Bund-Länder-Gespräche - Von der Leyen bei Hartz-IV-Paket offen für Kompromisse

      Emerald Isle schrieb:

      und sich seitdem absolut nichts getan hat?
      Das BVerfG selbst hat eine Neuberechnung zu einem bestimmten Stichtag vorgegeben, so dass erstmal ne Zeit lang nichts passieren konnte.
      Im übrigen bin ich eigentlich ganz froh, dass es sich mal zeigt, dass unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Zielsetzungen am werkeln sind. Bemängeln wir doch sonst immer, dass die eine Partei nicht mehr von der anderen zu unterscheiden ist.
      Mag sein, dass das ganze auch zum 01.01. hätte in trockenen Tüchern sein können, wenn man es anders angegangen wäre, aber grundsätzlich gehört es bei unserer demokratischen Ausgestaltung des Grundgesetzes nunmal dazu, dass bei gegensätzlichen Mehrheitsverhältnissen auch mal etwas länger um einen tragfähigen Kompromiss gerungen wird.
      Würden die alles ratzfatz im stillen Kämmerlein verhandeln, wäre es uns mit Sicherheit auch nicht recht und das Gejaule nach Transparenz wäre wieder lauter als die beschlossenen Inhalte.

      Emerald Isle schrieb:

      wenn eine Berufsgruppe sich ihr Einkommen selbst bestimmen kann/darf, während andere am Existenzmininum knabbern.
      Na wenigstens kann sich die eine Gruppe sich Berufsgruppe nennen.
      Liegt es nicht in der Natur der Sache, dass wenn Leistungen das Existenzminimum sichern sollen, man sich mit dem Bezug dieser Leistung (ohne Gegenleistung) eben an der Grenze zum Existenzminimum befindet?

      Emerald Isle schrieb:

      Es gibt aber - wie Du auch weißt - Berufe, in denen man knapp über Hartz IV Niveau liegt.
      Auch die leben am Existenzminimum.
      Das ist richtig, aber was wollen wir nun erreichen, in dem wir bemängeln, dass Abgeordnete ihr Einkommen selbst bestimmen dürfen?
      Wollen wir denen das untersagen oder allen anderen erlauben es auch zu tun?
      Es ginge wohl nur ersteres.
      Was ändert's? Nichts. Die anderen knabbern dann immer noch am Existenzminimun herum. Knabbern sie besser, weil das Gerechtigkeitsgefühl besser ist? Ich glaube kaum.

      fuchur schrieb:

      Das ist richtig, aber was wollen wir nun erreichen, in dem wir bemängeln, dass Abgeordnete ihr Einkommen selbst bestimmen dürfen?

      ..ich glaube das ist auch garnicht der Punkt um den es sich dreht,da die meisten Bürger sagen "..solang`sie ihre Arbeit machen..." und das ist der Punkt und der Skandal um den es sich dreht....Der Auftrag war klar - BVG hat Vorgaben gemacht.. - die Politik bzw. die Politiker hätten jetzt ihren "Job" machen sollen und dieses Vorgaben des höchsten Gericht in ein Gesetzeswerk umwandeln sollen - das ist ihr "Job" als Abgeordneter oder Volksvertretter... Das in der Politik auch Parteien eine Rolle spielen wissen wir und das bei verschiedener Meinung auch Diskussionsbedarf besteht ist auch klar,aber im Gegenteil zum "Normalo" sollte eine Eigenschaft der Abgeordnete haben : Kompromisfähigkeit... Ein Kompromiss suchen und finden auch wenn die Ausgangslage schwierig ist,das er erwartet die Wirtschaft,die Industrie,die Bürger .. ja auch Hartz-IV-Empfänger und diesem "Job" ging es ....Und das Fazit ist eben das die Abgeordneten des deutschen Bundestages ihren Job nicht gemacht haben.. man hat Wahlkampf und parteipolitische Orgien abgezogen anstatt ihre Arbeit zu machen für die sie vom Steuerzahler bezahlt werden...


