..bis zum nächsten Lebensmittelskandal

      fuchur schrieb:

      Was ist eigentlich für die Qualität eines Ei der entscheidende Faktor? Die Haltungsbedingungen des Huhns oder doch eher die Tatsache was man oben in das Huhn hineintut, damit unten was Vernünftiges rauskommt?
      ~k08
      Die Haltungsbedingungen sind ganz allein nur für die (einige?) Außenstehenden wichtig, also für die Grünen Spinner.
      Natürlich sieht es nicht überall so aus, wie die angeblichen "Tierfreunde" es in ausgesuchten Ställen (oder ist es immer der selbe Stall und der gleiche Film, der uns vorgesetzt wird?) filmen und dem sich gerne mal gruselnden Publikum vorführen.
      Und so sieht es tatsächlich nicht im überwiegenden Teil der Legebetriebe aus.
      Die Qualität von Massenproduktionseiern ist aus jeder Art Stallhaltung völlig gleich, weil standardisiertes Futter verabreicht wird.



      fuchur schrieb:

      Gut, eine Maschine muss gepflegt und gewartet werden, aber letztlich ist das Produkt was hinterher rauskommt nur so gut wie die Rohstoffe, die die Maschine verarbeitet... oder?
      Anders sieht es natürlich bei der bäuerlichen Hühnerhaltung aus, dem Hobbyhalter im Kleingärtner- und Kleintierzüchterverein und/oder in der Stadtrandsiedlung.
      Da wird doch mehr mit natürlichem Futter gearbeitet, was den Eiern zwar ein schönes goldenes Eigelb (was mit der Gabe von Paprika(pulver) auch funktioniert) und eventuell eine festere Schale gibt aber ansonsten ist der Inhalt qualitätsmäßig und geschmacklich gleich.
      Geschmacklich wird es erst schlimm, wenn man die Tiere im Übermaß mit Fischmehl füttert, was zwar auch im jetzigen Futter mit enthalten ist aber maches Mal in der DDR in solchen Mengen verabreicht wurde, daß die Eier wie Schildkröteneier recht fischig schmeckten.
      Testreihen unabhängiger Lebensmittel-Institute haben bei der Massenhaltung von Legehennen keinen Unterschied beim Gehalt der Eier gefunden, ganz egal aus welcher Art der Haltung diese auch kamen.
      Wo aber das regelmäßig bei BIO-Eiern gefundene Dioxin herkommt, konnte niemand bisher feststellen - eigentlich kann es doch nur aus dem Boden stammen, wenn die Tiere in den Außengehegen kratzen und ihn beim Futterpicken mit aufnehmen.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      alfons1249 schrieb:

      wenn man die Tiere im Übermaß mit Fischmehl füttert, was zwar auch im jetzigen Futter mit enthalten ist


      Einspruch: Fischmehl wird schon seit Jahren nicht mehr in Hühnerfutter verwendet.

      alfons1249 schrieb:

      Wo aber das regelmäßig bei BIO-Eiern gefundene Dioxin herkommt, konnte niemand bisher feststellen -


      Doch: Deine Annahme ist richtig. Es stammte aus Asphalt, mit dem die Kanten des Außengeheges befestigt waren.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Einspruch: Fischmehl wird schon seit Jahren nicht mehr in Hühnerfutter verwendet.
      Nee, nur nicht mehr in dem Maße, wie es früher der Fall war.
      Aber die einschlägigen Webseiten schreiben, daß bis zu einem Gehalt von drei bis vier Prozent noch immer Fischmehl verfüttert wird.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      Wie heißt es doch so schön in den Spruchweislichkeiten: "Der Wahnsinn hat Methode!"
      GOtt sei Dank hat man die überwiegende Menge von gut 35.000 Tonnen noch in den Lagerhallen festsetzen können.
      Hauptsache, daß da nicht irgendein Übereifriger ankommt und verlangt, die damit gefütterten Rinder zu entsorgen.
      Angeblich soll ja das Fleisch trotzdem eßbar sein und die Milch bei der üblichen industriellen Vermischung auch kaum Rückstände aufweisen.
      Etwas Gutes hat das aber:
      Die Biogashersteller hatten und haben zusammen mit den angeblich "belasteten" Fertignahrungsmitteln eine ganze Menge Rohmaterial für "billig Geld" zur Verfügung.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      Fragen über Fragen..

      Warum verkauft Serbien Mais, der mit Schimmelpilzgift belastet ist, an die deutsche Futtermittelindustrie?

      Warum verkaufen die Balkanländer nach der Mißernte des letzten Jahres überhaupt Mais?
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1
      ..Es zeigt sich doch einmal mehr das die Kontrollstrukturen irgendwie nicht functionieren... Denn wie kann man Mais importieren und ihn weitergeben ohne zu kontrollieren was da importiert wurde ? Man kann ja schon wieder von Glück reden das bei Routinekontrollen bei den Landwirten Jemanden was aufgefallen ist,denn wenn nicht hätte wieder Jemand seinen "Müll" für teures Geld verhöckert und keiner hätte es gemerkt...

