Die Welt ist erschöpft - Ressourcen schon jetzt verbraucht

      Norle schrieb:

      Denn wenn es nach den Verbrauchern ginge müsste und sollte das regionale Angebot der örtlichen Landwirtschaft stärker vertretten und daran sieht man wie "machtlos" der Verbraucher ist - er ist nur Konsument.


      Nein, genau an der Stelle ist er auch Täter, indem er nicht bewusst auswählt. Beispiel: es gibt "Fair trade" Schokolade, Kaffee, Bioprodukte, nimm was Du willst. Diese Produkte sind "teuer".
      Der Eine sagt: "Die kann ich mir nicht leisten", und futtert weiterhin seine Billigschokolade (andere Produkte) tafelweise.
      Ein anderer beschränkt sich im Konsum bewusst auf insgesamt weniger, aber hochwertige Produkte.
      Und genau bei diesem, bewussten Konsum klemmt es bei einem Großteil der Verbraucher.

      Das Angebot aus der örtlichen Landwirtschaft ist überall vorhanden, z.B auf den Wochenmärkten,, in kleineren, privater geführten Edekas, in Hofläden, in den "Tante Emmas" auf dem Dorf, aber es wird nur von einer kleinen Kundengruppe genutzt.
      Hier z.B. in der Region wurden in den letzten Jahren mehrere Wochenmärkte aufgelöst, weil die Verkaufsumsätze so rückläufig waren, dass es sich für die Standbetreiber nicht mehr lohnte.
      Der Verbraucher rennt eben lieber in den Discounter, nimmt alles auf einen Schwung mit, weil es (er) bequem ist.

      Dann wird auch gerne mal die größeer Packung gewählt, weil sie billiger ist und anschließend vergammelt die Hälfte daheim und kommt in die Tonne ..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Flora“ ()

      Es gibt schon Ketten, die besonders mit regionalen Angeboten werben und die diese Produkte auch ganz besonders in den Regalen auszeichnen.
      Wenn allerdings diese Regionalprodukte um Einiges teurer sind als die handelsüblichen Erzeugnisse, bleiben sie doch als Ladenhüter liegen.
      Bei uns ist das besonders bei den sogenannten "Ostprodukten" der Fall, die zwar als "Erzeugnis aus der Region" ausgezeichnet sind aber eben nicht preiswerter sind.
      Wenn dann noch dazu kommt, daß sie schon längst nicht mehr so schmecken, wie es eigentlich erwartet wird und aus der Vergangenheit bekannt ist, haben es diese Produkte besonders schwer, zumal die Kosten für die Listung bei den großen Ketten kaum von den Produzenten aufgebracht werden können, so daß sie gar nicht erst bundesweit bekannt werden können.
      Das gleiche Problem, allerdings generell nur über den Preis, haben sämtliche deutschen landwirtschaftlichen Erzeugnisse.
      Deren Preise liegen immer über denen der Importe.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      Flora schrieb:

      Ich wage mal zu behaupten, dass mit bewusster Auswahl und bewusstem Konsum das Geld durchaus für diese höherwertigen Produkte vorhanden wäre.
      Da wage ich mal die Gegenbehauptung, daß bei über 45% der abhängig Beschäftigten auch bei noch so bewußter Auswahl noch nicht einmal das Geld für normalpreisige Produkte vorhanden ist und diese Masse der Verbraucher auf die Preisgestaltung der Discounterketten und auf die Angebotspreise anderer Anbieter dringend angewiesen sind.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht wie sie das anstellen sollen und auch viele haben wirklich nicht das Geld dazu.Noch dazu ist vielen eingeimpft worden das z.b.s. abgelaufene Ware weggeworfen werden muss.Dann kommt noch die Werbung die viele Menschen infiziert.Urlaub für jeden,Handy muss das beste sein,PC ist Pflicht.Dafür muss am Essen gespart werden.
      !WR

      und auch viele haben wirklich nicht das Geld dazu

      Sie haben die Wahl zwischen hochwertigen und weniger hochwertigen Produkten...anders kommen Menschen mit NIedrigeinkommen

      nicht über die Runden. Da wird nicht gefragt....kommt das Fleisch aus einer Masttierhaltung oder Freilandhaltung.

      Man vergisst oft " der Mensch lebt nicht vom Brot allein "....essen allein macht nicht glücklich, wenn man sieht was sich der Nachbar

      alles leisten kann. Aber in einer Leistungsgesellschaft gibt es eben grosse soziale Unterschiede, wo die einen aus dem Vollen schöpfen,

      andere knausern müssen.