      /g\

      Flora schrieb:

      Wie kann das sein, dass gesunde, arbeitsfähige Menschen über lange Zeit in diesem System verbleiben..?

      Weil ganz einfach nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind.
      Das Mißverhältnis von freien Arbeitsplätzen zu Arbeitssuchenden ist nun mal schlechter als Eins zu Zehn.
      Und ein Mensch, der über längere Zeit als Bezieher von ALG I vom Markt ist und/oder sogar schon von ALG II dahinvegetieren muß, hat weitaus schlechtere Chancen auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren als ein kurzfristiger Arbeitsloser.
      Ausschlaggebend ist aber auch das Alter, die Schul- und Ausbildung und nicht zum Schluß auch die Wohngegend/Region.

      fuchur schrieb:

      sondern es angebrachter wäre (mal von der Vermittlung in Arbeit abgesehen), Ihnen den verantwortungsvollen Umgang mit dem vorhanden Geld beizubringen.
      Das ist in meinen Augen eine ganz enorm beleidigende Unterstellung.
      Diese Leute wissen oft genug nicht, wie sie am nächsten Tag, womit sie ihre Familie versorgen sollen und werden von solchen, die fett oben schwimmen, auch noch mit derartigen beleidigenden äußerst dümmlichen Bemerkungen gedemütigt.
      Ich wünsche ja niemandem etwas Schlechtes, aber solche Schlaumichel sollten mal über eine längere Zeit (mindestens ein Jahr) lang ihre Familie von dem Almosen Hartz IV versorgen müssen.


      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

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      alfons1249 schrieb:

      aber solche Schlaumichel sollten mal über eine längere Zeit (mindestens ein Jahr) lang ihre Familie von dem Almosen Hartz IV versorgen müssen.
      Die meisten würden schon nach einem Monat aufgeben und heulend die Waffen strecken.
      Entsprechende Experimente gibts genug.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      alfons1249 schrieb:

      Weil ganz einfach nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind.
      Es kann mir niemand erzählen, dass in einem Zeitraum von mehreren Jahren nicht jeder einmal die Chance erhält, zu arbeiten.

      alfons1249 schrieb:

      Das ist in meinen Augen eine ganz enorm beleidigende Unterstellung.
      Diese Leute wissen oft genug nicht, wie sie am nächsten Tag, womit sie ihre Familie versorgen sollen und werden von solchen, die fett oben schwimmen, auch noch mit derartigen beleidigenden äußerst dümmlichen Bemerkungen gedemütigt.
      Abgesehen davon, dass eine Antwort dieser Art bei mir deutliches Unbehagen auslöst, ist in der Äußerung, dass das Geld oftmals geschickter eingeteilt werden könnte, schon Wahrheitsgehalt.
      Ich finde es z.B wirtschaftlich äußerst ungeschickt, wenn ich beobachte, dass Hartz IV-Empfänger ihren Kindern Geld mitgeben um das Pausenfrühstück beim Bäcker einzukaufen, statt es selbst, preisgünstiger, herzustellen. Der Beispiele gibt es mehr.

      alfons1249 schrieb:

      sollten mal über eine längere Zeit (mindestens ein Jahr) lang ihre Familie von dem Almosen Hartz IV versorgen müssen.
      Da ich meine Haushaltseinnahmen und Ausgaben sehr genau kenne, beurteile ich diese staatliche Unterstützung keineswegs als Almosen.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Megazicke83 schrieb:

      alfons1249 schrieb:

      aber solche Schlaumichel sollten mal über eine längere Zeit (mindestens ein Jahr) lang ihre Familie von dem Almosen Hartz IV versorgen müssen.
      Die meisten würden schon nach einem Monat aufgeben und heulend die Waffen strecken.
      Entsprechende Experimente gibts genug.

