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1

Sonntag, 24. Januar 2010, 17:16

Immer mehr Billig- und Sozialbestattungen


Auch auf dem letzten Weg wird gespart

Zitat

Von Annette Morczinek, WDR Bundesstudio Bonn
Die Folgen der Wirtschaftskrise zeigen sich auch auf der letzten Reise: Immer mehr Angehörige können die Beisetzung nicht mehr bezahlen. Die Zahl der Sozialbestattungen steigt, der Trend geht zu Billigsärgen. Bestatter sprechen mittlerweile von "preiswerter Entsorgung".
Immer häufiger, sagen Bestatter und Sarghersteller, werde die letzte Reise in einem Billigsarg angetreten. Für die Angehörigen zähle der Preis, deshalb der Verzicht auf Redner, Musik und Trauerfeier, weiß Siegfried Eckhart von der Sargmanufaktur in Wetter an der Ruhr: "Es wird eingesargt und dann geht es ab in den Ofen. Also, das ist wie Müllabfuhr für mich. Das hat nichts mehr mit Bestattungskultur zu tun."



Quelle: tagesschau.de

Man gut, dass ich schon zu Lebzeiten über eine Versicherung vorgesorgt habe.

2

Sonntag, 24. Januar 2010, 17:28

Verzicht auf Musik und Trauerfeier, da sind nicht mehr viele Werte vorhanden. Traurig aber scheinbar wahr.

3

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:07

Verzicht auf Musik und Trauerfeier


Zumindest bei mir wird es eine Trauerfeier mit Musik geben.

Folgende Stücke sind dafür eingeplant.

Amazing Grace

Going Home

Ich hatt`einen Kameraden


4

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:19

Das hast Du alles schon vorgeplant?
Find ich ja beeindruckend.

Grad die Musik find ich schwer auszusuchen.
Da hab ich für die Trauerfeiern meiner Eltern ganz interessante Erfahrungen gemacht.
So war es für meinen Vater möglich, das "Ostpreussen-Lied" bei der Trauerfeier zu wählen und bei meiner Mutter "weißt du wieviel Sternlein stehen" was ja gewiss keine kirchlichen Trauerlieder sind.

5

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:33

Jepp
Ich hatte irgendwann mal so eine Broschüre von der Versicherung im Briefkasten.
Bin damit zu einem ehemaligen Kollegen, der das Bestattungsunternehmen vom Vater übernommen hat.
Er hätte was ähnliches anbieten können, aber nicht zu den Konditionen.
Also hab ich die Versicherung abgeschlossen und mit dem Kumpel die Einzelheiten geregelt.
Also Trauerfeier mit Sarg, Redner, Musik, Einäscherung und anschließende Seebestattung.
Ich weiß sogar schon, in welchem Seegebiet das sein wird.

6

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:36

Ich weiß sogar schon, in welchem Seegebiet das sein wird.

Gut. Nur leider kann ich Dir da keine Blumen hinlegen..

7

Sonntag, 24. Januar 2010, 18:42

Wenn Du sie zwischen Büsum und St. Peter Ording in die Nordsee wirfst, treiben sie bei günstiger Strömung bei mir vorbei.

8

Sonntag, 24. Januar 2010, 23:08

Also, zum einen bring ich Blumen immer gern vorbei, wenn die Empfänger mit mir noch reden können. Zum anderen interessiert mich aber schon, warum Du dich für eine Seebestattung entschieden hast..

alfons1249

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9

Montag, 25. Januar 2010, 08:58

Ich verstehe das ganze Gezeter der Bestatter nicht
Nach dem Motto: "Gestorben wird immer" ist das doch der krisenfesteste Beruf der ganzen Welt
Ich persönlich habe das noch nie verstanden, warum man viele tausend Talerchen so einfach dem Kollegen Buddelflink in den Rachen werfen muß
Ich bin doch nicht so blöd, daß ich zu Lebzeiten auf irgendetwas verzichte, nur damit zum einen sich meine Erben fett machen können und zum anderen ein mir völlig fremder Berufsmaulwurf sich einen Maserati auf meine Knochen (und das im wahrsten Sinne des Wortes) verdienen kann
Von mir gibt es keinen Pfennig
Wenn der Staat es so haben will, daß mein Kadaver an einer vorgeschriebenen Stelle eingebuddelt werden muß, dann soll er das auch selber bezahlen
Ich halte jedenfalls von diesem ganzen zeremoniellen Bestattungs-Kokolores nichts aber auch gar nichts
Von mir aus ab in die Müllverbrennung, schreddern und verkompostieren oder einsumpfen in der Biogasanlage aber dieses sinnlose rituelle Verbuddeln, was uns die geldgierigen Pfaffen eingebrockt haben, nicht, nein, nein und nochmals nein ! ! !


;V.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

10

Dienstag, 26. Januar 2010, 06:44

Zum anderen interessiert mich aber schon, warum Du dich für eine Seebestattung entschieden hast..


Weil ich eine gewisse Affinität zu Maritimem hab.




