Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast,
um »Unser Web Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 190

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 14. Oktober 2008, 22:21

"Designer-Baby"

Zitat


Spanien

„Designer-Baby“ geboren


14. Oktober 2008

Erstmals ist in Spanien ein sogenanntes „Designer-Baby“ geboren worden. Der kleine Javier soll seinem sechs Jahre alten Bruder Andrés das Leben retten. Dieser leidet an Beta-Thalassämie, einer genetisch bedingten Bluterkrankung, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit.

Quelle : http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4C…n~Scontent.html

Sicher wird sich die Meinung eines Aussenstehenden und eines Betroffenen unterscheiden und es gibt Krankheiten die offenbar nur durch "solche" Methoden geheilt werden können oder zu mindest das der Erkrankte eine bessere Chance hat geheilt zuwerden.Kritiker wenden hier ein das ein "menschliches Wesen"(Embryo) missbraucht wird....

/g\


Senator Arminius

unregistriert

2

Dienstag, 14. Oktober 2008, 22:33

tja...

...so ist eben das Leben...widersprüchlich...von Ultra-Medizin bis kein Arzt...

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 190

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

3

Montag, 3. November 2008, 09:11

...so ist eben das Leben...widersprüchlich...von Ultra-Medizin bis kein Arzt...


"Widersprüche" snd ja nichts schlimmes wenn man diese Widersprüche auch auflöst...Der Mensch und insbesondere der Organismus des Menschen unterliegt ja letztendlich den Gesetzmäßigkeiten der "Natur" oder andere sagen "biologisch"...In der Natur passen sich die Organismen den Umweltbedingungen relativ schnell an und manche sterben aus,weil die Natur diese für die Weiterentwicklung nicht mehr benötigt.Da der Mensch pauschal betrachtet eigentlich immer gegen die Natur gelebt hat,sind durch die fehlende biologische Anpassung diese zum Teil schrecklichen Erbkrankheiten entstanden...Wissenschaft,Schulmedizin und Naturheikunde vertretten natürlich verschiedene Thesen,aber wie bei vielen Dingen liegt der Kardinalsweg in der Mitte...Früher sagte man "..für jede Krankheit hat der Herrgott ein Kräutlein wachsen lassen.." und wenn es dafür kein "Kraut wächst" muss man zumindest mal überlegen ob man so ein"Kraut selber herstellen" darf oder kann...

Gruss Norle

Netjoker1

unregistriert

4

Montag, 3. November 2008, 09:27

Zitat

und wenn es dafür kein "Kraut wächst" muss man zumindest mal überlegen ob man so ein"Kraut selber herstellen" darf oder kann...
Na ja........., bin wirklich mal gespannt was aus dem Kleinen wird wenn ihm eröffnet wird, dass er lediglich als "menschliches Ersatzteillager" gezüchtet wurde.
Wurde dem Kleinen eigentlich das Gehirn weggezüchtet? Wenn er eigenständig leben kann und mit "Menschenrechten" ausgestattet ist, dann besteht schließlich die Gefahr, dass er `ne Knochenmarkspende ablehnt, oder?
Vielleicht sollte man für diesen Fall lieber noch zwei oder drei weitere "Spender" heranzüchten, wer weiß schon wie egoistisch die "Biester" sich entwickeln.
(Für diejenigen die mich noch nicht so genau einschätzen können, hier handelt es sich um die dezente Einflechtung von Satire)

Gruß

5

Montag, 3. November 2008, 11:55

Wenn ich den Artikel in der Zeitung richtig verstanden habe, wird an dem zweiten Kind körperlich nichts vorgenommen. Lediglich vom Blut der Nabelschnur. Also, wenn die Eltern ihrem Kind helfen können, sollten sie es tun. Das zweite Kind war wohl icht geplant, aber auf Grund der Ereignisse wurde das zweite Kind gezeugt. Ich denke, ich könnte damit leben, wenn ich erfahre, eigentlich wollten meine Eltern nur ein Kind, und ich bin jetzt aber da, weil es keine andere Möglichkeit gab, werde aber von meinen Eltern genauso behandelt und geliebt wie mein Geschwisterkind. Ich wüßte auch, dass meine Eltern für mich dasselbe getan hätten.
%02w