      Nach meiner Trennung hab ich drei Monate von weniger als Hartz IV leben müssen, danach noch sechs Monate mit knapp über ALG II.
      Und ich mußte auch noch jeden Tag zur Arbeit kommen.
      Ich "Schlaumichel" hab nicht aufgegeben und "heulend die Waffen gestreckt".

      Es mag natürlich einfacher sein, zu Hause rumzulungern und über das wenige Geld zu meckern ...
      :cursing:

      Emerald Isle schrieb:

      Es mag natürlich einfacher sein, zu Hause rumzulungern und über das wenige Geld zu meckern ...
      ..es bringt weder unserer Diskussion noch der öffentlichen Diskussion um Hartz IV was wenn man mit Vorurteilen und Pauschalierungen arbeitet. Es dient nur einem Zweck der Diskriminierung einer Meschengruppe und dem gegenseitigen "ausspielen" zwischen denen die Arbeit haben und denen die Keine haben - die Soziologen nennen es den neuen Rassismus...

      Emerald Isle schrieb:

      Und ich mußte auch noch jeden Tag zur Arbeit kommen.

      ..hattest also die Perspektive :


      • das Du Arbeit hattest
      • das Du eine gewisse Zeit überbrücken musstes
      • und das sich Deine Lage bald wieder auch ändern würde

      da die meisten Hartz-IV-Empfänger nicht diese Optionen oder Perspektiven haben ist auch "dasselbe" nicht "dasgleiche"...

      /g\

      Emerald Isle schrieb:

      Ich "Schlaumichel" hab nicht aufgegeben und "heulend die Waffen gestreckt".
      Du mußt sowas nicht persönlich nehmen Micha.
      Ich hab lediglich Tatsachen aufgezählt.
      Hartz IV ist zu wenig Geld und wenn deshalb Kinder hier im Land hungern, reagiere ich wütend.


      Norle schrieb:

      da die meisten Hartz-IV-Empfänger nicht diese Optionen oder Perspektiven haben ist auch "dasselbe" nicht "dasgleiche"..
      Genau das ist es.
      Sie haben keine Perspektive mehr. So sehr uns die Politiker auch vom Gegenteil überzeugen wollen, Hartz IV scheint immer mehr zu einem Abstellgleis zu werden von dem man gar nicht oder nur sehr schwer wieder runterkommt.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Flora schrieb:

      Es kann mir niemand erzählen, dass in einem Zeitraum von mehreren Jahren nicht jeder einmal die Chance erhält, zu arbeiten.

      Ja, natürlich . . .
      Eventuell ergibt sich mal die minimale Chance als Ein-Euro-Jobber, das soll ja von einigen Leuten als Möglichkeit in den richtigen Arbeitsmarkt springen zu können bezeichnet werden - derartig heuchlerische Lügereien machen mich so richtig wütend.



      Flora schrieb:

      Ich finde es z.B wirtschaftlich äußerst ungeschickt, wenn ich beobachte, dass Hartz IV-Empfänger ihren Kindern Geld mitgeben um das Pausenfrühstück beim Bäcker einzukaufen, statt es selbst, preisgünstiger, herzustellen. Der Beispiele gibt es mehr.

      Wenn man natürlich so fest in seinen Vorurteilen verhaftet ist, hat man keinerlei realen Blick auf die Tatsachen.
      Der Beispiele, die es angeblich mehr geben soll, sind nur die, die uns in den Medien von "Berufs-Hatzern" vorgegaukelt werden (wer sehr aufmerksam diese "Tatsachen"-Sendungen verfolgt, sieht immer die gleichen Gesichter zu immer neuen unglaublichen Geschichten und glatten Lügen).
      Mit Menschen, die sich in ihren Vorurteilen suhlen, kann man nicht ernsthaft über die wirklichen Probleme der Betroffenen diskutieren.





