45 Jahre arbeiten für 140 Euro Rente

      45 Jahre arbeiten für 140 Euro Rente

      Rente für Geringverdienerinnen

      45 Jahre arbeiten für 140 Euro Rente

      28.03.2012, 06:44

      Von Thomas Öchsner
      Millionen Frauen müssen befürchten, im Alter arm zu werden - obwohl sie arbeiten. Betroffen sind vor allem Minijobberinnen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Ohne andere Einkünfte werden die gering verdienenden Frauen im Alter auf staatliche Hilfe angewiesen sein.
      Quelle : sueddeutsche.de/wirtschaft/ren…oht-altersarmut-1.1320089
      ..also Leute was ist hier los ? Menschen die arbeiten gehen und das 45 Jahre lang bekommen soviel Rente das sie noch nicht einmal das Existenzminimum haben ? Erzähl`mir nicht wieder einer was von Leistungsprinzip ,sozialer Marktwirtschaft oder anderen kapitalischen Verwirrungsformeln,denn diese Menschen werden nach dem kapitalischen Lehrbuch ausgebeutet bzw. deren Notlage werden von den Unternehmern ausgenutzt - Hauptsache man hat ein Job - die sich dann doof und dämlich verdienen... zahlen keine Sozialabgaben etc. die Versorgung kann ja dann später der Steuerzahler machen... Deutschland geht es gut... Jeder 6.Deutsche ist von Armut betroffen ... Deutschland geht es gut ... Die Spitzengehälter steigen in das unermessliche.... Deutschland ist arm - alle EU-Nachbarnländern geht es besser....

      /g\

      Norle schrieb:

      Menschen die arbeiten gehen und das 45 Jahre lang bekommen soviel Rente das sie noch nicht einmal das Existenzminimum haben ?
      DAS darf wirklich nicht sein.
      Wer solange gearbeitet hat sollte auf jeden Fall von seiner Rente leben können - und zwar ohne irgendwelche Zuschüsse vom Staat.
      Je älter man ist desto schwerer fällt es den einzelnen Personen zum Amt zu gehen, sie halten das für Betteln.
      Ganz abgesehen davon hat man doch deshalb solange gearbeitet, um das im Alter nicht mehr zu müssen und von dem erarbeiteten Geld leben zu können.
      Minijobs sind keine schlechte Idee aber sie sollten zeitlich begrenzt sein. Die Ausrede, so bekommt man eine Festanstellung glaubt sowieso niemand mehr denn das sind Ausnahmen, vielleicht 1 von 100.
      Nur mit zeitlicher Begrenzung hat man irgendwann die Möglichkeit Vollzeit zu arbeiten und entsprechende Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen zu können.

      Deutschland ist nicht arm, dass Geld ist nur schlecht verteilt.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Norle schrieb:

      Menschen die arbeiten gehen und das 45 Jahre lang bekommen soviel Rente das sie noch nicht einmal das Existenzminimum haben ?
      Das Bundesarbeitsministerium hat nun ausgerechnet, was dies an Rente bringt. Danach erwirbt ein Minijobber, der ein Jahr lang tätig ist, eine
      monatliche Rente von 3,11 Euro. Nach 45 Versicherungsjahren beträgt der Anspruch auf Altersgeld auf Grundlage der heutigen Werte nur 139,95 Euro.
      sueddeutsche.de/wirtschaft/ren…oht-altersarmut-1.1320089


      Welche Frauen arbeiten 45 Jahre lang lediglich in einem 400 €-Job?

