Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast,
um »Unser Web Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 172

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 15. Juli 2009, 20:17

Diskussion um Sterbehilfe

Zitat

Am Scheideweg


Diskussion um Sterbehilfe

15.07.2009, 14:19



Von Wolfgang Koydl, London

Ein Freitod mit Dignitas polarisiert England: Dirigent Sir Edward Downes ging mit seiner krebskranken Frau in den Tod - obwohl er nicht an einer unheilbaren Krankheit litt.

So schwach war das Augenlicht des alten Herren schon geworden, dass er das Glas mit der milchtrüben Flüssigkeit wohl kaum mehr erkannt haben dürfte, das man ihm in einem schmucklosen Zimmer in einem unscheinbaren Haus in Zürich gereicht hatte.
In letzter Zeit hatte Sir Edward Downes außerdem immer mehr sein Gehör verloren - ein tragisches Schicksal für einen gefeierten Dirigenten, der sein Leben der Musik verschrieben hatte. Hinzu kamen allerlei andere Gebrechen, die sich mit hohem Alter einstellen.
Quelle : http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/panorama/196/480674/text/

Am Anfang ging es noch um Einzelne,die zum Teil wirklich auch bedauernwerte Leiden hatten,wo man mit sich und einer "vernüftigen" Meinung ringte,aber jetzt kommen jene Fälle vor denen immer gewarnt wurde,das "Tor" zum Sterben immer mehr ausgehöhlt wird..

/g\




Senator Arminius

unregistriert

2

Donnerstag, 16. Juli 2009, 07:46

...und da wird es und kann es nie EINE Meinung geben...

man muss von Fall zu Fall entscheiden...



und jeder für sich selbst!

Und was für mich zutreffen könnte, wird einem anderen nicht passen...



tja, so ist das Leben...kompliziert und in keine Form zu pressen!

3

Donnerstag, 16. Juli 2009, 07:54

man muss von Fall zu Fall entscheiden...



und jeder für sich selbst!
Nun darin liegt ja schon die Antwort und ich will Dir da nicht widersprechen, wenn sich Einer umbringen will, dann soll er das gefälligst selbst tun, oder meinetwegen `nen ordentlichen "Auftragskiller" anheuern.
Der steht wenigstens dazu, dass er gegen Bezahlung Leute tötet, obwohl`s ihm vermutlich auch lieber wäre, diese "Tätigkeit" würde legitimiert.


Gruß

Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

Senator Arminius

unregistriert

4

Donnerstag, 16. Juli 2009, 07:59

diese "Tätigkeit" würde legitimiert





oh, dies geschah schon millionenfach...angeordnet vom Staat, von der Kirche, von einem Fürschten...



aber du meinst ja etwas anderes: den Beruf des Killers, andlich staatlich anzuerkennen...

steuerpflichtig und mit Sozialabgaben (für die Opfer)

... übrigens auch

...wie bei den Frauen, die Tätigkeit...

da gehts doch auch!







wo ist deine Note???

5

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:11

Na ja..., aber so als "selbständiges Gewerbe" mit "humanem" Hintergrund gibt`s das ja noch nicht so lange.
wo ist deine Note???
Die muss ich ja immer erst von irgendwo herauskopieren, manchmal dauert dir das einfach zu lange, dann bleibt es bei einem "Sang- und Klanglosen" Gruß.

Gruß
Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

Senator Arminius

unregistriert

6

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:20

herauskopieren




Idee...

lege dir ein Lager an...Hochregal voll mit Blauen Noten...

dann hast du immer eine Note in Reserve...hihii

Senator Arminius

unregistriert

7

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:22

Na ja..., aber so als "selbständiges Gewerbe" mit "humanem" Hintergrund gibt`s das ja noch nicht so lange.




ich glaube, die Mafia ist dort recht fortschrittlich...

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 562

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:30

Hier gebe ich dem Senator in allen Punkten recht (zu seinem Beitrag #2, mittlerweile sind schon ein paar dazugekommen)

Es ist eine höchstpersönliche Entscheidung, in die sich niemand hineindrängen sollte, auch kein Staat und auch kein Gesetz.

Wie es der Sohn Caractus Downes schon sagte:

"Aber er war körperlich an dem Punkt angelangt, wo er entschied, dass genug genug ist", erklärte er. "Wie man sein Leben beendet, ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die man treffen kann. Mir erscheint es vernünftig zu sein, dass man diese Entscheidung ohne die Einmischung durch Leute treffen darf, die - offen gesagt - von ihr überhaupt nicht betroffen sind."

Allerdings kann ich die Meinung Dominica Roberts von der Pro-Life Alliance nicht nachvollziehen:

Sie erinnerte daran, dass Großbritannien weltweit führend in palliativer Behandlung sei und dass das Ehepaar Downes "ihr Leben glücklich zuende gelebt" haben könnten.