      Flora schrieb:

      Da ich meine Haushaltseinnahmen und Ausgaben sehr genau kenne, beurteile ich diese staatliche Unterstützung keineswegs als Almosen.
      Es ist sogar weniger als das.
      Wir "durften" jahrelang unsere drei Kinder unterstützen, als sie nach ihrer Lehre durch die ganze Republik geirrt sind, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, oder nach dem sie dann wieder aus dieser Tätigkeit entlassen wurden.
      Einer hat sich jetzt endlich in einer völlig berufsfremden Branche selbständig machen können und beginnt auf eigenen Beinen zu stehen - aber nicht in seiner Heimat, sondern im tiefsten Südwesten.
      Die Zweite arbeitet auch nicht in ihrem erlernten Beruf, weil die Landwirtschaft in Deutschland systematisch durch die EU vernichtet wird, und hält sich (ebenfalls im Westen) mit Mini-Jobs über Wasser.
      Und die Dritte könnte (total unterbezahlt) zwar in ihrem erlernten Beruf arbeiten, kann es aber nicht, weil das Kita-Angebot, welches mal zu einhundert Prozent vorhanden war auf westdeutsches Minimal-Niveau heruntergeschraubt worden ist.
      Nun können wir aber der Letzten nicht mehr mit monatlich 400,- Euronen unter die Arme greifen, weil ich mit 61 Jahren keinerlei Chance habe wieder auf dem Arbeitsmarkt zu landen, also mit Null Euro Verdienst als sogenannter Hausmann gezählt werde (verbrecherisch herausgerechnet von der AfA wie hunderttausend andere Mit-Arbeitslose)
      Und wenn mir dann jemand einzureden versucht, daß das Hartz IV - "Geld" kein Almosen sei, kann ich nicht mehr ruhig bleiben . . .
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

      alfons1249 schrieb:

      als Ein-Euro-Jobber
      Reine Sklaverei.
      Man hat eine minimale Chance durch den 1 € Job eine feste Anstellung zu bekommen. Die meisten aber werden ausgebeutet
      .

      alfons1249 schrieb:

      Wenn man natürlich so fest in seinen Vorurteilen verhaftet ist
      Martin, du selbst bist voll von Vorurteilen und drehst dir die Tatsachen gern zurecht wie sie dir am Besten in den Kram passen.

      alfons1249 schrieb:

      (ebenfalls im Westen
      Spricht etwas dagegen?
      Wir sind ein vereintes Deutschland, seit mehr als 20 Jahren.
      Wo man arbeitet spielt keine Rolle, Hauptsache man kann von dem erarbeiteten Geld leben. Das ist alles was zählt.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t

      Megazicke83 schrieb:

      Spricht etwas dagegen?
      Wir sind ein vereintes Deutschland, seit mehr als 20 Jahren.
      Wo man arbeitet spielt keine Rolle, Hauptsache man kann von dem erarbeiteten Geld leben. Das ist alles was zählt.
      Was dagegen spricht ? ? ?
      Nun, ganz einfach: Unsere Kinder und alle anderen "Ehemaligen", die ich bisher kennengelernt habe, die im Westen arbeiten müssen, würden liebend gerne wieder in ihre Heimat zurückkehren (Ausnahmen bestätigen die Regel).
      Kaum einer fühlt sich in der Fremde so richtig wohl, muß aber dort bleiben, weil (auch und gerade 20 Jahre nach der Zwangsvereinigung) die wirtschaftlichen Unterschiede so enorm groß sind und im Osten sehr wenig also fast keine Chancen auf einen a) guten b) gut bezahlten und c) überhaupt einen Arbeitsplatz bestehen.
      Soviel zu Eurem "vereinten" Deutschland.
      Es ist schon ein sehr gewaltiger Unterschied, ob man als ungeliebter "Ost-Türke" im Westen seine Familie ernähren kann oder eben im Osten, zwar auf heimatlicher Scholle, aber nur als Hartzer dahinvegetiert - das spielt schon eine riesige Rolle.
      Trotzdem ist das Geld, was der Mensch in der Fremde verdienen muß, lange nicht so viel wert, als daß er sagen kann, es zähle angeblich nur der schnöde Mammon.
      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


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      Megazicke83 schrieb:

      Sie haben keine Perspektive mehr. So sehr uns die Politiker auch vom Gegenteil überzeugen wollen, Hartz IV scheint immer mehr zu einem Abstellgleis zu werden von dem man gar nicht oder nur sehr schwer wieder runterkommt.