6

Montag, 3. November 2008, 14:02

Das zweite Kind war wohl icht geplant, aber auf Grund der Ereignisse wurde das zweite Kind gezeugt. Ich denke
Wenn es schlicht wie oben zu umschreiben wäre, dann könnte man sich vielleicht hinter solch Verhalten stellen, aber es findet hier eine Auswahl nach festen Kriterien statt und die anschließende "Wiedereinpflanzung" des ausgewählten Fötus, quasi darf der "Gewinner" leben, der Rest ist Abfall.
Natürlich muss man zwingend weitreichende Überlegungen wie "ab welchem Zeitpunkt ist ein Mensch eigentlich als Mensch zu behandeln?" anstrengen, um hier zu einem begründeten Schluss zu gelangen.
Menschliches Leben bewertend einzugrenzen bedeutet das menschliche Leben selbst zu begrenzen, die Anmaßung einer alters- oder gewichtsabhängigen Zuordnung von menschlichem Leben, die davon abhängige Einstufung in Abfall, bzw. Mensch ist ethisch nicht zu rechtfertigen, jedenfalls nicht bei unvoreingenommener Betrachtung.

Gruß

Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

KaterMinko

unregistriert

7

Montag, 3. November 2008, 14:12

Hallo Nahimana,

Ich denke, ich könnte damit leben, wenn ich erfahre, eigentlich wollten meine Eltern nur ein Kind, und ich bin jetzt aber da, weil es keine andere Möglichkeit gab, werde aber von meinen Eltern genauso behandelt und geliebt wie mein Geschwisterkind.


Also erstens wäre es mir überhaupt nicht Recht, wenn ich eines Tages zur Kenntnis nehmen müsste, als "Ersatzteillager" in diese Welt gesetzt worden zu sein. Da bin ich lieber noch ein "Unfall" - und zweitens ist es überhaupt nicht vorhersehbar, wie sich die biologischen Erzeuger dieses bedauernswerten Geschöpfes verhalten werden, sollte es seinem angestammten Zweck entsprochen - oder vielleicht schlimmer noch: nicht entsprochen - haben.

Abschließend stellt sich hier auch die Frage nach der Gewährleistung: Kann das Kind nach der Geburt straflos einfach entsorgt werden, wenn es seiner Bestimmung nicht entspricht? Darf es auch straflos entsorgt werden, nachdem es seinen Zweck erfüllt hat?

Gruß, KM \d/

Senator Arminius

unregistriert

8

Montag, 3. November 2008, 16:30

Kann das Kind nach der Geburt straflos einfach entsorgt werden, wenn es seiner Bestimmung nicht entspricht?


au Backe...was für´n Thema...

darüber werden sich Generationen von "Politikern" im Schlafsaal (für Neue: der Bundestag) noch den Kopf zerbrechen...bzw. den Restgehalt an Gehirn zermartern...

ich stimme KM zu...lieber ein "Kinder der Liebe", als das Ersatzteillager der Familie...

aber sehr schwierig...

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 190

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

9

Montag, 3. November 2008, 18:58

Natürlich muss man zwingend weitreichende Überlegungen wie "ab welchem Zeitpunkt ist ein Mensch eigentlich als Mensch zu behandeln?" anstrengen, um hier zu einem begründeten Schluss zu gelangen.
Menschliches Leben bewertend einzugrenzen bedeutet das menschliche Leben selbst zu begrenzen, die Anmaßung einer alters- oder gewichtsabhängigen Zuordnung von menschlichem Leben, die davon abhängige Einstufung in Abfall, bzw. Mensch ist ethisch nicht zu rechtfertigen, jedenfalls nicht bei unvoreingenommener Betrachtung.


..in dieses Dilema ist man ja dadurch gekommen,das ein Mensch geboren wurde um ohne Hoffnung auf Heilung sterben soll...Und die Verführung ist sehr gross wenn man den betroffenen Eltern eine solche Option unterbreitet diese anzunehmen....Denn wer würde nicht alles unternehmen um den Tod eines nahen Angehörigen zu verhindern...Ohne Zweifel sind die Fragen erstmal eindeutig zu klären ab wann ein Mensch ein Mensch ist,nur ist aber der Mensch überhaupt in der Lage diese Frage emotional,moralisch und ethisch zu beantworten ? Andereseits sind Zivilsationkrankheiten im Vormarsch und nicht vergessen die Krankheiten die durch die Erbmasse verursacht werden und für diese wird man kaum Heilung auf natürlicher Basis finden...Natürlich muss so ein Fall wie der oben angeführte nur Presidenzfall sein - letzter Ausweg - denn vorher müssen diese grundlegenden Fragen geklärt werden bevor an zum Standard wechselt...

