Darf der Mensch ein künstlich befruchtetes Ei vor seiner Einpflanzung in den Mutterleib auf mögliche Gendefekte untersuchen und gegebenenfalls auf Wunsch der potenziellen Eltern vernichten?
Allein schon der erste Satz (die erste Frage) des Artikels enthält eine amoralische riesige grundlegende Lüge.
Das Gesetz verlangt nämlich bei einer Invitro-Fertilisation, daß die nach einer erfolgreichen Einpflanzung eines (oder mehrerer Embryonen) die restlichen vernichtet werden müssen.
Und wenn potentielle Eltern, die auf eine künstliche Befruchtung angewiesen sind, nun im Vorfeld der Schwangerschaft aus den vorhandenen Embryonen ein gesundes Kind empfangen wollen, warum soll dann nicht auch dies so geschehen ? ? ? Der "Rest" (welch ein schwachsinniger Vorgang) wird danach eh entsorgt, anstatt sie der Forschung zu wissenschaftlich wichtigen Untersuchungen zu übergeben.
Diese zweigleisige "Moral" in Deutschland nähert sich in großen Schritten der fürchterlichen Doppelmoral der Amerikaner an.
Zumindestens darf man in Deutschland (noch) offen über diese Themen sprechen - "Drüben" über dem "Großen Teich" ergeht man sich prüde nur in Andeutungen.
Gerade die Bundeskanzlerin enttäuscht maßlos mit ihrer Forderung nach einem strikten Verbot der PID.
Sie, als in der DDR hervorragend ausgebildete Wissenschaftlerin und auch als Frau selber, verrät ihre Geschlechtsgenossinnen und ihren Ehrenstand als gebildete Akademikerin an die Lobbi der mittelalterlichen Kleriker.
Bei den Befürwortern oder Gegnern der PID noch Abstufungen zu machen, ist reine Augenauswischerei.
Es kann nur eine Alternative zu einem Verbot geben: Die unbeschränkte Legalisierung der PID, einhergehend mit der völligen Freigabe überzähliger Embryonen für eine unbehinderte Forschung.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!
Ich weiß, daß ich nichts weiß! 
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alfons1249« (21. Dezember 2010, 10:21) aus folgendem Grund: Korrekturen / Probleme mit der Textformatierung