Katastrophenalarm in Deutschland - Viele Regionen versinken im Hochwasser

      Katastrophenalarm in Deutschland - Viele Regionen versinken im Hochwasser

      .. Vielerorts dramatische Szenen... mehr >

      ..man hört sehr oft "..und plötzlich war das Wasser da.." . Offenbar total unvorbereitet und teilweise geschockt reagieren viele Überschwemmungsopfer... Es fehlen die natürlichen Überflutungsgebiete wo sich die Flüsse "austoben" könnten. Dafür hat man so manchen Wasserweg begradig bzw. in ein Betonkorset gezwängt und ihn soo zum Speed- High-Wasserweg gemacht.. Keine Chance haben die Menschen wenn so einer mal aus der Kontrolle gerät... Ein Vorgeschmack auf was wir uns vorbereiten sollten wenn die Klimaveränderung fortschreitet...

      /g\
      Tja, wie schon die Bibel sagt: wer zu nah am Wasser und dann noch auf Sand baut.......

      In der Marschen der Elbe/Oste wurden viele Haeuser frueher auf Wurten(kuenstliche Erhebungen) gebaut, vielleicht sollte man heutzutage auch darueber nachdenken, und nicht unbedingt eine Veranda direct am Ufer zu bauen.
      Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht(namibisches Sprichwort)

      Kierkegaard schrieb:

      vielleicht sollte man heutzutage auch darueber nachdenken, und nicht unbedingt eine Veranda direct am Ufer zu bauen.

      ..es ist genauso unvernünftig wie die Bretterhäuser in der Zugbahn der Tornados (Tornadoallee) in den USA... Vielleicht überschätzt sich da der Mensch und meint mit fortschreiten von Forschung und Technik wäre er - der Mensch - in der Lage den Elementen Parolli zu bieten...Das es ein Trugschluss ist zeigen uns die Bilder wenn die Natur mal kurz Luft holt oder ein bisschen mehr regnen lässt als sonst

      /g\

      .Nun beginnt die Suche nach Schuldigen... mehr >

      ..ich glaube es wäre zu kurz gesprungen wenn man nun versucht den "Wut-Bürgern" sozusagen die Schuld oder Mitschuld in die Schuhe zu schieben.. Sicher ist es das demokratische Recht von Anwohnern etc. gegen Baumassnahmen in ihrer unmittelbaren Gegend sich zu wehren bzw. zu protestieren. Anderseits ist es nach meiner Meinung immer eine Abwägung zwischen dem Privatanliegen von Anwohnern etc. und dem Interesse der Allgemeinheit,die dann im Katastrophenfall einspringen muss...Das Kommunen etc. Baumassnahmen zum Hochwasserschutz in die Wege geleitet hatten aber diese nicht gegen Privatintressen (Wut-Bürger) durchsetzen und vollenden konnten macht ein bisschen nachdenklich...

      /g\
      Die Natur hat sich seine Wasserwege selbst gesucht.Und das sich der Mensch gegen die Natur stemmt ,ist nicht immer gut.Da hat der Mensch dann öfter mal das nachsehen.
      Also ich hätte jetzt ein fürchterlich schlechtes Gewissen wenn ich einer der Bürger wäre ,die die Schutzmauer nicht wollten.

      !WR

      Katastrophenalarm in Deutschland

      Das geschieht weil die Politik sowie Anwohner in den Krisengebieten in "Friedenszeiten" an falscher Stelle geizen und die anstehenden Sicherheitsvorkehrun​gen nicht getroffen haben.
      2002 war die erste Warnung. Es wird sogar noch schlimmer werden, wenn die Prognosen der Meterologen eintreffen.

      Damien Asmodis schrieb:

      Das geschieht weil die Politik sowie Anwohner in den Krisengebieten in "Friedenszeiten" an falscher Stelle geizen und die anstehenden Sicherheitsvorkehrun​gen nicht getroffen haben

      ...mag`sein,aber richtig ist das das benötigte Umdenken in Politik und Gesellschaft nicht stattgefunden hat. Man beklagt die enormen Schäden an Personen- und Sachwerten ,aber mit dem Rückgang der Flut rücken auch wieder alle in der höchsten Not geforderten Massnahmen in den Hintergrund... bis zur nächsten Flut !

      Man weiss ja nicht erst seit heute wo die Schwachstellen des Hochwasserschutzes liegen.. wo dringend Baumassnahmen von Nöten sind etc. . Man hat ihm - dem Hochwasserschutz - nur keine Priorität eingeräumt. Land und Komunen opfern alles für die Wettbewerbsfähigkeit. Und wenn dann die Flut in ein paar Tagen alles zu nichte macht was jahrelang aufgebaut wurde sitzt der Schmerz tief...

