Ein Drittel aller Lebensmittel landet nicht im Magen

      Ein Drittel aller Lebensmittel landet nicht im Magen

      Riesige Verschwendung
      Ein Drittel aller Lebensmittel landet nicht im Magen


      Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel geht verloren oder wird verschwendet.
      Demnach verschwendet in Europa und Nordamerika jeder Mensch durchschnittlich bis zu 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr.
      In ärmeren Regionen wie Südostasien oder Afrika sind es nur bis zu elf Kilogramm.
      Quelle und mehr: tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittel132.html
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Das wir in einer Überfluss- und Wegwerfgesllschaft leben, ist doch schon länger bekannt.

      Wenn ich so sehe, was bei Bekannten im Restaurant an Nahrungsmittel weggeworfen wird, dann überrascht mich

      diese Nachricht nicht.

      Und dann verstehe einer - das Millionen von Menschen auf der Erde hungern - vom Wassermangel ganz zu schweigen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Fantastic 4“ ()

      Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend die Händler und Konsumenten verantwortlich. Häufig führten dort "mangelnde Einkaufsplanung oder übertriebene Vorsicht bei Haltbarkeitsdaten zu großer Verschwendung", heißt es in der Studie. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, weil sie in Form und Aussehen nicht der erwarteten Norm entsprächen.
      Quelle : tagesschau.de/wirtschaft/lebensmittel132.html

      Das Hauptproblem in den wohlhabenden Industriestaaten ist natürlich dieser "Wegwerf-Modus". Also wenn ein Lebensmittel nicht so ist wie es sein soll "ab in den Kübel" anstatt zu überlegen was kann man noch daraus machen ?... Es fehlen aber im Allgemeinen die Grundlagen über Lebensmitteln da man diese zum grössten Teil nur aus der Konserve kennen . Verarbeitung,Haltbarmachung und Zubereitung der Lebensmitteln waren früher "Sache" der Hausfrau und da wurde auch so gut wie nichts weggeworfen...Nur Heute wo so gut wie alles aus der Dose kommt ist natürlich auch das Wissen über diese Dinge nicht mehr vorhanden und wird so manches Lebensmittel weggeworfen weil man es nicht anders kennt...

      /g\
      Es ist nicht nur das Wissen, das nicht mehr vorhanden ist, um "Reste" geschickt zu verwerten...

      Norle schrieb:

      Das Hauptproblem in den wohlhabenden Industriestaaten ist natürlich dieser "Wegwerf-Modus". Also wenn ein Lebensmittel nicht so ist wie es sein soll "ab in den Kübel"
      Lebensmittel sind überall preisgünstig zu haben und im Überfluß vorhanden, der Schaden ist nicht groß, wenn da mal was wegkommt..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Es ist schon richtig, daß die Menschen extrem verwöhnt sind und Obst und Gemüse und auch andere Lebensmittel viel zu schnell wegwerfen, wird ihnen doch in den Medien oft genug und sehr eindringlich vor den angeblich schrecklichen Folgen beim Verzehr nicht mehr ganz frischer Lebensmittel ein Horrorszenario aufgebaut.
      Wenn sie dann noch mit ansehen, daß gewisse Handelsketten diese noch wochenlang verwendbaren und genießbaren Nahrungsmittel vernichten, wird diese irrige Meinung noch verstärkt.
      Bei der immer weiter um sich greifenden Armut der Menschen in Deutschland ist es in meinen Augen ein Verbrechen, wenn nicht sämtliche Händler dazu verpflichtet werden, sich an den Tafeln zu beteiligen.
      Von der weltweit sehr unterschiedlichen Verteilung des Nahrungsmittelangebotes soll erst gar nicht geschrieben werden, denn das würde hier den Rahmen sprengen.
      Aber selbst dort hat diese Marotte der unbedingt nur frisch eßbaren Nahrung um sich gegriffen.
      Leider ist, wie hier schon geschrieben wurde, auch das Wissen um die Haltbarmachung und sicheren Aufbewahrung von Lebensmitteln teilweise total verloren gegangen - Von der selbst Zubereitung von Essen und der Resteverwertung mal ganz abgesehen.
      Obst und Gemüse bleibt teilweise selbst in den Läden der Tafeln völlig unbeachtet, wenn es nicht so aussieht, wie im Supermarkt nebenan (das ist aber von Region zu Region auch schon unterschiedlich).
      Auf der anderen Seite ist mir schleierhaft, wie die Menschen sich so schnell daran gewöhnt haben, all und jedes Obst und Gemüse (besonders auch exotisches Zeug) zu jeder Jahreszeit im Angebot haben zu müssen.
      Es genügt doch völlig, wenn deutsche und europäische Erzeugnisse zu den entsprechenden Reifezeiten in den Regalen liegt und zu den anderen Zeiten das zur Jahreszeit gehörende Lagerobst/-gemüse.
      Zusätzlich eine gewisse Auswahl an Importen von Sachen, die jeder so kennt und die problemlos importierbar, lagerfähig und verkäuflich sind.
      Ich muß nicht unbedingt Früchte kaufen, bei denen ich erst im botanischen Lehrbuch nachsehen muß, was das sein soll und in anderer Fachliteratur, warum, wann und wie ich das Zeug zu essen habe.
      GOtt sei Dank sind wir und haben auch unsere Kinder so erzogen, daß bei uns
      gar nichts oder kaum etwas an Nahrungsmitteln weggeworfen wird.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      Flora schrieb:

      Mir geht da das unselige Mindesthaltbarkeitsdatum im Kopf herum..
      Das ist so eine Sache, denn die meisten Verbraucher setzen in völliger Unkenntnis dieses MHD mit dem Ende der Verbrauchsfrist gleich.
      Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob da steht:

      "Zu verbrauchen bis: xx. yy. zzzz"

      oder eben:

      "Mindesthaltbarkeit: xx. yy. zzzz"


      Das Verbrauchsdatum sagt eigentlich "Bis hierhin und nicht weiter!"
      Wobei mit einer guten Nase und dem Blick für das Wesentliche, ist dieses Datum ebenfalls nicht zwingend einzuhalten, besonders wenn die Ware im Tiefkühler gelagert war.

      Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nur, daß die Ware bis zu diesem Datum zu einhundert Prozent garantiert ohne Qualitätseinschränkung zu genießen ist.
      Praktisch sind aber diese Lebensmittel ohne Probleme noch viel länger genießbar, teiweise noch wochen- bzw monatelang nach Ablauf des MHD, denn es heißt ja eindeutig daß die Ware "mindestens" bis zu diesem Datum haltbar und eßbar sein muß.
      Was darüber hinaus geht, entscheidet der Verbraucher.

      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      Zwischen Wochen- und monatelang liegen für mich Welten.
      Was für eine Konservendose gelten mag, ist bei einem Joghurt nicht mehr das richtige.

      Mich persönlich stören außerdem die hohen Qualitätsansprüche und Normen, nicht nur die vorgegebenen, sondern auch die eigenen, aufgrund derer auch sehr viel aussortiert wird.
      Diesen Wahn werden wir aber wohl kaum zurückentwickeln können, es sei denn es gibt ne Hungersnot..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      alfons1249 schrieb:

      Das ist so eine Sache, denn die meisten Verbraucher setzen in völliger Unkenntnis dieses MHD mit dem Ende der Verbrauchsfrist gleich

      Ob es nun das Mindeshaltbarkeitsdatum ist oder andere lebensmitteltechnische Daten so sind die meisten Verbraucher über deren Zweck oder Anwendung nicht immer richtig informiert. Bei einer Überschreitung eines solchen Grenzwertes wird praktisch gleichgesetzt mit Gefährdung für "Leib und Seele"....Und weil man sich mit dem Zeug nicht auskennt werden Lebensmittel lieber gekübelt ....

      /g\
      Der Verbraucher ist auch kein Lebensmittelchemiker und ein aufgedrucktes Datum - wird

      mit " bis dahin essbar gleichgesetzt " . Hatte am Samstag ein Körnerbrot gekauft, haltbar bis

      16.5. und ich fand schon vor dem Ablaufdatum Schimmel im Brot! Das wäre mir bestimmt nicht

      bekommen. Ich achte immer auf das Datum, darüber ess ich nie - lasse es aber auch nicht dazu

      kommen, dass es bei mir im Kühlschrank oder Vorratsschrank datumsmässig verfällt.

      Fantastic 4 schrieb:

      Hatte am Samstag ein Körnerbrot gekauft, haltbar bis

      16.5. und ich fand schon vor dem Ablaufdatum Schimmel im Brot!
      Sowas hatte ich auch schon und natürlich sollte man das nicht mehr essen.
      Meine Mutter schneidet, wenn sie Schimmel an einer Scheibe Käse findet, den einfach ab und futtert den Rest ( Kriegskinder sind so ).
      Ich hab das mal gesehen und achte seitdem darauf. Finde ich Schimmel, fliegt der Käse weg, auch wenn der Schimmel da nicht halb so schädlich ist wie beim Brot.
      Schimmel auf der Marmelade kann man sogar entfernen und die Marmelade normal weiter essen. In ihr ist soviel Zucker, dass der Schimmel nicht durch den gesamten Glasinhalt dringen kann. Ich weiß das, habs in der Schule gelernt und würde die Marmelade trotzdem nicht mehr essen.