      /g\

      Flora schrieb:

      Wie kann man überhaupt so dreist sein und verschimmelten Mais in den Export geben?

      ..man hat Insiderwissen und weiss das da nicht kontrolliert wird .. Oder es ist "kriminelle Energie" und "Koruption" im Spiel,denn längst weisen manche Machenschaften "mafiöse Strukturen" auf und manche Behörde schläft den Schlaf der Gerechten...

      /g\

      RedGrouper schrieb:

      Man hat den Eindruck....dass man nur noch von Verbrechern umgeben ist....


      Ja, genau. 99,9 % der Lebensmittel sind in Ordnung, aber ein Fall genügt, um das zu übersehen.

      Norle schrieb:

      ja,genauer gesagt bei einer Routinekontrolle bei einem Milchbauer sind erhöhte Grenzwerte aufgefallen



      die erhöhten Grenzwerte wurden in der Milch, bei der ganz normalen Routinekontrolle, die aber ja nicht stattfindet, wie man uns glauben machen will, entdeckt.

      Den Schimmelpilz selbst kann man auf den Maiskörnern nicht so ohne weiteres erkennen.

      Bekannt war, dass es in Serbien durch den Witterungsverlauf des letzten Sommers Probleme mit Schimmel auf noch nicht geerntetem Mais gab.

      Ist dieser erstmal gedroschen, also aus den Kolben gelöst, kann man das schon nicht mehr sehen.

      Ovidia spricht wahrscheinlich von verschimmelter Maissilage, da kann man das sehen.
      Ich hab als Kind oft Kühe gefüttert- wir waren einfach angehalten, Silofutter, das eine Schimmelstelle hatte, nicht zu verfütteren, weil klar war, dass das den Tieren schaden kann.

      Übrigens, nur rund 10% der bundesweit verwendeten Futtermittel werden importiert, und da war die eine Schiffsladung der volle Griff ins...
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1
      Diese 0,1% sind Tonnen, Tonnen wo sich ein verbrecherischer Haendler eine goldene Nase verdient!Heisst du dieses etwa gut?

      Aber der Mensch gewoehnt sich an alles, hie und da ein Skandal um Eier, Futtermittel, nicht deklarierte Zusaetze, ein begrenzter Ruf der Empoerung.Dann folgt ein anderer Skandal(Wettbetrug, Doping) und schon ist das meiste vergessen.Das ist die heutige Welt wie wir sie uns geschaffen haben, Lug und Betrug bestimmen das Tagesgeschehen.
      Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht(namibisches Sprichwort)

      Flora schrieb:

      Ja, genau. 99,9 % der Lebensmittel sind in Ordnung, aber ein Fall genügt, um das zu übersehen.
      ...sicher... es geht ja nicht um die 0,1% die der Verbraucher eh`schlecht abschätzen kann sondern um die (Aus)Wirkung und dem Verlust an Vertrauen was weitaus schlimmer ist und sehr lange in den Hinterköpfen bleibt... Ähnliches Beispiel ist doch wenn man 99,9% weisse Wäsche und 0,1% einen knallroten Stoffteil in die Waschmaschine gibt... das macht man auch nicht nochmal (Auswirkung etc) und kontrolliert vorher bevor man die Waschmaschine startet oder ?

      Flora schrieb:

      Übrigens, nur rund 10% der bundesweit verwendeten Futtermittel werden importiert, und da war die eine Schiffsladung der volle Griff ins...

      ..eben.. diese Schiffsladung entspricht dem knallroten Stoffteil in der weissen Wäsche (siehe oben)... Es mag`sein das man den Schimmelpiz mit dem Auge (optische Kontrolle) nicht sieht ,aber spätestens die Futtermittelhersteller hätten doch eine Materialprüfung im Labor etc. durchführen müssen und da hätte man doch dem Schimmelpilz auf die Spur kommen können....

      /g\
      Flora....es ist eben nicht nur "ein " Fall.....und die übrigen 99,9% sind OK....das ist ja eben das Problem.

      Da werden uns vermutl. schon seit Jahrzehnten "gepanschte" Fleischprodukte angedreht (wobei ich mir sicher bin, dass es nur die Spitze des Eisberges ist).......Bio-Produkte untergeschoben die keine sind...verbotene/belastende Futtermittel verteilt....Dioxin wurde in erheblichen Mengen gefunden...."gepappter" Schinken gab es, genau wie "Analogkäse"....verdorbener Käse und das sog. "Gammelfleisch"...pppppppp.....liesse sich fast endlos weiterführen.


      Nein...nein...Flora....es ist schon lange nicht mehr so, wie Du es wahrhaben möchtest...leider.