bedroht uns langsam die Armut ?

      bedroht uns langsam die Armut ?

      Allgemein kann man schon sagen das die Armut um uns herum zunimmt.Früher konnte man mit den Spendennachweisen weddeln das man z.Bsp. was für arme Kinder in Afrika etc. getan hat und das Jahr darauf will man auch spenden... Zwischenzeitlich war Deutschland auch schonmal "Spenden-Weltmeister"... Und daran zeigt sich auch obwohl enorme Summen gespendet wurden Nachhaltig sich an der Armut nichts geändert hat. Also Geld alleine löst das Problem nicht zumal viele "Hilfe-Organisationen" sich eine goldene Nase verdienen und offenbar nicht viel vom Spendengeld ankommt.

      So wie auf einer Weide,die abgegrast ist, ziehen die hungrigen Tiere weiter zur Nachbarsweide wo saftiges,hohes Gras steht.Ähnlich verhalten sich hungrige,arme und nicht nur politisch Verfolgte. Das sie ihr Hab`und Gut verscherbeln um die hohen Preise der Schleuser zu bezahlen um in eine bessere Welt zu kommen ist verständlich. Das sich Europa abschottet und den normalen Zugang von Aussen erschwert kann man auch verstehen,denn man kann nicht jeden aufnehmen...

      Nun droht aber Armut nicht nur von Aussen sondern auch von Innen(EU)..Nicht alle EU-Mitgliedsländer sind so reich wie Deutschland und es gibt auch bettelarme Länder wo nun sich deren Bewohner aufmachen zu "besseren,saftigeren Weiden"...Früher beim spenden konnte man selber bestimmen wieviel man selbst abgibt,aber jetzt geht es mehr um das Teilen.. bis wir selbst nichts mehr haben,oder ?

      Link zum Thema :

      Armutseinwanderung

      Die Toten von Lampedusa

      /g\

      Im Prinzip hast Du ja alle Punkte schon beleuchtet.
      Allerdings sehe ich die Problematik der 'Armutsbedrohung von Innen' völlig anders, wenn Du schreibst,
      "Nun
      droht aber Armut nicht nur von Aussen sondern auch von Innen(EU)..Nicht alle EU-Mitgliedsländer sind so reich wie Deutschland und es gibt auch bettelarme Länder wo nun sich deren Bewohner aufmachen zu "besseren,saftigeren Weiden"..."
      , dann siehst Du Deutschland als "Inneres" von Europa.
      Für mich ist das aber eine eindeutige Bedrohung von Außen, denn (noch) ist die Bundesrepublik ein (wenn auch extrem eingeschränkter) souveräner Staat und die meisten sogenannten "Zu- bzw. Einwanderer" kommen aus Fremdländern, also von Außen.
      Nur, daß es tatsächlich auch eine Verarmung von innen gibt, denn der Begriff 'Altersarmut' zum Beispiel ist nicht Zukunft, sondern schon längst Gegenwart.
      Wenn ich beispielsweise nur daran denke, daß ich mit meiner Rente von knapp 750,- € netto allein "leben" müßte . . . Das ist schon Armut.

      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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      Frueher wurde weit mehr gespendet, fast ohne anzuschauen wofuer.Das haben sich die grossen Organisationen zu Nutze gemacht(Caritas,Malteser etc)und etliches ist in ihre eigenen Taschen geflossen, aber nur in den taschen der manager, nicht in den taschen der unbedarften Sammler.Heutzutage sind diese Orgnisationen derart in Verruf das kaum noch gespendet wird.Dafuer gibt es nun eine Vielzahl von kleinen Vereinen/Gruppen die zielgerecht fuer bestimmte Projekte in der 3.Welt sammeln und auch nachweisen wohin/wofuer dieses Geld ausgegeben wurde.Ohne Nachweis laeuft nichts mehr, auch hier in Namibia.Ich bin selbst in einigen Projekten hier involviert( Schule/Waisenhaus/Kindergarten)und Geld fliesst hier nur mit Rechnungsnachweis.

      Armut in Deutschland? Erstmal wie definiere ich "Armut"?Der Lebensstandard in D-land ist sehr hoch,durch die Flut der Auslaender die zum Honigtopf draengen wird er zwangslaeufig fallen. Doch niemand braucht in D-land so hungern wie z.B die Duerreopfer in Namibia oder Aethiopien, diese Menschen sind wirklich arm, kaum etwas zum essen, kaum Wasservorraete/versorgung.Das ist ARMUT.In D-land sollte man lieber davon sprechen das sich der Lebensstandard absenkt, aber nicht von nicht vorhandener Armut zu redden.Zugegeben, die Menschen haben sich an einem Standard gewoehnt und erwarten das dieser auch gehalten werden kann.Doch trifft dieses nicht ein ist man nicht automatisch arm.Ich denke mal mit dem Begriff Armut sollte man vorsichtiger umgehen.Arm sind mit Sicherheit die meisten Menschen die mit einer Schaluppe auf Lampedusa landen, sie haben ihr letztes Vieh und sonstigen Besitz verkauft in der Hoffnung auf ein besseres Leben, was aber in den meisten Faellen auch nicht eintrifft.

