[Lesetipp] Deutschland geht es einfach zu gut

      [Lesetipp] Deutschland geht es einfach zu gut

      Hat man in Berlin wirklich keine anderen Probleme ?? mehr >

      ..es ist wahrscheinlich soo wie mit dem halb Leeren oder halb Vollen Glas Wasser.. Es kommt immer auf den Standpunkt,die Sichtweise an und natürlich auf die Bezugsgrösse(n) Wenn man natürlich von den 1% ausgeht, die leben wie die Made im Speck und die vor lauter langeweile nicht wissen was man noch kaufen könnte,dann geht es D zu gut..Aber nun leben die restlichen 99% nicht soo,sondern haben im Alltag doch Probleme wofür sie von der Politik vernünftige Lösungen verlangen...
      Offenbar hat die GröKo die "Signale" gehört und nun flutschen die Gesetze und Reformen von Mütter-Rente über Mindeslohn bis hin zur Rente mit 63 .Für jeden ist was dabei ..ist Weihnachten und Ostern an einem Tag..Und sind damit die Probleme gelöst und geht es uns wirklich soo gut nur wir merken es noch nicht ???


      /g\
      In der Tat geht es den Deutschen sooo gut, so gut wie keiner anderen Industrienation!!!Doch wenn man immer den Vergleich zu solchen "minnows"wie Liechtenstein, Schweiz, Luxemburg heranzieht, dann sieht es natürlich schlechter aus.So, so, nur 1% leben wie die Made im Speck(das ist in Namibia so) aber nicht in Deutschland.Wieviele von ca.80Millionen Bürgern haben ein eigenes Haus, einen Zweitwagen?Ich glaube mehr als 20%, ist das kein Wohlstand?Was denn?

      Kierkegaard schrieb:

      Wieviele von ca.80Millionen Bürgern haben ein eigenes Haus, einen Zweitwagen?Ich glaube mehr als 20%, ist das kein Wohlstand?Was denn?
      ..nicht jeder hat Bar bezahlt sondern hat es auf Pump geholt.. Bei schlechter Arbeitsmarktlage steigen die Zwangsversteigerung,weil teure Kredite nicht oder nicht mehr bedient werden können.. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt...


      /g\
      Sein Haus hat sicherlich so gut wie keiner bar bezahlt, nicht einmal die "fatcats", auch bei den Autos ist es absolut regular geworden diese auf Kredit zu kaufen.Das Häuser zwangsversteigert werden sind weniger als 1%,die meisten haben ihre Finanzierung so angelegt das auch in Zeiten der Not z.B Bausparverträge, Lebensversicherungn für die Weiter bzw.Endfinanzierung genommen werden.Oder ist es in einem so reichen Land nicht mehr üblich sein Haus abzubezahlen?

      Deutschland jammert auf einem hohen Niveau, das ist die allgemeine Meinung von Aussenstehenden.Was sollen z.B die Spanier sagen,denen es deutlich schlechter geht als den Deutschen? Oder ist Deutschland ein Land der Unzufriedenen geworden, trotz steigendem Wohlstand?Sicherlich ist nicht alles Gold was glänzt, jedes Ding hat zwei Seiten.Doch kann man nicht auch einmal damit zufrieden sein was man persönlich erreicht hat, welches nur in so einem Land wie Deutschland möglich ist?Einen perfekten Staat gibt es nirgends auf der Welt.
      Man kann ganz einfach kein einziges Land mit einem anderen vergleichen, denn die Grundvoraussetzungen waren und sind schon seit Jahrhunderten in jedem Land verschieden.
      Was in Deutschland vor einigen hundert Jahren schon Standard war, ist in vielen Ländern der Erde noch heute purer Luxus.
      Somit ist der Satz, "Die Deutschen jammern auf hohem Niveau.", das reinste Totschlagargument für alles Negative, was hier und heute idELa alles so vor sich geht.
      Und: Ja, in Deutschland gibt es Armut und die ist weit verbreitet - angefangen mit der Kinderarmut, weiter über die Armut der Arbeitnehmer, die ihre Familien mit Vollzeitarbeit nicht über die Runden bekommen, bis hin zur immer weiter um sich greifenden Altersarmut.
      Wenn ich bedenke, daß ich nach weit über vierzig Jahren gut bezahlter Lebensarbeitszeit "zum Amt" gehen müßte, wenn ich nicht verheiratet wäre und meine ZL (relativ) gutes Geld verdienen würde, dann sehe ich bei der Masse der zukünftigen Rentner die pure Altersarmut auf sie zukommen (auch wenn es ein paar Tausend Rentner geben sollte, die regelmäßig große Reisen machen können).
      Einem ganz geringen Prozentsatz des Deutschen Volkes geht es tatsächlich einfach zu gut aber der Masse geht es (auf gut Deutsch gesagt) beschissen.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


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      Kierkegaard schrieb:

      Oder ist Deutschland ein Land der Unzufriedenen geworden
      Das glaube ich nicht.