      Natürlich bleibt den meisten Menschen die vor den Scherben ihrer Existenz stehen nichts anderes übrig als wieder aufzubauen. Aber ein "weiter so" dürfte es nicht geben und ein umdenken ist dringend angesagt zumal die Zeiten der Jahrhundert- oder Jahrtausendflut sich rasant verkürzt haben... Uns läuft die Zeit davon uns an die klimatischen Veränderungen anzupassen und meinen das wir alles im Griff hätten... Man kann sich auch täuschen...

      /g\

      Norle schrieb:

      Man weiss ja nicht erst seit heute wo die Schwachstellen des Hochwasserschutzes liegen.. wo dringend Baumassnahmen von Nöten sind etc. . Man hat ihm - dem Hochwasserschutz - nur keine Priorität eingeräumt.



      Nach der Flut 2002/2003 entstand z.B. in Hitzacker eine neue Hochwasserwand, die bis jetzt gehalten hat.

      Gesamtkosten des Projektes rund 100 Millionen €, die man mit großer Sicherheit viel Besser in die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit hätte stecken können.
      Da hinten am @ der Welt gibt es bis heute noch keine Autobahn.. :D

      nlwkn.niedersachsen.de/wasserw…hutz/hitzacker/43622.html
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Flora“ ()

      |S| Die Baeche und Fluesse wurden in Namibia abgeschafft, gibt nur noch 3 Fluesse und wenige Baeche.Resultat: eine Duerre jagt die andere.Schlussfolgerung: die Massnahmen der Menschen taugen nichts.Verbesserungsvorschlag: reduziert die Menschen auf 1/8 der jetzigen Bevoelkerung, dann funktioniert es wieder mit der Natur. -M-
      Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht(namibisches Sprichwort)

      Fantastic 4 schrieb:

      Einzige Möglichkeit dies zu verhindern - man schafft alle Bäche und Flüsse ab....

      ..die Flüsse und Bäche sind ja nicht das Problem,denn diese gab es solange wie es Festland gibt um das Wasser was über dem Festland abregnete wieder ins Meer zu bringen. Also eine durchaus sinnvolle Einrichtung von Mutter Natur...Flüsse und Bäche sind auch nicht von Natur zerstörrerisch oder gar darauf aus den Menschen ihre Existenzen zu vernichten...Aber einen grossen Teil der Schäden durch Hochwasser geht eben auf die Kappe der Menschen was sie aus den natürlichen Flüssen und Gewässern gemacht haben..

      Hochwasserschutzwände sind teuer und haben auch ihr Limit. Wenn nicht der eine oder andere Deichbruch passiert wäre das das Wasser in Breite anstatt in die Höhe gegangen ist wäre heute mancherorts "Land unter" gemeldet worden. Will sagen wenn man den Flüssen und Bächen wieder ihre Natürlichkeit samt ihrer natürlichen Überflutungsgebieten die sie schon immer besassen zurück geben würden wäre ein wichtiger Schritt im Umdenken getan...

      /g\

      Norle schrieb:

      Will sagen wenn man den Flüssen und Bächen wieder ihre Natürlichkeit samt ihrer natürlichen Überflutungsgebieten die sie schon immer besassen zurück geben würden wäre ein wichtiger Schritt im Umdenken getan...



      Gut gebrüllt Löwe, und da finden sich bestimmt Mehrheiten, die natürlich dafür schreien. ~k15~
      Das ist bestimmt billiger, als ein Wiederaufbau. Die paar Interessen der Grundstücksbesitzer und Landwirte, die da berührt werden, sind zu vernachlässigen.
      Über Enteignungen ist das schnell zu lösen.. %20&
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Das ist bestimmt billiger, als ein Wiederaufbau. Die paar Interessen der Grundstücksbesitzer und Landwirte, die da berührt werden, sind zu vernachlässigen.
      Über Enteignungen ist das schnell zu lösen.


      ...weiss nicht ob es billiger ist,aber sicher kommen wir dem Kern des Problem näher...Wenn sozusagen Privatinteresse öffentliche Massnahmen zum Hochwasserschutz blockieren,aber von dieser Öffentlichkeit Hilfe erwartet wenn der eigene Hof etc abgesoffen ist etc... Das man hier und da schon von möglichen Enteignungen spricht zeigt nur das die Nerven blank liegen und man offenbar nicht auf die Einsicht mancher Interessenvertrettern rechnen kann...

      /g\
      Was heißt hier private Interessen und eine von Dir vermutete fehlende Einsicht der Betroffenen?

      DIE machen sich schon lang Gedanken und haben ihre Betriebe sicherlich nicht in der Erwartung so gebaut, dass ihnen eine Überflutung egal wäre, weil sie nach dem Absaufen staatliche Hilfe erwarten können.

      Es geht hier um wirtschaftliche Existenzen.

      Da gilt es Kompromisse zu schließen.