Gruss Norle

10

Montag, 3. November 2008, 20:59

Natürlich ist diese Frage, genau wie eigentlich alle wirklich grundlegenden Fragen, im Grunde recht umfassend und es bedarf der genauen Überprüfung auf philosophischer Ebene, speziell hier, sich zunächst einmal ein Urteil darüber zu bilden, ob menschliches Leben grundsätzlich erhaltenswert ist.
Jeder wird zunächst, ohne weiter nachdenken zu müssen, diese Frage bejahen, aber dennoch scheint es immer wieder Bereiche zu geben, in denen die Menschen dazu neigen sie von diesem Grundsatz auszuklammern, mit teilweise abenteuerlichen Begründungen.

Gemeint sind wirklich tiefgreifende Überprüfungen, die sich erstrecken von der Sinnhaftigkeit einer Akzeptanz schicksalhafter Gegebenheiten, über einen möglichen Lebenssinn, der Existenz einer übergeordneten Wesenheit, bis hin zum Urknall.
Die Thematik ist also nicht wirklich zwischen "Tür und Angel" abzuhandeln, quasi als Basisinfo sollte man sich jedoch schon einmal bewusst machen dass die Medizin seit Jahrhunderten rasante Fortschritte verzeichnet, die jeweils aktuellen Krankheiten sich jedoch über die ganze Zeit stets proportional zur Weltbevölkerung die Waage gehalten haben. Das lässt sich leicht belegen, allein durch die logische Tatsache, dass sich die Menschheit sonst bereits explosionsartig vermehrt und letztlich aus Platz- und Nahrungsmangel ausgelöscht hätte.

Gruß
Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 190

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

11

Montag, 3. November 2008, 21:55

..ja es stimmt schon das die Krankheiten jetzt nicht Epedemieartig die Menschheit bedroht und das bis dato sich alles die Waage hielt...In einer Medienwelt bleibt es aber auch nicht aus das Zerrbilder der Realität wiedergegeben werden und sichtweise des Einzelnen manipuliert wird...Um nun diese ganzen Fragen zu beantworten zu können müsste der Mensch in der Lage sein angefangen von der Evolution bs heute wertfrei zu urteilen und das bezweifle ich...Den grössten Schwellenwert,der nicht überschritten wird ist der christliche Glaube sprich Religon...Natürlich werden kaum direkt religiöse oder christliche Argumente genannt,aber die meisten lassen sich auf diese zurückführen und deshalb ist es auch immer schwierig eine vernüftige Diskussion in diesen Punkten zuführen...Geburt -Leben -Tod das sind "Sachen" über die wir Menschen nicht bestimmen können oder dürfen heißt es...

Gruss Norle

Senator Arminius

unregistriert

12

Montag, 3. November 2008, 22:57

dass sich die Menschheit sonst bereits explosionsartig vermehrt und letztlich aus Platz- und Nahrungsmangel ausgelöscht hätte.


im Prinzip hat sie sich explosionsartig vermehrt...bis die Chinesen die Ein-Kind-Ehe zur Pflicht machten!

sonst hätten wir heute über 10 Milliarden Menschen! So haben wir nur 6,73 Milliarden...

wenn ich richtig rechne, hat sie sich seit 1900 um fast 5 Milliarden vermehrt...

hätten wir nicht AIDS und Hunger, hätten wir in Afrika auch schon zu viele Menschen...denn 1 Milliarde hungert sich zu Tode...!!!

täglich!

wird aber kaum zur Kenntnis genommen...eher wer Autorennweltmeister ist...wie wichtig! <=> Satire

oder wie Effenbergs umziehen...

13

Montag, 3. November 2008, 22:57

Zitat

christliche Glaube sprich Religon
Also der christliche Glaube ist für mich persönlich ebenso wenig eine Religion im Sinne von "religio = Rückverbindung", wie die meisten anderen Konfessionen, das Meiste lässt sich ausschließlich als "Zwischenhandel" beschreiben und dient in erster Linie den persönlichen Vorteilen der "Betreiber".