      Norle schrieb:

      deren Notlage werden von den Unternehmern ausgenutzt - Hauptsache man hat ein Job - die sich dann doof und dämlich verdienen... zahlen keine Sozialabgaben
      Der Arbeitgeber zahlt auf einen 400 € Job pauschal 30,77% Sozialabgaben, der Arbeitnehmer ist Sozialversicherungsfrei und erhält seine Bezüge "brutto für netto"
      Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, den Rentenbeitragssatz von 15% (die der Arbeitgeber zahlt), freiwillig auf 19,9% aufzustocken, was kaum einer der 400€-Jobber wahrnimmt...
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Welche Frauen arbeiten 45 Jahre lang lediglich in einem 400 €-Job?
      ..es werden ja auch standig unbefristete sozialversicherungspflichtige Volltimejobs angeboten... |S|

      Es werden doch immer weniger Volltimejobs angeboten so das manchmal sehr oft 2,3 Minijobs gemacht werden müssen was rentenmässig den Speck auch nicht fett macht...Die Arbeits-Biographien haben sich verändert...

      /g\
      Menschen, die wenig verdienen und das werden in Deutschland immer mehr, zahlen wenig oder nichts in die Rentenkasse ein. Aber anstatt

      für " gerechte " Löhne "(Mindestlöhne) einzutreten, will Frau v.d. Leyen eine " Grundrente " einführen, die sich aus Beiträgen und Steuer-

      gelder finanziert, so 850 Euro im Monat, die liegen wohl unter der Armutsgrenze...!



      Armutsgrenze:

      Als bedroht gilt, wer monatlich weniger als 940 Euro zur Verfügung .....spiegel online



      Aber Rentner dürfen jetzt unbegrenzt zu verdienen..das nennt man soziale Sicherheit im Alter. ~k08

      Arbeiten lohnt sich wirklich nicht mehr...aber eigentlich sollte es lt. einer Partei heissen " Arbeit muss sich wieder lohnen ",

      fragt sich nur für wen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Fantastic 4“ ()

      Norle schrieb:

      es werden ja auch standig unbefristete sozialversicherungspflichtige Volltimejobs angeboten.

      Hast wohl hier oder hier nachgesehen, oder? ;)

      Norle schrieb:

      Die Arbeits-Biographien haben sich verändert...


      ja, sicherlich, genau so, wie sie sich immer im Lauf der Geschichte verändert haben..

      Die Zeiten sind noch nicht so lang her, dass in der Landwirtschaft Knechte und Mägde gearbeitet haben, die nur zwischen Weihnachten und Neujahr frei bekamen..

      Aber zurück zum eigentlichen Thema:

      Wieviele Frauen können denn wirklich, neben Kindererziehung und Haushalt, Vollzeit arbeiten?
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1
      In meinem Verwandten-, Freundes- , Kollegen- und Bekanntenkreis kenne ich einige Personen, die einen 400,-€-Job haben oder in den letzten 3-4 Jahren hatten.
      Diejenigen, die ihn heute noch haben, wollen gar nichts anderes als einen solchen Job. Teilweise sind mehrere Angebote nach einer Teil- oder Vollzeitbeschäftigung aus privaten Gründen abgelehnt worden.
      Diejenigen, die den Job nur aus der Not heraus hatten, hatten diesen auch nur vorübergehend und sind zwischenzeitlich in einer vernünftigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung untergekommen.

      Für mich wird hier eine öffentliche Diskussion angezettelt, nach dem Motto: "Ich gehe raus in den Regen und nehme keinen Regenschirm mit und hinterher such ich mir einen, der Schuld ist, dass ich nass geworden bin."

      Flora schrieb:

      Wieviele Frauen können denn wirklich, neben Kindererziehung und Haushalt, Vollzeit arbeiten?
      Können könnten sie schon, wenn der Staat die strukturellen Möglichkeiten bereitstellen würde.
      Aber wollen sie denn auch alle ? ? ?
      Es hapert aber grundsätzlich auch am Wollen der Frauen und, was noch gravierender negativ zu Buche schlägt, an der grundsätzlichen Unfähigkeit (oder auch nur Unwillen?) des Staates die entsprechende Anzahl an Kindertagesstätten bereitzustellen.
      In meiner Heimat war es für alle Frauen kein (so extrem großes) Problem einen vernünftig bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen und einen Platz in Krippe, Kindergarten und/oder Hort.
      Diese Plätze waren zu einhundert Prozent vorhanden, Kitaplätze nicht unbedingt aber eine riesige Anzahl von Betrieben (auch kleinere) sorgten für ihre Frauen mit einem Betriebskindergarten für ausreichende Plätze.

