Leihmutter

      Eine Thailänderin wird aus Geldnot für 10.000 € zur Leihmutter und trägt für ein australisches Paar Zwillinge aus.

      Als sich bei einer Untersuchung herausstellt, dass eines der Kinder das Down-Syndrom hat, verlangt das australische Paar einen Schwangerschaftsabbruch.
      Das kam für die Thailänderin nicht infrage.

      Als die Kinder geboren waren, nahmen die Australier das gesunde Mädchen mit und ließen die Leihmutter mit dem kranken Kind, das dringend eine Herz-OP braucht, sitzen.

      Quelle: n-tv.de/panorama/Paar-laesst-L…tzen-article13355086.html
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1
      Ich finde es grausam, wenn sich Eltern, wie in diesem Fall, einfach nur das Beste raussuchen. Es sind doch Zwillinge und sie sollten auch zusammen aufwachsen und nicht, nur weil das eine KInd eine leichte Behinderung hat, getrennt werden.

      Solche Menschen sind in meinen Augen kalt und herzlos!
      „Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.“
      Erstmal zur Sache an sich, was ist das Down-Syndrom?
      Das Down-Syndrom ist ein Syndrom beim Menschen, bei dem durch eine Genommutation das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorliegen (Trisomie). Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21.
      Die verschiedenen Formen der Trisomie 21 entstehen spontan und können nur vererbt werden, wenn die Mutter bereits selbst das Down-Syndrom hat.
      Nach meiner Recherche weiß ich nun, dass man während einer Schwangerschaft gar nicht eindeutig feststellen kann, ob der Fötus - oder eines der Föten - überhaupt am Down-Syndrom erkrankt ist.
      Es gibt immer nur ein paar wenige Hinweise, die darauf schließen lassen, dass es so sein könnte!
      So eine vage Vermutung rechtfertigt also keinen Schwangerschaftsabbruch.

      Bleibt noch die Frage, welche Art der Leihmutterschaft wurde gewählt?
      1. Die „Tragemutter“ kann mit dem Sperma des Mannes des auftraggebenden Paares inseminiert werden. Dann sind genetische und austragende sowie gebärende Frau identisch, die soziale Mutter ist „lediglich“ die Frau des genetischen Vaters.
      2. Der Embryo, der das genetische Potential der bestellenden Eltern hat, kann der „Tragemutter“ implantiert werden. Die genetische Mutter, die den Auftrag gegeben hat, wird später die soziale, die „Sorgemutter“ sein. Die soziale Mutter und die gebärende Frau sind verschiedene Personen.
      Die Frage ist insofern wichtig, weil das Down-Syndrom ja nur vererbt werden kann.
      Ist die Thailänderin die genetische Mutter, dann hat sie die "Gesäßkarte", denn das Kind ist definitiv ihres.
      Ist sie jedoch nur die austragende Frau, dann gehört das Kind der Australierin, die sich gefälligst auch darum zu kümmern hat.

      Wie dem auch sei, in Down Under (hi hi) ist eine Welle der Empörung durch die Bevölkerung gegangen und es sind bisher 135.000 US-Dollar an Spendengeldern zusammen gekommen, um dem Kind zu helfen.
      (Quelle: Focus online)

      In Deutschland verbietet das im Januar 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz (ESchG) jegliche ärztliche Leistung bei Leihmutterschaften, nicht bestraft werden das Vorgehen der Leihmutter oder die den Auftrag erteilenden Personen. Diese ärztlichen Handlungen sind Straftaten und werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet, § 1 Abs. 1 ESchG. Die Vermittlung von Leihmüttern ist in Deutschland nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz gesetzlich verboten.

      Schon komisch.
      Wer eine Leihmutter beauftragt, oder sich als eine solche zur Verfügung stellt, bleibt straffrei.
      Ein Arzt, der der Schwangeren hilft, macht sich jedoch strafbar.
      ~k30

      Emerald Isle schrieb:

      weil das Down-Syndrom ja nur vererbt werden kann.


      Das hat Wikipedia sehr mißverständlich ausgedrückt. Wikipedia schreibt:

      Das Down-Syndrom ist ein Syndrom beim Menschen, bei dem durch eine Genommutation (Chromosomenaberration/ Polyploidie) das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorliegen (Trisomie)
      .. Die verschiedenen Formen der Trisomie 21 entstehen spontan und können nur vererbt werden, wenn die Mutter bereits selbst das Down-Syndrom hat.

      .. Die Ursache für eine Trisomie 21 liegt bei 95 Prozent der Fälle in einer unüblich verlaufenden Meiose. Entweder findet eine Nichttrennung (Non-Disjunction) der homologen Chromosomen in der 1. Reifeteilung oder eine Nichttrennung der Chromatiden in der 2. Reifeteilung der Meiose statt.

      .. Mit zunehmendem Alter der Mutter (und damit ihrer Eizellen) steigt die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Kindes mit Trisomie 21 (siehe Häufigkeit). Dies lässt vermuten, dass generell Schädigungen von Eizellen, sei es durch äußere Einflüsse wie Strahlung oder durch den natürlichen Vorgang des Alterns, die Fehlerhäufigkeit während der Meiose steigert.

      .. Trisomie 21 zählt nicht zu den Erbkrankheiten im engeren Sinne.

      .. Eine Trisomie 21 ist meist nicht erblich bedingt.

      de.wikipedia.org/wiki/Down-Syndrom





      Also, das Down-Syndrom ist ein zufällig auftretender Gendefekt. Das Risiko, dass ein Kind diesen Gen-Defekt "erhält" steigt mit dem zunehmenden Alter der Mutter an.

      Alle Eltern von Down-Kindern, die ich kenne, sind vollkommen gesund und viele Down-Kinder haben auch vollkommen gesunde Geschwister.

      Emerald Isle schrieb:

      Nach meiner Recherche weiß ich nun, dass man während einer Schwangerschaft gar nicht eindeutig feststellen kann, ob der Fötus - oder eines der Föten - überhaupt am Down-Syndrom erkrankt ist.


      Das kann man feststellen.
      In einem bestimmten schwangerschaftsstadium kann man die Nackenfalte des Fötus mit Ultraschall messen. Die Dicke dieser gibt einen Hinweis, ob ein Down-Syndrom vorliegen kann.

      Mit Hilfe einer Fruchtwasserpunktion (die allen Spät-Schwangern über 35 Jahren empfohlen wird) kann dann eine über 90% genaue Diagnose gestellt werden.

      Im Fruchtwasser befinden sich Zellen des Fötus, diese werden kultiviert, so dass die Gene sichtbar werden.
      Dann kann man das fehlgebildete 21. Gen erkennen.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Flora“ ()

      Wie Du selbst schreibst, gibt es feststellbare Anzeichen, die darauf hinweisen, dass ein Down-Syndrom vorliegen kann.
      Es gibt da zwar ein Verfahren, mit dem sich der Verdacht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestätigen läßt, aber der ist noch gar nicht anerkannt.

      Da die thailändische "Leihmutter" ja erst 21 Jahre alt ist, kann man eine altersbedingte Genommutation ausschließen.
      Bleibt immer noch die Frage, ist sie denn die genetische Mutter?
      Oder hat sie nur den Embryo eingesetzt bekommen?

      Von der australischen Frau weiß man ja nichts.
      Vielleicht ist die ja erblich vorbelastet, oder in fortgeschrittenem Alter?