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Samstag, 5. Juni 2010, 19:36

Londons fataler Kampfhundkult



Videoblog "London Calling"


Londons fataler Kampfhundkult


Zitat

Kampfhunde sind in Großbritannien ein echtes Problem. Nicht nur, weil sie immer wieder Kinder anfallen - sondern auch, weil viele sie als Waffe missbrauchen. Gerade in Problemvierteln gehören sie fast zum Lifestyle. Gesetze laufen ins Leere, behördliche Initiativen werden müde belächelt. Annette Dittert berichtet.
[video]

Quelle: www.tagesschau.de




?M?

2

Samstag, 5. Juni 2010, 19:53

Zitat

behördliche Initiativen werden müde belächelt

jedem kampfhundbesitzer der da müde lächelt, müßte der vierbeiner einfach kurz und knapp entzogen und ein lebenslanges neu-anschaffungs-verbot aufgedrückt werden. zuwiderhandlungen werden mit 20 jahren knast bestraft. ohne gerichtsverhandlung. fertig.

3

Samstag, 5. Juni 2010, 19:59


Ne andere Möglichkeit wäre, dem Besitzer/Halter eines solchen Hundes sämtliche Kosten auf`s Auge zu drücken, die durch das Tier entstehen.
Beisst so ein Vieh, werden sämtliche Behandlungskosten - also vom Chefarztgehalt bis zum Pflegerlohn - alle Anwaltskosten und auch die Kosten für Polizei, Veterinär/Tierfänger usw. dem Besitzer/Halter persönlich in Rechnung gestellt.
Und nix is mit Haftpflichtversicherung!

4

Samstag, 5. Juni 2010, 20:09


Beisst so ein Vieh,

im prinzip gut, nur an dem oben zitierten wirds für mich schwierig akzeptabel. ich hab ne tochter und wenn die erst totgebissen werden muss.. ne. da ist aus meiner sicht prävention das einzig richtige.

5

Samstag, 5. Juni 2010, 20:14


Zu kurz gedacht.
Wenn das oben beschriebene angewendet werden würde, verschwänden diese Hunde auf lange Sicht.


6

Samstag, 5. Juni 2010, 20:19

es gibt sicher auch reiche mit nem kampfhundfimmel. da bewirkt das nix. und warum auf lange sicht, wenn es auch wesentlich kürzer gehen würde. kampfhunde einsammeln und das ding ist durch.

7

Samstag, 5. Juni 2010, 20:28


Moment mal.

Ein Tier, welches nicht auffällig ist, einfach einsammeln und einschläfern erinnert mich in erschreckender Weise an Euthanasie und Judenverfolgung im III. Reich.

Aber mal andersrum.
Nehmen wir an, ich wäre furchbar reich, hätte ein riesen Anwesen mit einer großen Villa drauf.

Dann umzäune ich das ganze mit 5m hohem Sicherheitszaun (so wie Miltärgelände) und lasse da Dobermänner frei laufen.
Kommt nun jemand nicht über den sicheren Weg zur Eingangstür, sondern schleicht sich durch den Garten, ist das sein Problem, nicht meins ... hihi

Gibt es einen besseren Wachdienst?



8

Samstag, 5. Juni 2010, 20:42

ne menge kampfhunde sind ja eben erst damit auffällig geworden, indem sie ein kind totgebissen haben. soll man darauf erstmal warten? und würdest du im vorfeld die verantwortung dafür übernehmen? sicher nicht. ich auch nicht. und wir wissen beide warum. die potenzielle gefahr ist eindeutig. das ist wie mit den vergewaltigern und kinderschändern die irgendwann wieder freigelassen werden und wo sich dann richter wundern, wenn diese wieder vergewaltigen und schänden. muss man denn sowas erst provozieren oder gar fördern? nein. in beiden fällen nicht.

und ich weiss nicht, obs einen besseren wachdienst gibt. als eindringling würde ich die dobermänner vermutlich schlicht erschießen, wenn die auf mich zukommen. gibt höchstens ne bewährungsstrafe und schadensersatzzahlung. aber das ist reine spekulation. ich bin ja kein "eindringling". ;)

9

Samstag, 5. Juni 2010, 20:57

ich bin ja kein "eindringling".


Ich auch nicht, das war ja auch nur mal so als Beispiel angedacht.
Ist misslungen, vergessen wir das.