      Flora schrieb:

      ja, sicherlich, genau so, wie sie sich immer im Lauf der Geschichte verändert haben..
      Die Zeiten sind noch nicht so lang her, dass in der Landwirtschaft Knechte und Mägde gearbeitet haben, die nur zwischen Weihnachten und Neujahr frei bekamen..
      Das hat nun ganz und gar nichts mit dem Thema zu tun, denn die haben normalerweise auch bis zum Ende ihres Lebens als Magd und Knecht beim Großbauern gearbeitet.
      Außerdem war auf dem Lande eine ganz andere Versorgungsstruktur für die Alten vorhanden, die es gar nicht nötig machte fürs Alter vorsorgen zu müssen.


      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alfons1249“ () aus folgendem Grund: Korrekturen und Ergänzungen

      fuchur schrieb:

      Diejenigen, die ihn heute noch haben, wollen gar nichts anderes als einen solchen Job.
      ..ich glaube es müsste ehr heissen "...weil es kein anderes Angebot für die Frauen gibt.." Und das es anders geht zeigen ja die vielzitierten Länder wie Schweden,Finnland etc. Würde aber heissen das man die Frauen und ihre Belange an einer Arbeitsstruktur ernst nehmen müsste,was wiederrum die so erzielten Gewinne etc. schmällern würde...

      fuchur schrieb:

      Diejenigen, die den Job nur aus der Not heraus hatten, hatten diesen auch nur vorübergehend und sind zwischenzeitlich in einer vernünftigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung untergekommen.

      ..das ist aber leider immer öfters die Ausnahme als die Regel...Viele Lösungen am Arbeitsmarkt wurden immer installiert sie seien eine gangbare "Brücke" zu einem festen Job = sozialversicherungspflichtige Stelle,aber das Gegenteil ist eingetretten : Die Ausnahmefälle (Leiharbeit,Ein-Euro-Job,400-Euro-Jobs) sind doch zum Standart geworden und die Regel = ein unbefristeter Vollzeitjob zur Ausnahme...

      /g\

      fuchur schrieb:

      Für mich wird hier eine öffentliche Diskussion angezettelt, nach dem Motto: "Ich gehe raus in den Regen und nehme keinen Regenschirm mit und hinterher such ich mir einen, der Schuld ist, dass ich nass geworden bin."
      So kann und darf man dieses Problem nicht einmal ansatzweise sehen wollen.
      Fakt ist, daß es immer mehr dieser minderbezahlten Jobs gibt und kein Betrieb auch nur das geringste Interesse hat Vollzeitjobs (außer für Leihsklaven) einzurichten.
      Daß es in Deiner Verwandtschaft und Bekanntschaft immer regelmäßig mit dem Vollzeit-Arbeitsplatz geklappt hat, ist schon erfreulich aber keinesfalls die Normalität.
      Mag sein, daß es auch ein wenig an der Region liegt, denn flächendeckend ist dieser Zustand schon mit "paradiesisch" zu bezeichnen.
      Ich sehe das unter anderem auch bei unserer Tochter.
      Die versucht schon seit Jahren eine Vollzeitstelle zu bekommen und hält sich und ihre Familie zwangsläufig aber immer nur mit Teilzeit- und Minijobs über Wasser.
      Die einzige "Hilfe", die sie von der AfA bekommt, sind dumme Sprüche und völlig sinnlose (Zwangs)Maßnahmen, die sie aber jedesmal den Job kosten, weil sie grundsätzlich mit Leistungsstreichung bedroht wird, wenn sie weiterarbeiten würde und nicht an diesen Maßnahmen (sprich: dumm herumsitzen, am PC spielen, "lernen", wie man sich bewirbt und anderen Schwachsinn)
      teilnehmen sollte.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      alfons1249 schrieb:

      und völlig sinnlose (Zwangs)Maßnahmen, die sie aber jedesmal den Job kosten, weil sie grundsätzlich mit Leistungsstreichung bedroht wird, wenn sie weiterarbeiten würde und nicht an diesen Maßnahmen (sprich: dumm herumsitzen, am PC spielen, "lernen", wie man sich bewirbt und anderen Schwachsinn) teilnehmen sollte.
      Hm, sie wird zu einer solchen Massnahme eingeladen während sie einen Arbeit hat?
      Sowas hab ich ja noch nie gehört denn diese Massnahmen sind dafür da, die Menschen wieder in den Markt zu integrieren, vor allem aber, sie aus dem Herumsitzen und Nichtstun heraus zu holen, sie wieder in einen geregelten Tagesablauf zu integrieren.
      Menschen, die eine Arbeit haben müssen nicht an solchen Fortbildungen teilnehmen, schon gar nicht wenn die Gefahr besteht das sie ihren Job verlieren.
      Sehr merkwürdig....sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt und ich arbeite viel mit Arbeitssuchenden.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Megazicke83 schrieb:

      Hm, sie wird zu einer solchen Massnahme eingeladen während sie einen Arbeit hat?
      So isses ! ! !
      Und nicht das zum ersten Mal.
      Diesmal mit der Begründung, daß sie hätte weiterarbeiten können, wenn der Arbeitgeber sie mit voller Stundenzahl einstellen würde.
      Das gäbe die Arbeit schon her aber die Gelder sind einfach nicht vorhanden, nur für Teilzeit- und minderbezahlte) Hilfskräfte.
      Sie hat auch nur für die Zeit der Maßnahme einen Vollzeit-Kita-Platz bekommen, von einem Tag auf den anderen.
      Denn auch hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Bekommt sie einen Vollzeitjob, bekommt sie auch einen Vollzeitkitaplatz, den aber erst, wenn sie einen Vollzeitarbeitsvertrag vorlegen kann, den sie aber nur bekommt, wenn sie zu einhundert Prozent zusagen kann, daß sie das Kind Vollzeit unterbringen kann, was sie aber ohne richtigen Vertrag eben auch nicht beantragen kann . . .
      Und wenn ja, dann dauert die Genehmigung Wochen, wenn nicht gar noch länger, denn die Wartezeit auf einen Kita-Platz ist mittlerweile bei uns auf über ein Jahr angestiegen.
      Und das in einer Stadt, die mit ihrer ehemaligen Großindustrie zu 100% mit Plätzen für die Kinder versorgt war - Eine Schande . . .
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


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      alfons1249 schrieb:

      Diesmal mit der Begründung, daß sie hätte weiterarbeiten können, wenn der Arbeitgeber sie mit voller Stundenzahl einstellen würde.
      Das ist unglaublich und dumm dazu.
      Wie kann man riskieren, dass jemand seinen Job verliert ( und sei es auch nur einer auf 400 € Basis ) und man danach mehr öffentliche Gelder an die Person zahlen muss, anstatt so eine Massnahme, wenn sie überhaupt sein muss, dann zu legen wenn der Arbeitssuchende keinen Job hat?
      Ich würde mir sowas nicht gefallen lassen und dagegen klagen.


      alfons1249 schrieb:

      Denn auch hier beißt sich die Katze in den Schwanz:
      Das ist leider oft so.
      Man bekommt das Eine nicht wenn man das Andere nicht vorweisen kann.
      Eine entfernte Bekannte von mir könnte für eine Taxifirma arbeiten, kann den Preis für den Taxischein aber nicht zahlen.
      Die Afa würde zahlen wenn die Taxifirma schriftlich bestätigt, dass sie dann auch dort anfangen kann, sprich sie muss einen Arbeitsvertrag vorweisen. Nur, wer gibt einem einen solchen Vertrag wenn man die Personenbeförderungskarte noch nicht vorweisen kann? Niemand!
      Das totale Chaos.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t