      Fantastic 4 schrieb:

      Sie haben die Wahl zwischen hochwertigen und weniger hochwertigen Produkten...anders kommen Menschen mit NIedrigeinkommen

      nicht über die Runden.

      Stimmt, sie haben zusätzlich noch die Wahl des Selbermachens, nur das ist mit Arbeit verbunden.
      Wenn es allerdings am nötigen Willen und Wissen mangelt, gibt es eben wochenlang Nudeln..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Fantastic 4 schrieb:

      Aber in einer Leistungsgesellschaft gibt es eben grosse soziale Unterschiede, wo die einen aus dem Vollen schöpfen,

      andere knausern müssen.
      ..das stimmt schon,aber in der Vergangenheit (soziale Marktwirtschaft) so hatte jeder gleichermassen von einem wirtschaftlichen Aufschwung profitiert..Es gab Unterschiede aber sie waren nicht so gross ( Schere ehr geschlossen)..Heute findet die Umverteilung von Unten nach Oben statt und die Belastung der Bürger steigt stetig (..immer weniger vom Netto)...

      /g\ .

      Flora schrieb:

      Stimmt, sie haben zusätzlich noch die Wahl des Selbermachens, nur das ist mit Arbeit verbunden.
      Dieser Slogan ist der reinste Selbstbetrug . . .
      Wir leben grundsätzlich nicht von Fastfood und/oder Büchsenfraß, bei uns wird immer Frischware verarbeitet aber das das preiswerter sein soll, haben wir noch nie bemerkt.
      Preiswert ist es nur, wenn wir alles direkt beim Hersteller oder Erstverarbeiter kaufen könnten aber auch nicht in jedem Fall..
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      Flora schrieb:

      Stimmt, sie haben zusätzlich noch die Wahl des Selbermachens, nur das ist mit Arbeit verbunden.
      Wenn es allerdings am nötigen Willen und Wissen mangelt, gibt es eben wochenlang Nudeln..


      Wille und Wissen allein genügt wohl nicht mehr...unsere Gesellschaft ist auf Fertig-Ware umprogrammiert und niemand, aber auch

      niemand hat ein Interesse - das rückgängig zu machen...die Konsumindustrie am wenigstens.

      Ich mache wenigstens meine Marmelde noch selbst und einen Topfkuchen kann ich auch backen..und die " moderne Hausfrau " kann

      oder macht das noch nicht mal.

      Fantastic 4 schrieb:

      unsere Gesellschaft ist auf Fertig-Ware umprogrammiert und niemand, aber auch niemand hat ein Interesse - das rückgängig zu machen
      das mag sein, aber da hab ich kein Mitleid.
      Selber schuld, wenn man sich nicht um seine ureigensten Belange kümmert.


      Fantastic 4 schrieb:

      die Konsumindustrie am wenigstens.
      Die hat ihre Bedeutung solange, wie der Verbraucher das Angebot annimmt.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      fuchur schrieb:

      Es ist nur ein Angebot und keine Verpflichtung!!!
      Das ist schon richtig, der Traum vom Angebot, welches von der Nachfrage geregelt wird, ist leider einem Diktat durch das Angebot gewichen, was dem Verbraucher sehr unterschwellig untergejubelt wird.
      Ob nun dieses oder jenes "Angebot" auch so angenommen werden kann, entscheidet aber selten die Ratio, sondern mehrheitlich der Geldbeutel.
      Daß ich mich schon nach zwölf Jahren von meinem fahrbaren Untersatz trennen muß ist auch nicht unbedingt mein freier Wille, sondern mein Konto sagt mir eindeutig, daß ich die schon heute vorausgesagten Reparaturen zwar bezahlen kann, diese aber den Zeitwert des Autos um das Doppelte übersteigen werden - ergo sinnlos wären.
      Also in der nächsten Zeit muß es gut verkauft und ein neues zwangsläufig erworben werden - aber auch hier zwingt uns der Geldbeutel zu Kompromissen, denn ein deutsches Erzeugnis übersteigt das Limit, so muß ein ausländisches her.
      Und genau vor diesem Dilemme stehen eine Unzahl von Verbrauchern auch - es ist eben so, daß ihr pekuniärer Zustand ihnen kaum eine Auswahl ermöglicht.
      Der Verbraucher war, ist und bleibt somit eher das Opfer als der Täter, er kann es sich ganz einfach finanziell nicht leisten, noch auf Nachhaltigkeit (wat'n beklopptes Wort) der Produkte zu achten.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


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