11

Dienstag, 26. Januar 2010, 16:36

Ich persönlich habe das noch nie verstanden, warum man viele tausend Talerchen so einfach dem Kollegen Buddelflink in den Rachen werfen muß
Also, ich denke ein Kostenvergleich zwischen verschiedenen Bestattern lohnt sich in jedem Fall, nur, wer macht das schon, wenn er sich um einen Trauerfall kümmern muss?

Ich halte jedenfalls von diesem ganzen zeremoniellen Bestattungs-Kokolores nichts aber auch gar nichts
Wie denken denn Deine Angehörigen darüber?
Für mich gehört schon eine bestimmte "Zeremonie" zum Abschiednehmen dazu.


Von mir aus ab in die Müllverbrennung, schreddern und verkompostieren oder einsumpfen in der Biogasanlage aber dieses sinnlose rituelle Verbuddeln, was uns die geldgierigen Pfaffen eingebrockt haben, nicht, nein, nein und nochmals nein ! ! !
Naja, da gibt es bestimmte Gesetze, die diese Möglichkeiten nicht lassen und das ist auch gut so.
Hat uns das wirklich die Kirche eingebrockt, oder haben nicht von je her die Menschen Möglichkeiten gesucht, von ihren Angehörigen würdevoll Abschied zu nehmen und eine Ort des Gedenkens zu haben?.
Hier in der Gegend gibt es z.B Großsteingräber aus der Frühzeit..

12

Dienstag, 26. Januar 2010, 16:52

Hat uns das wirklich die Kirche eingebrockt, oder haben nicht von je her die Menschen Möglichkeiten gesucht, von ihren Angehörigen würdevoll Abschied zu nehmen und eine Ort des Gedenkens zu haben?.
Hier in der Gegend gibt es z.B Großsteingräber aus der Frühzeit..


Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen began die "Trauer" schon sehr viel früher.
Seit die Vorfahren der Menschen begannen, ein Erinnerungsvermögen zu entwickeln, begann auch eine gewisse Art "Trauer" um gestorbene/getötete Clanmitglieder.
Und da wird wohl niemand religiöse Hintergründe vermuten ...

alfons1249

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13

Mittwoch, 27. Januar 2010, 13:05

Hat uns das wirklich die Kirche eingebrockt, oder haben nicht von je her die Menschen Möglichkeiten gesucht, von ihren Angehörigen würdevoll Abschied zu nehmen und eine Ort des Gedenkens zu haben?.
Nun, begraben, Gräber ausschmücken und Hügel oder Steine aufschütten gibt es schon seit Urzeiten
Begonnen hat das aber schon viel früher . . .

Eigentlich aus der einfachen Tatsache heraus, daß an die Überreste keine wilden Tiere herankommen und die Einzelteile in der Gegend herum liegen
Vorher wurden aber meistens die Verstorbenen feierlich verspeist, warum auch nicht . . .
Aber, da isses wieder, dieses riesige "Aber"
Den kostenpflichtigen Kult um das Sterben und Entsorgen haben uns wirklich die Pfaffen eingebrockt
Nicht genug, daß sie die lebenden "Schäfchen" ausgepreßt haben um sich ein fettes Dasein leisten zu können, nein es mußte ja nach dem Tode, wenn der Zehnte nicht mehr gebracht werden konnte, eine Möglichkeit geschaffen werden auch aus dem Toten noch Geld zu pressen
Deswegen habe die Pfaffen auch den Kirchhof (heutzutage Friedhof) erfunden, damit sie eine Kontrolle über ihre Einnahmen durch die Toten hatten, denn wer seine familiären Leichen heimlich draußen im Wald auf ganz natürliche Weise entsorgte, brachte kein Geld in die Kassen der Kirchenfürsten
Und aus dieser Geldgier ist der jetzige Totenkult entstanden
Die gesetzliche Pflicht einen kostenintensiven Platz für den Verblichenen zu erwerben
Aus dem Kirchendiener der damals für das Verbuddeln verantwortlich war, die Friedhofsgärtner und später die gewerblichen Bestatter mit ihrer sauteuren Industrie


Meinen Vorausgegangenen kann ich auch gedenken, wenn ich ein Bild von ihnen betrachte
Darum heißt das Wort auch "gedenken" und nicht "bepflanzen" oder "begießen"


Wer seine toten Verwandten und Freunde nicht im Herzen trägt, sie nicht zu Lebzeiten in Ehren gehalten hat, für den nutzt später auch kein teures Begräbnis und "schönes" Grab
Der macht das nur "für die Leute"
Und "für die Leute" gebe ich kein Geld aus.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


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14

Mittwoch, 27. Januar 2010, 18:48

Wer seine toten Verwandten und Freunde nicht im Herzen trägt, sie nicht zu Lebzeiten in Ehren gehalten hat, für den nutzt später auch kein teures Begräbnis und "schönes" Grab
Der macht das nur "für die Leute"


Und was ist mit all denen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und Abschied nehmen wollen?

Es gibt zu viele, deren Väter / Mütter irgendwo verscharrt wurden - z.B. in der weiten russischen Steppe - die niemals Abschied nehmen konnten / können.

Jeder sollte zumindest die Möglichkeit haben, den Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden diese letzte Ehre des Verabschiedens wahrzunehmen.
Ob er sie dann nutzt, steht auf einem anderen Blatt.