      Alfons, 750 EU ist natuerlich nicht ueppig, aber du lebst doch mit diener ZL zusammen(seit ewigen Zeiten) und sie hat auch ein Einkommen, also must du dieses dazurechnen, schliesslich lebst du nicht allein, und schon sieht es doch wesentlich besser aus.Du kannst doch nicht von einer Situation ausgehen in der du dich gar nicht befindest!
      Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht(namibisches Sprichwort)

      Kierkegaard schrieb:

      Doch niemand braucht in D-land so hungern wie z.B die Duerreopfer in Namibia oder Aethiopien, diese Menschen sind wirklich arm, kaum etwas zum essen, kaum Wasservorraete/versorgung.Das ist ARMUT.In D-land sollte man lieber davon sprechen das sich der Lebensstandard absenkt, aber nicht von nicht vorhandener Armut zu redden.
      Nein, so arm, wie in einigen Teilen von Afrika und Asien sind die deutschen Bedürftigen wohl nicht.
      Aber die Menschen, die sich tagtäglich an Containern der Gaststätten und Supermärkte ihr Essen holen müssen, werden immer mehr.
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      Kierkegaard schrieb:

      Der Lebensstandard in D-land ist sehr hoch
      Ist er..richtig, die Läden sind voll.
      Allerdings gibts immer mehr Menschen die kein Geld haben sich diese Lebensmittel zu kaufen. Ich frage mich, wie so etwas kommt denn auch wenn Hartz nicht gerade üppig ist, muss man doch nicht hungern, für die Grundversorgung reicht es.

      Kierkegaard schrieb:

      Doch niemand braucht in D-land so hungern
      Und doch tun es immer mehr Menschen.
      Vorgestern stand in meiner Tageszeitung, 10 % der Menschen hungern mindestens einmal täglich. Ich finde das erschreckend.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Kierkegaard schrieb:

      Frueher wurde weit mehr gespendet, fast ohne anzuschauen wofuer.Das haben sich die grossen Organisationen zu Nutze gemacht(Caritas,Malteser etc)und etliches ist in ihre eigenen Taschen geflossen,...

      ..mir ist schon klar das es Zeit braucht wenn man nachhaltige Projekte mit diesen Spendengeldern schaffen will... Aber die Not und das Elend weshalb wieder und wieder Spendenaufrufe gestartet werden wird offenbar Jahr für Jahr grösser oder die Projekte zur Nachhaltigkeit greifen nicht ? Das Problem ist nur das offenbar die Einmal-Hilfe wirkungslos ist... verpufft und offenbar die Strategie auf dauerhafte Hilfe hinaus läuft was den Spender früher oder später einengt oder gar wirtschaftlich überfordert...Selbst wenn man alles Geld dieses Planeten gerecht unter allen Erdenbewohnern aufteilen würde wäre die Armut nicht besiegt aber es gäbe kaum Jemand der "mehr" Geld hätte das er spenden könnte...Also Geld alleine ist auch keine Lösung...

      /g\

      Das Geld keine Loesung bringt ist schon seit langem klar.Projekte bringen zwar einige ein wenig voran, aber ist auch keine dauerhafte Loesung.Sobald die auslaendischen Mitarbeiter vor Ort gehen, dauert es nicht lange das die Projekte auch im Sande verlaufen.Was echt fehlt ist Nachhaltigkeit der Projekte, doch diese sind wiederum an Auflagen der Geberlaender gebunden.Und diese Auflagen wollen viele Nationen nicht erfuellen: die alte Angst vor Kolonialismus/Imperialismus spielt da eine grosse Rolle.Ausserdem sind ganz offensichtlich die grossen Industrienationen nicht an Grossprojekte interessiert.Siehe zum Beispiel der Kanal der von der kleinen Syrte ueber 500km in die lybische Wueste fuehrt und viele Oasen geschaffen hat.Gebaut von Ghaddafi.Siehe Inga Dam am Kongo, nur mit Hilfe der UNO wird dieses riesige Projekt durchgefuehrt, es wird bis zu 3500MW Strom fuer Zentral und Suedafrika erzeugen.Siemens war nicht interessiert, ebenso am Neckartalstaudamm in Namibia.Doch nur Grossprojekte dieser Groessenordnung wuerde das Leben der Armen aendern, Arbeitsplaetze werden geschaffen, auf Dauer.

      Ein Oekonom hat mal gesagt: nur mit vielen Reichen in einem Land laesst sich Armut und Arbeitslosigkeit eindaemmen.Da ist etwas wahres dran. :P
      Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht(namibisches Sprichwort)