "Zwei" oder größer sein
Offensichtlich scheinst Du nicht zu verstehen, dass ein Lohn in einer gewissen Höhe nur dann gezahlt werden kann, wenn das entsprechende Unternehmen oder der Betrieb dieses Geld auch erwirtschaftet...?
Ich verstehe schon, was gemeint ist
Aber wenn zwei oder drei Etagen höher die Schlipsträger (ich habe die letzten fünfzehn Jahre auch so ein Dingens um den Hals gehabt aber nicht freiwillig) monatlich Netto soviel nach Hause schleppt, wie ich oder eben jeder andere gut bezahlte Arbeitnehmer, Brutto im Jahr auf der Abrechnung stehen hat, dann läuft da was gewaltig schief und die Frage nach diesen Acht Euronen Mindestlohn ist da wohl nicht sehr weit hergeholt und völlig gerechtfertigt und: In jedem Fall auch bezahlbar


Es sollte auch nach der Arbeit abgerechnet werden und nicht nach der Qualifikation
Ich habe als Angelernter genausoviel verdient, wie mein Kollege mit dem entsprechenden Facharbeiterbrief, eben weil wir beide die quantitativ und qualitativ gleiche Arbeit geleistet haben (wobei es völlig uninteressant war, daß der Kollege nur den einen Facharbeiter hatte, eben für diesen Beruf und ich über -zig andere Qualifikationen verfügte, die aber eben für die Ausübung dieses Berufes nicht relevant waren)
Und es ist und bleibt ungerecht, wenn jemand als Facharbeiter 300,- bekommt und nach einem Fernstudium für die gleiche und ich meine haargenau die gleiche Arbeit dann 900,- bekommt
(das sind keine fiktiven Zahlen, sondern war vor etlichen Jahren die Realität für meine ZL)



;V.
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14

Freitag, 5. März 2010, 11:47

Nach dem Motto: "Wenn ich draufschaue, bescheißt mich der Betrieb genauso, als wenn ich den Zettel gleich unbesehen abhefte"
und wenn ich diese Einstellung lese, bleibt mir die Luft weg..und ohne persönlich zu werden stelle ich mal fest:
Sollten viele Mitarbeiter so eine Einstellung gegenüber ihrem Betrieb haben, dann ade Deutschland, man braucht sich dann wirklich nicht mehr wundern, wenn es keine Achtung mehr vor dem Eigentum des Betriebes gibt und keine Arbeitsproduktivität..
Auf solche Mitarbeiter können Betriebe wahrlich verzichten.,



Aber wenn zwei oder drei Etagen höher die Schlipsträger (ich habe die letzten fünfzehn Jahre auch so ein Dingens um den Hals gehabt aber nicht freiwillig) monatlich Netto soviel nach Hause schleppt, wie ich oder eben jeder andere gut bezahlte Arbeitnehmer, Brutto im Jahr auf der Abrechnung stehen hat, dann läuft da was gewaltig schief und die Frage nach diesen Acht Euronen Mindestlohn ist da wohl nicht sehr weit hergeholt und völlig gerechtfertigt und: In jedem Fall auch bezahlbar
Wenn das die Begründung für den Mindestlohn ist, na dann... passt es eigentlich zu dem von mir weiter oben beschriebenen dazu.

Vielleicht sollten diejenigen mit der Einstellung mal selber versuchen, solche Positionen zu bekleiden, für Aufstiegspositionen kann man sich ja empfehlen..

Es sollte auch nach der Arbeit abgerechnet werden und nicht nach der Qualifikation
dann brauchen wir keine Ausbildung mehr.., eine gute Qualifikation ist und sollte auch weiterhin mehr wert sein. In unserem unserem Betrieb wird sie z.B. auch entsprechend hornoriert, der Tarifvertrag sieht es auch audrücklich so vor und das finde ich gut so.
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Freitag, 5. März 2010, 13:01

und wenn ich diese Einstellung lese, bleibt mir die Luft weg..und ohne persönlich zu werden stelle ich mal fest:
Sollten viele Mitarbeiter so eine Einstellung gegenüber ihrem Betrieb haben, dann ade Deutschland, man braucht sich dann wirklich nicht mehr wundern, wenn es keine Achtung mehr vor dem Eigentum des Betriebes gibt und keine Arbeitsproduktivität..
Auf solche Mitarbeiter können Betriebe wahrlich verzichten.,
Da ich als Arbeitnehmer von vorn herein weiß, daß ich niemals den Lohn bekomme, der mir eigentlich zusteht, ist mir der monatliche Lohnschein im Prinzip wurscht, denn die Grundbedingungen sind ausgehandelt und kleinere Differenzen von Monat zu Monat sind marginal und uninteressant
So hatte ich das gemeint
Andererseits kannte ich Kollegen, die sich täglich jede Dienstminute notierten und zu Ultimo mit dem Lohnschein verglichen um sich dann künstlich über winzige Abweichungen zu erregen
Das ist Zeitverschwendung und unnötige Arbeit
Lohn ist immer ungerecht, da brauche ich mich nicht für aufzuröwweln . . .
Wenn das die Begründung für den Mindestlohn ist, na dann... passt es eigentlich zu dem von mir weiter oben beschriebenen dazu.
Vielleicht sollten diejenigen mit der Einstellung mal selber versuchen, solche Positionen zu bekleiden, für Aufstiegspositionen kann man sich ja empfehlen..
Mindestlohn ist bezahlbar, war meine Kernaussage, denn die Gehälter der Leitungskaste sind viel zu hoch
Dort wäre die richtige Stelle um zu sparen um dieses Gesparte gerechterweise denen zu geben, die dieser Kaste erst das überdrehte Leben ermöglichen
Das sollte nicht die Begründung, sondern eine mögliche Quelle für den Mindestlohn aufzeigen
dann brauchen wir keine Ausbildung mehr.., eine gute Qualifikation ist und sollte auch weiterhin mehr wert sein. In unserem unserem Betrieb wird sie z.B. auch entsprechend hornoriert, der Tarifvertrag sieht es auch audrücklich so vor und das finde ich gut so.
Ein hoher Ausbildungsstand ist mir auch wichtig, deshalb bin ich ja auch gegen das Weiterbestehen des Ablagefaches "Hauptschule" und für eine ganztägliche Gesamtschule
Aber wenn ich mit weit über sechshundert Kollegen ein und dieselbe hochwertige verantwortungsvolle Arbeit mache und von diesen weit über die Hälfte das als Facharbeiter gelernt haben, die anderen aus anderen teilweise höherqualifizierten Berufen stammen und diese Arbeit über eine Qualifizierung auf dem zweiten Bildungsweg gemacht haben (ohne Brief), dann ist es eine Selbstverständlichkeit, daß alle Kollegen die gleiche Vergütung bekommen
Ansonsten müßte ja ein Ing, der aus wer weiß was für Gründen eine niedriger qualifizierte Arbeit macht, ebenso hoch entlohnt werden, wie wenn er als Ing arbeiten würde - das geht nun mal nicht
Außerdem geht der Trend in Deutschland schon seit Jahren in die Richtung, daß mittlerweile fast niemand mehr in seinem erlernten Beruf arbeitet
Die Leute dann nach ihrer ursprünglichen Qualifikation zu bezahlen geht schon mal gar nicht
Also wird logischer Weise die Arbeit bezahlt und nicht die Quali . . . (zumindestens beim einfachen Arbeitnehmer - weiter oben verdreht sich oft genug dieser Zusammenhang, da wird dann weder die Quali noch die Arbeit (die sowieso nicht) bezahlt, sondern der Stand)


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