Joe

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15

Sonntag, 21. Februar 2010, 09:08

Aus dem Kirchendiener der damals für das Verbuddeln verantwortlich war, die Friedhofsgärtner und später die gewerblichen Bestatter mit ihrer sauteuren Industrie

Das mag so stimmen,da gerade hier in HH es einen Kult der größten Beerdigung gegeben hat,so dass die Oberalten (Senatsrat),beschlossen es genau zu regeln wie groß sie sein durfte.Schuld an den Preisen sind wir sicher aber auch ein Stück selbst.Früher bekam man ja auch noch Geld durch die Krankenkassen,den Arbeitgeber und der Sterbekasse.Da kamen mal schnell ein paar tausend Euro zusammen,die man dann für die Bestattung ausgeben konnte.Heute gibt es dass fast gar nicht mehr.Wenn man dann die Preise für das Totenhemd,Beschläge Kissen und Decke usw. sieht,frag man sich wirklich was habt dass noch mit der Pietät eines Bestatters zu tun.
Man steht ja unter Schock wenn es so weit ist.Mein toter Vater da,der Bestatter dort und nun muss man schnell entscheiden.Jede Kerze ,jede Blume wird einzelnd berechnet und Leute dass summiert sich.Auch ob man die Standard-Musik nimmt oder eigene Musik wünscht wir höher berechnet.
Ja für mich selber denke ich dass ich in einer sogenannten Urnenwand oder Kolumbariumsfach wohl fühlen werde.

Josi

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16

Sonntag, 21. Februar 2010, 10:51


Das ist auch ein Geschäft wo sich die Bestatter die Nase Goldig verdienen.Der Kunde ist in Trauer und realisiert oft nicht was der Bestatter einem aufdrängt.Und sowieso das Billigste ist schon teuer genug.Denn es bleibt einem nichts anderes übrig,der Verstorbene muss binnen ein paar Tagen beerdigt werden.Da bleibt wenig Zeit sich den günstigsten auszusuchen.Es sei denn man macht es noch zu Lebzeiten.Ist auch schon möglich.Eine Sterbeversicherung wäre auch Ratsam.Ist aufs Jahr gesehen gar nicht so Teuer.Wir bezahlen 20 Euro im Jahr pro Person.

!WR

17

Sonntag, 21. Februar 2010, 21:44

Urnenwand oder Kolumbariumsfach
Da wär mir ein bissl kalt. Mir fällt da ganz spontan der "Friedwald" ein..
=k? !/1




alfons1249

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18

Montag, 22. Februar 2010, 08:59

Da wär mir ein bissl kalt. Mir fällt da ganz spontan der "Friedwald" ein..
Kalt ist die Bestattung in einer Urnenwand oder einer Urnenpyramide nicht.
Hier mal ein paar schöne Beispiele:
www.cheops-kolumbarien.de
http://www.bestattungshaus-frankenheim.de/kolumbarium.html
http://kolumbarium.org/

Allerdings treiben die Bestrebungen eine moderne Bestattungskultur zu entwickeln auch mal seltsame Blüten
Wenn man allerdings so einige andere schon realisierte Urnenwände betrachtet, dann sind diese wirklich zu unpersönlich und kalt
Unsere Oma (bzw. die meiner Frau) wurde auch in einer Urnenwand bestattet
Das war so ein halbrunder Säulengang dessen Außenseite die Fächer aufnahm
Alles war sehr schön gestaltet aber nicht unbedingt so bombastisch, wie es einige Erdgräber sind
Diese Kolumbarien sind zwar recht schön und "gemütlich/feierlich" eingerichtet aber doch nicht so mein Geschmack
Eigentlich eine Art Bibliothek, die leergeräumt wurde und in deren Bücherschränken nun die Urnen stehen
Nein, das möchte ich nicht
Ideal sind diese kleinen Urnenpyramiden, auf deren Absätze man auch mal zum Gedenken eine Blume stellen kann
Sind die Liegezeiten dann abgelaufen, werden die Urnen einfach in den Hohlraum unter der Pyramide geschubst und es ist wieder Platz für eine neue . . .



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Joe

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19

Montag, 22. Februar 2010, 08:59

.Denn es bleibt einem nichts anderes übrig,der Verstorbene muss binnen ein paar Tagen beerdigt werden.

Na so eilig haben die es nicht immer,bei meinem Vater hat es fast 10 Tage gedauert,bis zu Beisetzung.Nun ratet mal was für Kosten im Leichenschauhaus entstehen,ca.70€ pro Tag,inklusive Mehrwertsteuer,versteht sich.
Ja eine Sterbegeldkasse hat meine Firma auch und es gibt noch ein paar Zulagen.Diese sollten die Kosten für eine normale Beerdigung decken.
@Flora,dass mag richtig sein,ich finde es nur schöner.Einfach ohne viel Schnickschnack und man muss ja auch sehen wo man unter kommt.Es wird ja nicht überall angeboten.
Aber was mach ich mir für Gedanken,es kommt halt wie es kommt und ich denke mal viel ändern kam ich/man eh nicht.