Trotzdem kommt man, gerade bei derart grundlegenden Fragen nicht umhin, sich genau hier entsprechende Gedankenmodelle zu schaffen, die im Idealfalle ein schlüssiges Gesamtkonzept ergeben sollten.
Insgesamt würde ich diese Überlegungen in die Kategorie "philosophische Sichtweisen" eingliedern, was im Grunde von vorn herein den eigentlichen "Stellenwert" der "Philosophie" in einer intellektuellen Gesellschaft hervorhebt.
Die Philosophie ist in der Lage Maßstäbe zu setzen, wo der Funktionär versagt.
Im Grunde ein hoch-politisches Thema.

Gruß
Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

Senator Arminius

unregistriert

14

Montag, 3. November 2008, 23:00

Die Philosophie ist in der Lage Maßstäbe zu setzen


das taten schon die "Alten Griechen" und Chinesen...und andere

und sie bleiben bis heute gültig...für alle!

wie die Formeln der Mathematiker...

der Rest geht unter...irgendwann...wie die Titanic

15

Dienstag, 4. November 2008, 10:26

Wenn ich richtig gelesen habe, geht es hier um zwei Dinge.

Einmal: ist es richtig ein Kind in die Welt zu setzen, um dem kranken Erstgeborenen zu helfen?

Das zweite ist: Ersatzteillager Kind?

Das sollte man trennen, dann komm man auch eher auf einen Nenner. Wenn einer über dies redet und der andere über das, wird es keinen Konsenz geben, nur ein Extrembeispiel nach dem anderen.
%02w

16

Dienstag, 4. November 2008, 10:38

Einmal: ist es richtig ein Kind in die Welt zu setzen, um dem kranken Erstgeborenen zu helfen?
Nun die Thematik ist vielschichtiger als man im ersten Moment annehmen möchte.
Wenn ich von dem "einen" Kind rede, welches zu Rettung eines bereits vorhandenen gezüchtet wird, so darf ich nicht vergessen, dass hier im Vorfeld bereits ein Auswahlverfahren stattgefunden hat.
Dabei werden eine Anzahl an "Ausschuss-Föten" geshreddert und lediglich der am Besten passende Fötus darf weiterleben.
Ich finde schon dass jeder Denkansatz genau hier, nämlich am relativen Anfang, beginnen muss.
Nach meiner Auffassung sind auch genau an dieser Stelle die größten, ethischen Bedenken angebracht, die Benutzung von Teilen des tatsächlich überlebenden "Zucht-Babys" kann man im Verhältnis zunächst durchaus nachrangig behandeln.

Gruß
Wenn Du glaubst ich bin blöd, dann bist Du bei mir aber genau an den Richtigen geraten!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Netjoker« (4. November 2008, 11:11)


KaterMinko

unregistriert

17

Dienstag, 4. November 2008, 10:45

Hallo Nahimana,

Einmal: ist es richtig ein Kind in die Welt zu setzen, um dem kranken Erstgeborenen zu helfen?
Das zweite ist: Ersatzteillager Kind?


Im vorliegenden Fall ist das eine unabdingbar mit dem anderen verbunden. Denn hier wurde Leben "künstlich" geschaffen, um einem anderen Leben das "Überleben" zu ermöglichen. Es ist doch in erster Linie eine Frage der Ethik, ob man ein Kind mittels künstlicher Befruchtung nach genetischer Vorauswahl "erzeugen" darf, um dessen Körper zur Rettung eines anderen Körpers zu verwenden.

Fortpflanzung im eigentlichen Sinne definiert sich durch den Gedanken, den Fortbestand der eigenen Art zu sichern. Dies gilt für Mensch und Tier gleichermaßen. Nur kommen bei Menschen bei der gewollten Zeugung von Nachwuchs noch weitere emotionale Gesichtspunkte, wie z. B. die Liebe, in Betracht.

Die Schaffung eines Homunkulus, um ihn ausschließlich zur Erhaltung eines Abkömmlings des gleichen Elternpaares zu verwenden, stellt einen bisher nicht dagewesenen Vorgang dar, der m. E. unter allen Gesichtspunkten der Ethik zu beleuchten ist.