Es sollte niemandem vorgeschrieben werden, wie sie ihr Leben zu sehen haben, es kann auch niemand Außenstehender einschätzen, ob das Leben noch glücklich sei.

Juristische Spitzfindigkeiten sollten hier keinen Einzug halten, ebenso wenig, wie eine schon jetzt zu ersehene Kommerzialität.

Wenn in Großbritannien bisher schon von sich aus die Staatsanwälte der Krone auf eine Anklageerhebung verzichteten, dann sollten die Gesetze auch in dieser Richtung entschärft werden.

Das House of Lords hat diese Entscheidung zu treffen.

Deren führender Vertreter, Lord Phillips, mahnte die Regierung zum Handeln. "Wenn es Staatsanwälten im ganzen Land überlassen ist (zu entscheiden, ob sie Strafantrag gegen Sterbehilfe stellen)", erklärte er, "erkenne ich die Notwendigkeit für eine Art von Kodex, der sie anleitet und zu einer einheitlichen Anwendung führt."

Es wird immer eine persönliche Entscheidung bleiben müssen, wenn aber der Bertreffende körperlich nicht mehr in der Lage sein sollte seinen Wunsch selbst auszuführen, sollten gemeinnützige Vereine und Organisationen ihm dabei zur Seite stehen dürfen aber grundsätzlich keine finanziell interessierten Firmen, wie es "Dignitas" darstellt.

Schließlich verdienen schon jetzt viel zu viel Firmen jeglicher Form und Art am Tode eines Menschen.

Leider tut sich Deutschland in diesen Fragen selber recht schwer, weil es Organisationen gibt, die schon bei der Erwähnung des offiziellen Begriffes "Euthanasie" warnend alle Hände erheben und extrem wichtigtuerisch auf eine längst vergangene unheilvolle Geschichte verweisen.



;V.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

Senator Arminius

unregistriert

9

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:36

längst vergangene unheilvolle Geschichte


die leider immer gegenwärtig ist...

siehe die Neonazi Scene...die wirklich Dummen sterben nie aus

10

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:42

lege dir ein Lager an...Hochregal voll mit Blauen Noten...
Die blauen sind "20er", na ja..., man muss da abwägen..., 500er nehmen weniger Platz wech, die kannste aber schwerer wechseln.
Leider tut sich Deutschland in diesen Fragen selber recht schwer, weil es Organisationen gibt, die schon bei der Erwähnung des offiziellen Begriffes "Euthanasie" warnend alle Hände erheben und extrem wichtigtuerisch auf eine längst vergangene unheilvolle Geschichte verweisen.
Na ja..., da gibt`s sowohl Fürsprecher, als auch Gegner, nicht nur innerhalb von Organisationen.
Ich kenne mehrere Leute, die würden ihre Verwandschaft liebend gern "euthanasieren", um sie von ihren Schmerzen, ihrer permanent schlechten Laune und ihren Besitztümern zu befreien.

Gruß

Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 562

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:49

Ich kenne mehrere Leute


Ja, einer sitzt gerade an der Tastatur und würde sehr gerne jemanden aus der allernächsten Verwandtschaft wieder aufwecken um den danach selbstpersönlich zu erschlagen zu dürfen, als Dankeschön für den Betrug an der Familie und das Ganze mindestens einmal täglich Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr ...



/5\
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

Senator Arminius

unregistriert

12

Donnerstag, 16. Juli 2009, 08:49

500er nehmen weniger Platz


nimmt dir keiner ab...Kopien(?)



zum Thema:

diese Diskussion führen wir hierzulande schon über 50 Jahre...zum Glück über Parteigrenzen hinweg!

ist wohl die einzige, bei der es keine Parteidisziplin gibt...schon eigenartig...

grübel...

13

Donnerstag, 23. Juli 2009, 20:48

Zitat

Vorkämpfer der Sterbehilfe

Walter Jens hängt am Leben


Früher ist Walter Jens vehement für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe eingetreten - wortgewaltig und mit gewohnt brillantem Geist. Ein Leben ohne intellektuellen Austausch erschien dem Tübinger Professor als allzu schreckliche Qual. Heute kann der 86-Jährige durch seine Demenz nicht mehr lesen, kaum noch reden und selbst einfache Gesten nicht mehr deuten. Und er scheint dieses Leben als lebenswert zu empfinden, sagt seine Frau Inge Jens.
Im Interview der Deutschen Presse-Agentur erzählt die 82-Jährige von Zweifeln an der gemeinsamen Patientenverfügung - und warum sie beim nächsten Asthmaanfall ihres Mannes keine lebensverlängernden Medikamente mehr zulassen will.
Mehr...
Quelle: http://http://www.n-tv.de/panorama/kultur/Walter-Jens-haengt-am-Leben-article417892.html
=k? !/1