      Ich hab letzte Woche mit einem Bekannten aus der Schweiz gesprochen der auch sagte, Deutschland gehts doch super, die Läden sind voll.
      Ja, dass stimmt, dass sind sie doch was nützt das einem Menschen der so wenig Geld hat, dass er sich die Waren nicht kaufen kann.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Megazicke83 schrieb:

      dass sind sie doch was nützt das einem Menschen der so wenig Geld hat, dass er sich die Waren nicht kaufen kann.
      man sagt zwar immer in Deutschland "..bei uns muss Keiner hungern.." oder ein wie Politiker im Bundestag(Blüm) "..bei uns muss Keiner an die Abfalltonnen gehen.." Der Warenkorb der berechnet wird was ein Mensch zum leben benötigt wird aber immer öfters an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei bestimmt mit dem Ergebniss das die Betroffenen nicht zurecht kommen...Denn wenn es der Gesellschaft soo gut gehen würde,würde sie ihren ärmsten und schwächsten mehr unter die Arme greifen.Aber man hat ja Angst selber in Not zu geraten,was wiederrum kein Zeichen dafür ist das es einer Gesellschaft "gut geht"...

      /g\
      Die überwiegende Mehrheit der Deutschen muss nicht darben, der Prozentsatz der Armen liegt ganz sicher unter 5%; damit ist keine Gesellschaft arm.Nur: die Deutschen reden sich arm, keiner grösseren Nation geht es so gut wie den Deutschen.Siehe niedrigste Arbeitslosenquote aller Industrienationen, siehe über 20 Mill. private PKW zugelassen bei 82Mill Ew., heist jeder 4, ob Neugeborener oder blinder Rentner hat ein Auto im Besitz..Es ist unbestritten das es Verbesserungen geben kann, doch dieses hängt ja auch von internationalen Verpflichtungen ab, es gibt eben keine perfekte Gesellschaft die für jeden das Best mögliche herausholt.Auch Altersarmut ist so ein Schlagwort, die es so rein vom Begriff her kaum gibt.Warum unterstützen Kinder nicht ihre Alten, warum müssen die Alten ins Altersheim obwohl die Kinder ein Haus mit freien Kinderzimmer haben(kinder sind schon lange ausgezogen)Doch das ist eher die Ausnahme das die Alten im Kreise ihrer Familien leben.Altersheime sind privat und damit teuer.

      Norle schrieb:

      "..bei uns muss Keiner hungern.." oder ein wie Politiker im Bundestag(Blüm) "..bei uns muss Keiner an die Abfalltonnen gehen.."
      Weder der eine noch der andere 'Ausspruch' (wohl eher 'Behauptung') trifft die Realität in diesem Lande, denn es gibt immer mehr Menschen und darunter auch nicht wenig Kinder, die hungern müssen und auch viele noch ärmere Menschen, die sich ihr Essen aus den Abfalltonnen der Gesellschaft klauben müssen (mal abgesehen von denen, die das aus dümmlicher Überzeugung tun und dabei den wirklich Armen das Essen streitig machen).
      Eventuell ist das in den abgeschotteten Viertel der Politiker nicht der Fall aber da ist auch eine ganze Menge Nahrung zu holen . . .

      Norle schrieb:

      Der Warenkorb der berechnet wird was ein Mensch zum leben benötigt wird aber immer öfters an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei bestimmt mit dem Ergebniss das die Betroffenen nicht zurecht kommen...
      Es ist bei diesen "Berechnungen" immer wieder zu sehen, daß es nicht der 'Warenkorb des täglichen Bedarefes' ist, sondern viele Dinge dort eingepackt werden, die sich der Otto-Normal-Verbraucher sehr selten oder nur einmal im Leben zulegt aber an die der von der grassierenden Armut Betroffene gar nicht erst zu denken wagt.

      Norle schrieb:

      Denn wenn es der Gesellschaft soo gut gehen würde,würde sie ihren ärmsten und schwächsten mehr unter die Arme greifen.
      Die Gesellschaft gemeinsam mit dem Staat halten sich aus derartigen Pflichtaufgaben 'vornehm' heraus und überlassen diese den privaten Organisationen und Aktionen.

      Norle schrieb:

      Aber man hat ja Angst selber in Not zu geraten,was wiederrum kein Zeichen dafür ist das es einer Gesellschaft "gut geht"...
      Da es die Masse des Volkes betrifft, kommen Zuwendungen für die Armen der Ärmsten oft nur aus den oberen Schichten, auch wenn jeder normale Mensch hilfsbereit versucht von seinem Wenigen etwas abzugeben (vom Einkommen berechnet geben diese aber prozentual weitaus mehr für die Bedürftigen, als die sogenannten "fat cats").
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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