      Erkläre mir doch bitte mal jemand, warum Hartz IV heute das Abstellgleis ist und was an dem alten System der Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe besser war.
      Wenn ich arbeitslos werde, dann werde ich arbeitslos und muss zusehen, dass ich wieder raus komme. Wo liegt der Unterschied, ob ich H4 kriege oder Arbeitslosenhilfe und/oder Sozialhilfe beziehe?
      Früher haben Menschen es geschafft wieder Arbeit zu finden und heute gelingt es auch genügend Leuten.
      Nur wenn man in ständigem Selbstmitleid vor sich hinwegetiert, dann kann sich nichts ändern.
      Und da spreche ich aus Erfahrung -nicht aus irgendwelchen Medien-, sondern weil ich selbst die ein oder andere Massnahme der ArGe durchlaufen durfte! (Daher, denke ich, kann ich auch sehr gut beurteilen, ob man mit dem Geld auskommen kann oder nicht)
      Und wenn mehr als jeder Zweite der dortigen Teilnehmer vom ersten Tag an nur meckert, mosert und erzählen wie sinnlos und überflüssig die Massnahme doch ist, dann tut es mir leid.
      Dann soll man sich von mir aus still in die Ecke setzen, sich seinem Schicksal ergeben, aber dann nicht noch rummeckern und rumjammern. Und dann noch die Sprüche:"Die ArGe bietet mir ja nichts an, wie soll ich da Arbeit finden?". Da krieg ich nen Fön und möchte manchmal zuschlagen, damit derjenige mal merkt wie weh seine Dummheit tut...

      In einem Kurs waren fünfzehn Leute. Drei kamen jeden morgen mit ner Fahne und zwölf haben geraucht. Rumjammern, dass das Geld doch so knapp wird und man sich dies und jenes nicht mehr leisten kann und ...zack, erstmal ne Zille an. Tut mir leid, aber solche Leute würde ich am liebsten sogar bei der Tafel mit nem Tritt herausbefördern. Sollen sie doch ihren Tabak f... futtern, wenn sie sich sonst nichts zu essen kaufen können.
      In einem anderen Kurs waren's zwölf und sieben Raucher. Und dreimal täglich wird sich ein Plastikbecher Kaffee für 1,50€ aus dem Automaten gezogen. Ja Hallo, geht's noch??? Wieso hab ich mir meinen Kaffee wohl morgens gekocht und mit ner Thermoskanne mitgenommen?
      Das sind nur zwei Begebenheiten, die ich nicht bei RTL gesehen habe, sondern live vor Ort mit echten Menschen erlebt habe. Und da soll mir nochmal einer sagen, das seien Einzelfälle.
      Über die Gespräche, die man auf den Fluren oder im Warteraum der ArGe mitgehört hat, möchte ich gar nichts erzählen, sonst reg ich mich noch mehr auf...
      ~k07
      Bleib ruhig Fuchur, bleib ruhig...
      Kannst stolz sein, dass Du da raus bist.

      Was ich andeutete, sind reale Erlebnisse am Arbeitsplatz... ich habe täglich alle Seiten direkt vor Augen, den Arbeitgeber, die "Aufstocker" und ihre Gründe, und die ehemaligen (und zukünftigen) "Hartzler"..
      Das ist Realität und nichts da mit "heuchlerischen Lügen"
      , Vorurteilen und ähnlichen .... Argumenten,~k07
      Gehört, gesehen und täglich erlebt,.. bei der Arbeit, nicht vor der Glotze..!