      Sooo einfach gibt es die staatlichen Hilfen nicht, und sie sind sowieso begrenzt und decken niemals den tatsächlichen Schaden ab.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Flora schrieb:

      DIE machen sich schon lang Gedanken und haben ihre Betriebe sicherlich nicht in der Erwartung so gebaut, dass ihnen eine Überflutung egal wäre, weil sie nach dem Absaufen staatliche Hilfe erwarten können.

      Es geht hier um wirtschaftliche Existenzen.

      Da gilt es Kompromisse zu schließen.

      ...sicher. Vielleicht hat man auch gemeint nachdem Jahrhunderthochwasser von 2002 man hätte Zeit.. Das das Jahrhunderthochwasser nach 11 Jahren schon wieder kommt damit hat wohl Keiner gerechnet... Das z.Bsp. der Ministerpräsident von Bayern unzufrieden mit den Zahlen der vorgenommenen und tatsächlich verwirklichten Projekte,Massnahmen im Hochwasserschutz angesichts der hissigen Katastrophe (Deggendorf etc) ist, kann wohl jeder nachvollziehen. Und aus so einer negativen Stimmung ist wohl der Enteignungswunsch gewachsen um ein Mittel an der Hand zu haben das ihn da wohl "vorwärts" bringen soll... Es ist bestimmt nicht das richtige Mittel ,aber ihm läuft die Zeit davon und im Herbst wird gewählt...

      /g\

      Norle schrieb:

      Das z.Bsp. der Ministerpräsident von Bayern unzufrieden mit den Zahlen der vorgenommenen und tatsächlich verwirklichten Projekte,Massnahmen im Hochwasserschutz angesichts der hissigen Katastrophe (Deggendorf etc) ist, kann wohl jeder nachvollziehen.


      Tja, so ist nunmal Demokratie. %20&
      Da muss nunmal erst geplant, gefragt und genehmigt werden, bevor investiert wird, und das Geld muss dafür auch da sein.
      Wenn Hintz und Kuntz ihre Meinung kundtun wollen und dürfen, dauerts eben bisschen länger.. :D


      Aktuell kämpft man bei Stendal mit einem Deichbruch, durch den das Hinterland vollläuft.
      Dort will man heute vielleicht Schiffe versenken, um die Lücke zu schließen.
      welt.de/vermischtes/article117…m-Elbdeich-zu-kitten.html
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Fakt ist aber, daß es nur einige Wenige sind, die verantwortlich dafür sind, daß in natürlichen Überflutungsgebieten gebaut wurde und trotz der Ereignisse im Jahre 2002 wieder dort gebaut wurde und wird.
      Ich habe nun aber kein Verständnis dafür, daß wegen diesen Leuten ganze Dörfer unter Wasser stehen müssen, weil kurzsichtige Wasserschutzmaßnahmen die notwendigen Ausbreitungsflächen eingeschränkt wurden, dadurch die Wasserstände die Deiche überfluten, diese Bauten gefährden und nun, um die Wassermassen loswerden zu können, Deiche gesprengt werden und das Wasser weiter ins Land fließt, wie ohne diese Deiche.
      Es wird immer so sein, daß von einigen wenigen Betroffenen ein paar kleinere Opfer für die vielen anderen gefährdeten Menschen gebracht werden müssen (auch weil die Verantwortlichen nichts aus den vorherigen Katastrophen gelernt haben - wie beispielsweise die Abschaffung des bundesweit organisierten Katastrophenschutzes)
      Wenn dann ein Innenminister mehr als nur zögerlich wichtige Entscheidungen vorausschiebt und sogar teilweise verhindert, muß er sich nicht wundern, wenn er von Fachleuten öffentlich und deutlich gerügt und beschimpft wird und von aufgebrachten Geschädigten mit Holzscheiten beworfen wird.
      Kommt aber eine wichtige Maßnahme der uniformierten Helfer an der richtigen Stelle und gerade noch rechtzeitig zum Tragen, stellt er sich (wie immer in voller Mediengeilheit) in Positur und läßt sich gemeinsam mit em ebenso unfähigen Bürgermeister der Landeshauptstadt feiern.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      Flora schrieb:

      Da muss nunmal erst geplant, gefragt und genehmigt werden, bevor investiert wird, und das Geld muss dafür auch da sein.
      ..alles da.. Geld ist Bayern genügend vorhanden.Planung etc. steht schon seit 2002 aber es hängt an ein paar "Wutbürger" die solche Projekte zum Hochwasserschutz verhindern

      Flora schrieb:

      Wenn Hintz und Kuntz ihre Meinung kundtun wollen und dürfen, dauerts eben bisschen länger..

      ..das muss man jetzt solchen Menschen stehen die Haus,Hof und ihre Habe verloren haben obwohl der Fluss kilometerweit entfernt war...

      /g\