Im Vorfeld etwas konkret zu entscheiden, ist immer schwierig.
Beim Thema Kampfhunde gehts doch schon damit los, das in verschiedenen (Bundes) Ländern Hunde unterschiedlich eingestuft werden.
Wie willst Du da eine komplette Rasse ausrotten?
Denn was anderes ist ja der Vorschlag nicht.
Ausrottung einen unliebsamen Rasse, weil sie von einigen falsch behandelt und von anderen falsch verstanden werden.

In meinem Kopf beginnen dann immer die sogenannten worst case scenarien - was folgt als nächstes?

Werden letztendlich irgendwelche Menschenrassen ausgerottet, weil sich nicht ins Gesellschaftsbild passen?



10

Samstag, 5. Juni 2010, 21:14

also ich bleib mal bei den hunden. zwischen mensch und tier seh ich noch immer einen unterschied.

von rasse ausrotten kann keine rede sein. von "rasse" allgemein kann schon keine rede sein. ein hund wird ja nicht als kampfhund geboren. er wird dazu gemacht. der mensch tauscht den ursprünglichen hund gegen eine gedrillte waffe. und wir laufen ja auch nicht mit pistolen durch die gegend.

ich bin mir sicher, dass der gesunde menschenverstand beurteilen kann, ob ein hund dieser züchtung angehört und potenziell gefährlich ist. man kann sowas mit dem hund ja testen. da ist eine einstufung auf dem papier dann überflüssig. reagiert er übernatürlich aggressiv, kommt er weg. aus meiner sicht ganz simpel. und mach mal eine umfrage in der bevölkerung, wie die dazu steht. pro oder kontra kampfhunde. dürfte eindeutig ausfallen. somit wäre sogar die wiederwahl gesichert. ;)

11

Samstag, 5. Juni 2010, 22:11

ein hund wird ja nicht als kampfhund geboren. er wird dazu gemacht

Doch, diese Rassen wurden über Jahrhunderte dazu gezüchtet.
Nehmen wir als Beispiel mal den "Kampfhund" Mastino Napoletano.

Zitat

Herkunft und Geschichtliches
Man nimmt an, dass der Mastino Napoletano ein direkter Nachfahre der römischen Kriegshunde, der Molosser, ist. Diese Hunde wurden sowohl bei Feldzügen eingesetzt als auch für Kämpfe gegen Menschen und wilde Tiere in der Zirkusarena. Die Bedeutung von Kriegshunden schwand im Laufe der Jahrhunderte. So wurde der Mastino Napoletano zum Wach- und Schutzhund der Gehöfte im Südlichen Italien. 1947 begann die systematische Zucht der Rasse.
Quelle: Wikipedia
er wird dazu gemacht. der mensch tauscht den ursprünglichen hund gegen eine gedrillte waffe.
Grundsätzlich stammt jeder Hund vom Wolf ab und der ist nun mal ein Raubtier.

und wir laufen ja auch nicht mit pistolen durch die gegend.

Als der Mensch begann, das Raubtier Wolf zu domestizieren, lief er mit Speer, Steinaxt, Pfeil und Bogen durch die Gegend.

dass der gesunde menschenverstand beurteilen kann, ob ein hund dieser züchtung angehört und potenziell gefährlich ist.
Nö, kann er nicht.
Diese Art der Einschätzung/Beurteilung ist etwa so objektiv wie die Berwertung bei Eiskunstlauf etc.

man kann sowas mit dem hund ja testen. da ist eine einstufung auf dem papier dann überflüssig. reagiert er übernatürlich aggressiv, kommt er weg.

Nehmen wir noch mal den Mastino von oben als Beispiel.
Es gibt da eine Frau, die sitzt im Rollstuhl, hält so einen Koloß von Hund und der zieht sie ganz locker mit dem Rolli durch die Gegend .. wie ein Zugpferd oder Zugochse.
Wenn der jetzt auf Agressivität getestet wird, muß ich kein Prophet sein, um das Ergebniss zu kennen.
Also können wir der Frau auch gleich den treuen Begleiter wegnehmen.

Denn jeder Hund aus der Kategorie Kampfhund hat eine niedrige bis sehr niedrige Reizschwelle.




12

Samstag, 5. Juni 2010, 22:52

zwischen pudel und kampfhund wirst du doch einen unterschied erkennen? :) und beide stammen vom wolf ab. und du erkennst den unterschied mit gesundem menschenverstand. objektivität ist da gar nicht nötig. das leben könnte viel unproblematischer sein. statt reden einfach handeln. stellen vergewaltiger und kinderschänder eine potenzielle gefahr da? ja. lösung: wegsperren. stellen kampfhunde eine potenzielle gefahr dar? ja. lösung: wegsperren. begreift jeder, kann jeder nachvollziehen und keiner weint denen eine träne nach.

wir können der frau im rollstuhl auch einen vernünftigen, nur wenig aggressiven treuen begleiter geben. da gibt es ja weitaus geeignetere hunde, als so einen mastino. oder nicht?