      Natürlich kann man Lebensmittel, deren MHD abgelaufen ist, noch essen, weshalb viele Geschäfte diese Waren zum halben Preis verkaufen. Ich hab noch niemals etwas davon gekauft und esse nichts was abgelaufen ist.
      Allerdings verbrauche ich meine gekauften Lebensmittel vor Ablauf des MHD und werfe nur sehr, sehr wenig Lebensmittel weg.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t
      Im Kleinhaushalt kann man wohl ziemlich gut einschätzen wieviel man einkaufen muss.
      In unserem Mehrpersonenhaushalt bleiben öfter Reste mit denen man nicht gerechnet hat..
      Pausenäpfel und mitgegebene Getränke, die nicht verzehrt wurden..
      Essen, das übrig bleibt, weil die Kinder nicht planmäßig heimkommen, oder nicht mögen..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Doc schrieb:

      An den angeblich hierzulande jährlich in Mülltonnen landenden zwanzig Millionen Tonnen = unfassbare zwanzig Milliarden Kilogramm
      Lebensmitteln bin ich vielleicht mit einem knappen Pfund beteiligt.

      P.S.: Allerdings halte diese Mengenangabe für absichtlich stark übertrieben.
      Nee, das glaub ich nicht..

      Wenn man wirklich jeden angefaulten Apfel, oder jeden Rest, der nicht aufgegessen, sondern weggeworfen wird, berücksichtigt..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

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      Flora schrieb:

      Nee, das glaub ich nicht..
      Ich auch nicht . . .
      Ich halte diese Zahlen für noch stark untertrieben.
      Bei "Weihnachtsgans und Gänsebraten" schrieb ich schon dazu:

      alfons1249 schrieb:

      Nöö,
      wenn man sich die (neuerdings zugeketteten) Container hinter den Supermärkten und Discountern so anschaut und/oder beim Entsorgen des Biomülls einen intensiveren Blick in die privaten Biotonnen wirft und das mal rein überschlagsmäßig hochrechnet, dann könnten die zwanzig Millionen Tonnen eventuell gar nicht reichen.
      Ich kann die Leute, die sich ausschließlich durch "Containern" ernähren ganz und gar nicht verurteilen, denn der überwiegende sogenannte "Abfall" der Geschäfte, Privatleute und besonders der Gaststätten ist durchaus noch genießbar.
      Mit Schuld an dieser Situation ist zum Beispiel die mangelhafte Aufklärung der Verbraucher über den Unterschied zwischen "Ablaufdatum" und "Mindesthaltbarkeitsdatum".
      Dazu kommen dann die absichtlich völlig übertriebenen Horrormeldungen der Medien über sogenannte "Nahrungsmittelskandale", die bei genauerem Hinschauen oft genug gar keine waren oder sind aber die Verbraucher extrem verunsichern und zum übereilten Wegwerfen von noch eßbarer Nahrung animieren (besser: verleiten).
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      das ist traurig. das fängt schon in den supermärkten an.
      so etwas hat es bei mir noch nie gegeben. nicht eine scheibe brot wird weggeschmissen.
      und das schlimme, mit den sachen die die tafel abholt wird auch noch ein riesengeschäft gemacht.
      mann nennt es das riesen geschäft mit Hartz IV.
      %21& Ich verstehe nix vom Sex, ich war immer verheiratet.

      Flora schrieb:

      Zwischen Wochen- und monatelang liegen für mich Welten.
      Was für eine Konservendose gelten mag, ist bei einem Joghurt nicht mehr das richtige.

      Mich persönlich stören außerdem die hohen Qualitätsansprüche und Normen, nicht nur die vorgegebenen, sondern auch die eigenen, aufgrund derer auch sehr viel aussortiert wird.
      Diesen Wahn werden wir aber wohl kaum zurückentwickeln können, es sei denn es gibt ne Hungersnot..

      moin moin flora,

      mich stört am meissten, dass zu jeder stunde auch kurz vor feierabend noch alle waren im vollen sortiment vorhanden sein müssen.
      die kunden verlangen es. mich persönlich stört es nicht, wenn bei dem bäcker abends nicht mehr alle sorten brot da sind, nehme ich eben mal ein anderes.
      so kommt es eben, dass die bäcker teilweise ihr brot dann zum heizen des backofens für neue brote verwenden.

      bei mir im haushalt werden keine 500 gr. im jahr verworfen. auch nicht als wir noch 5- personen- haushalt waren.


      es ist alles eine schande.
      %21& Ich verstehe nix vom Sex, ich war immer verheiratet.
      Da gebe ich Dir Recht Robert!es müssen immer gefüllte Regale sein,aber das kommt nicht vom

      Verbraucher,die oberen Etagen ordnen das an,denn der Wettbewerb zählt.Meine Bekannte

      arbeitet bei einer Bäckerei-Kette,es muß immer alles bis zur letzten Minute da sein,sie ist ,und

      ihre Kolleginnen auch eine sparsame Hausfrau. Wir leben im Überfluß .
      Der Nächste BItte ! ~k25