Grüße, KM =h/

18

Dienstag, 4. November 2008, 11:53

Da können wir wohl diskutieren bis wir schwarz werden. Es ist ja auch richtig was hier gesagt wird. Aber in diesem Fall geht es um verzweifelte Eltern, die ihrem Kind helfen wollen. Sie hätten natürlich auch den Dingen freien Lauf lassen können. Sie haben sich aber entschieden, auch wenn künstlich, einem Kind das Leben zu schenken, um dem anderen zu helfen. Soweit ich diese Sache gelesen habe, (sollte ich da falsch liegen, berichtigt mich) geht es um Blut aus der Nabelschnur. Das Kind wird aufwachsen und von den Eltern genauso geliebt werden.

Die Tatsache an sich, ist natürlich einige Diskussionen wert, wie weit darf die Medizin gehen? Da gebe ich Euch Recht, mit dem was Ihr schreibt. Aber kann man sich über die Eltern, die dies zugelassen haben, beschweren, sie verurteilen? Wir, die teilweise Eltern sind und von solchen Problemen verschont geblieben sind, können wir uns in die Verfassung der betroffenen Eltern hineinversetzen? Können wir nicht, zum Glück. Ich kann die Eltern verstehen.

Was aber wiegesagt nicht heißt, das man sich die Frage stellen muss, wie weit darf die Medizin gehen? Ist ein Fötus von einigen Wochen ein Mensch? Ich vermute ja, er ist es, nach meiner Meinung.

Kein einfaches Thema.
%02w

KaterMinko

unregistriert

19

Dienstag, 4. November 2008, 12:02

Hallo Nahimana,

Aber kann man sich über die Eltern, die dies zugelassen haben, beschweren, sie verurteilen?


Keiner von uns will sich auf's "hohe Roß" setzen und andere verurteilen.

Es müssen aber irgendwo klare Grenzen definiert werden, damit nicht alles, was machbar ist, auch gemacht werden kann/darf.

Stell' Dir nur mal vor, es gäbe die Möglichkeit, Föten ausserhalb des Mutterleibes aufwachsen zu lassen. Jedes Elternpaar dürfte 10 Föten heranzüchten lassen und sich nach neun Monaten die zwei Babys heraussuchen, die ihnen optisch am besten gefallen. Die anderen acht Babys würden dann entsorgt werden...

Grüße, KM =h/

alfons1249

Meister

  • »alfons1249« ist männlich

Beiträge: 2 565

Wohnort: habe ich noch

Beruf: habe ich mehrere

  • Nachricht senden

20

Dienstag, 4. November 2008, 12:19

Ein sehr heikles Thema.

Als erstes möchte ich mal folgende These in den Raum werfen:

Auch wenn Viele sich als Atheisten bezeichnen und Andere sagen, daß sie in ihrer Meinungsfindung nicht von der Kirche beeinflussen lassen, kann man das nicht so eindeutig sagen. Der über zweitausendjährige Einfluß der Religion und der Kirche hat doch unsere Gedankenwelt so stark geprägt, daß viele Entscheidungen nicht unabhängig davon getroffen werden können.

Gerade auch die Beantwortung der Frage nach dem Beginn des Lebens wird generell von der Kirche beeinflußt. Ethik und Moral sind nicht unabhängig von der religiösen Hinterlassenschaft.

Sogar die eigentlich ganz einfache strikte gesetzliche Trennung von Kirche und Staat läßt sich nicht so ohne Weiteres durchsetzen.

Das medizinisch Machbare ist eben nicht machbar ohne Rücksicht nehmen zu müssen auf den Glauben, auch wenn immer wieder betont wird, daß er keinerlei Einfluß auf diese Entscheidungen hat.

Die bei einer künstlichen Befruchtung "überflüssigen" Embryos werden vernichtet. Warum? Warum werden sie nicht für die Stammzellen-Forschung benutzt?

Warum haben die Menschen so viele Probleme damit, daß bei einer künstlichen Befruchtung die Frage beantwortet werden soll: Ist das zukünftige Kind gesund? Da die restlichen Embryonen nicht genutzt werden, ist es doch eigentlich belanglos, ob sie vorher auf Krankheiten getestet werden und ein gesunder eingepflanzt wird. Will man der Mutter zumuten, daß sie ein krankes Kind zur Welt bringt?

Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