13

Samstag, 5. Juni 2010, 23:15

zwischen pudel und kampfhund wirst du doch einen unterschied erkennen? :)


Komisch, dass Du das grade erwähnst.
Ich mußte nämlich dran denken, als ich noch Familie hatte und die Kids und ich meiner Frau Samstags halfen, die Tageszeitung auszutragen.
Du glaubst gar nicht, was es da alles für Misttöhlen gab.
Natürlich mußte ich immer dahin, wo diese Wadenbeisser haussten.
Nun bin ich so ein Mensch, der zwar Respekt vor Hunden hat, aber keine Angst.
Das mußten auch 2 dieser Köter feststellen, weil sie mich nicht wie die anderen in Ruhe ließen.
Es hat gewirkt! Die "erzieherische Maßnahme" behalte ich aber für mich.
In einer anderen Strasse gab es 2 Schäferhunde.
Bei einem war wohl ein Rottweiler dabei, der war nicht reinrassig.
Die waren dermaßen friedlich, dass ich sie immer aufgefordert hatte, mich bis zum Ende der Strasse zu begleiten.
Die haben bei jedem Haus gewartet, bis ich wieder am Fahrrad war.
Das ganze war in einem Dorf und die Hunde konnten einfach das Grundstück verlassen.

Was will ich damit sagen?
Den kleinen Viechern wie Pudel und Cocker Spaniel trau ich weniger, als einem großem Hund wie Schäfer oder Retriever.

Wenn ich mich als Mensch dem Tier gegenüber falsch verhalte, es eventuell sogar reize, sind die Folgen eines Angriffs natürlich fataler.
Vielleicht weiß der große Hund von seinem Vorteil?
Jedenfalls dreh ich einem kleinen Hund nicht den Rücken zu, den die sind hinterhältig und fies.

Das sind persönliche Erfahrungen.

Was fang ich nun mit meinem gesunden Menscherverstand bei der Beurteilung von Hunden an?


?M?

14

Samstag, 5. Juni 2010, 23:32

da hab ich eher gegenteilige erfahrungen gemacht. aber nette geschichte. nebenbei erwähnt - ich hatte dich für jünger gehalten. :) (frau, kids..)

wie auch immer - dein gesunder menschenverstand hat dir gesagt, welche hunde aggressiv waren und welche nicht. hätte mir persönlich gereicht um 2 von den vieren direkt abholen zu lassen.

mal im ernst.. wenn ein kampfhund deine kinder anfällt, sie im krankenhaus liegen und um ihr leben kämpfen und deine ex-frau weinend am bett sitzt, erklärst du ihnen dann auch, dass man kampfhunden gegenüber eine liberale einstellung haben sollte? wärst du dann nicht froh, wenn dieser schon vorher nicht mehr dort gewesen wäre?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Falkenstein« (5. Juni 2010, 23:38)


15

Samstag, 5. Juni 2010, 23:53

wenn ein kampfhund deine kinder anfällt, sie im krankenhaus liegen und um ihr leben kämpfen und deine ex-frau weinent am bett sitzt, erklärst du ihnen dann auch, dass man kampfhunden gegenüber eine liberale einstellung haben sollte? wärst du dann nicht froh, wenn dieser schon vorher nicht mehr dort gewesen wäre?


So ganz pauschal müßte ich eigentlich ja sagen.

Auf der anderen Seite steht über meinem Kopf schon wieder dieses blöde Aber.

Wo geschah es, wie geschah es, was war der mögliche Auslöser?

Hat mein Kind das Tier mit einem Stock geschlagen?
Hat der Besitzer/Halter das Tier auf mein Kind gehetzt?
Oder ist das Tier einfach nur durchgeknallt?

Ein Kleinkind lasse ich persönlich erstmal gar nicht allein in die Nähe eines Hundes.
Völlig egal, welche Rasse.
Ob Yorkshire oder Wolfshound, es ist ein unberechenbares Wesen.

Mein ehemaliger Tätowierer hatte einen British Bulldog als Spielgefährten für sein Kind.
Und das Tier hat sich von dem Kind einfach alles gefallen lassen, vom am Schwanz ziehen bis zum drauf reiten.
Und das bei einem Kampfhund!
Ich hätt nen Herzkasper gekriegt.
Auf der anderen Seite hätte sich aber auch niemand in bedrohlicher Weise dem Kind nähern dürfen.
Da wäre der Kampfhund seinem Namen gerecht geworden.

Ein deutscher Schäferhund ist dagen kein Kampfhund.
Frag mal meine Schwester, ob die 3 Bissnarben im Gesicht nach 35 Jahren noch Probleme machen.
Sie wird sagen: "Ja, bei Wetterumschwüngen wie derzeit jucken die Narben unangenehm".
Und sie macht dem Tier bis heute keinen Vorwurf, sondern hat beruflich unter anderem mit Hunden zu tun.

Das ganze Theme ist und bleibt schwierig.
Und ich weiß nicht, ob man da mit pauschalen Bedingungen weiter kommt.


16

Samstag, 5. Juni 2010, 23:55

nebenbei erwähnt - ich hatte dich für jünger gehalten.


Man ist so jung, wie man sich fühlt.


?M?

17

Sonntag, 6. Juni 2010, 00:11

nun gut. wir kommen da anscheinend auf keinen gemeinsamen nenner. :) aber müssen wir ja auch nicht. jedem seine meinung.

sollte mein kind mal von einem kampfhund angefallen werden, segnet der köter noch an ort und stelle das zeitliche. und dem besitzer gnade gott.

18

Sonntag, 6. Juni 2010, 00:36

sollte mein kind mal von einem kampfhund angefallen werden, segnet der köter noch an ort und stelle das zeitliche. und dem besitzer gnade gott.


Na da haben wir doch eine Gemeinsamkeit. :thumbup:

Ich bin nun nicht grade ein Held und weiß nicht, ob ich mich für jemand Fremdes in Lebengefahr begeben würde.
In Gefahr vielleicht, aber wenn`s um mein eigenes Leben ginge?

Anders bei Familienangehörigen.
Würde so ein Kampfhund mein Kind, meine Frau/Lebensgefährtin oder meine Mutter/meinen Vater angreifen, hätte ich zwar wenig Aussicht auf Erfolg, aber so ein Schlüssel in der Kehle tut bestimmt auch dem Hund mächtig weh.
Man hat ja nicht überall ein Messer dabei ...


?M?

alfons1249

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19

Dienstag, 8. Juni 2010, 12:01

Wir waren auch mal Hundebesitzer
Meine ZL hatte als Kind einen ausgebideten Polizei-Schäfer als Spielgefährte, ich hatte als Kind eine halb so große schwarze Mischlings-Töle im Haus
Später hatten wir mit den ersten beiden Kindern einen reinrassigen Neufundländer-Welpen bis zu einem Alter von fast einem Jahr
Leider mußten wir den abgeben, weil wir ihm das "Leben" in einer Dreiraum-Neubauwohnung nicht zumuten konnten
Daß wir ihn dreimal seinem neuen Besitzer zurückbringen mußten, steht auf einem anderen Blatt Papier, auch die Tränen, die bei uns allen zum Abschied geflossen sind

Aber es ist schon in sofern richtig, daß es gewisse Hunderassen gibt, die im Laufe der Jahrhunderte und leider auch Jahrzehnte zu regelrechten Kampfmaschinen gezüchtet (vergewaltigt) wurden und noch werden
Allerdings habe ich richtig erzogene "Kampfhunde gesehen, die den Schwanz eingekniffen haben, weil sie von winzigen "Fußhupen" in die Enge gedrängt wurden
Unbestritten ist auch die extreme Beißfreudigkeit kleinerer aber dafür giftigeren Hunderassen (wobei eigentlich die Benahmung Hund erst bei 50cm Schulterhöhe anfängt, darunter sind es Giftkröten und/oder eben Fußhupen)
Bei der Bekämpfung dieser als gefährlich eingestuften Rassen müssen beide Varianten Hand in Hand gehen, eigentlich sind es drei (und eventuell noch mehr):
Erhöhung der Steuern auf ein eigentlich unerträgliches Maß
Auflastung der entstehenden Kosten vollständig auf den (dann ehemaligen) Besitzer
Verbot dieser Rassen und deren professionelle Zucht (die würde ich am liebsten gänzlich verbieten, vor allem diese unsägliche Rassezucht)
Einsammeln dieser Tiere und nach Ostasien verschiffen um sie dort ihrem natürlichen Zweck zuzuführen
Diese Möglichkeit, die in Österreich schon praktiziert wird, finde ich am canidansten (ich kann ja nicht schreiben "humansten", es sind ja Canidae und nicht Menschen)
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