      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      fuchur schrieb:

      Erkläre mir doch bitte mal jemand, warum Hartz IV heute das Abstellgleis ist und was an dem alten System der Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe besser war.
      Sozialhilfe und Hartz IV kann man nicht vergleichen.
      Menschen, die Hartz IV beziehen werden in der Öffentlichkeit völlig abgelehnt. Sie bekommen einen Stempel aufgedrückt, den sie nur sehr schwer wieder los werden.


      fuchur schrieb:

      Nur wenn man in ständigem Selbstmitleid vor sich hinwegetiert, dann kann sich nichts ändern.
      Stimme ich dir vollkommen zu.
      Selbstmitleid ist gar kein guter Weg um aus einer Misere heraus zu kommen.


      fuchur schrieb:

      .zack, erstmal ne Zille an. Tut mir leid, aber solche Leute würde ich am liebsten sogar bei der Tafel mit nem Tritt herausbefördern.
      Warum, weil sie rauchen?
      Lass sie doch? Sie können mit ihrem Geld tun und lassen was sie wollen und viele Hartzer verzichten eher auf eine Mahlzeit als auf Tabak.
      Das ist allerdings deren Sache.


      fuchur schrieb:

      Wieso hab ich mir meinen Kaffee wohl morgens gekocht und mit ner Thermoskanne mitgenommen?
      Weil du intelligenter bist als die anderen?
      1,50 € für einen Kaffee aus dem Automaten ist wahnsinnig teuer. An meinem Arbeitsplatz kostete der 0,60 € und selbst da hab ich meist meinen Kaffee von zuhause mitgebracht.
      Aber auch hier gilt, wenn jemand meint sein Geld dafür rausschmeißen zu müssen ist das ganz allein das Problem der/desjenigen.
      Wichtig ist, dass diese Menschen nicht irgendwann zur Arge gehen um einen Vorschuss zu bekommen. Das wäre dann nicht mehr legitim.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


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      Megazicke83 schrieb:

      Warum, weil sie rauchen?
      Lass sie doch? Sie können mit ihrem Geld tun und lassen was sie wollen und viele Hartzer verzichten eher auf eine Mahlzeit als auf Tabak.
      Das ist allerdings deren Sache.
      Selbstverständlich ist das legitim. Jeder soll mit seinem Geld machen was er will, aber ich kann mich nicht hinstellen und über das wenige Geld jammern und sich währenddessen eine Zigarette nach der anderen anzünden.
      Genausowenig wie ich auf der Arbeit nicht rummmeckern darf, weil ich die viele Arbeit nicht schaffe, mich aber morgens (während der Arbeitszeit, nicht in der Pause) erstmal ne Stunde mit der Bild-Zeitung vergnüge...

      fuchur schrieb:

      nicht hinstellen und über das wenige Geld jammern und sich währenddessen eine Zigarette nach der anderen anzünden
      Da hast du allerdings Recht.
      Ich hab vorgestern noch gesagt, hungern muß man mit Hartz IV nicht - ich finde den Betrag dennoch zu wenig.
      Alles wird teurer, Kleidung, Lebensmittel...alles einfach...also sollte der Hartz IV Betrag entsprechend angepasst werden.


      fuchur schrieb:

      Genausowenig wie ich auf der Arbeit nicht rummmeckern darf, weil ich die viele Arbeit nicht schaffe, mich aber morgens (während der Arbeitszeit, nicht in der Pause) erstmal ne Stunde mit der Bild-Zeitung vergnüge..
      Stimmt, dass geht dann auch nicht.
      Allerdings wirds immer Menschen geben die meckern. Das werden wir nicht verhindern können.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


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      Megazicke83 schrieb:

      Alles wird teurer, Kleidung, Lebensmittel...alles einfach...also sollte der Hartz IV Betrag entsprechend angepasst werden.

      ja, damit habe ich im Prinzip auch kein Problem.

      Für mich ist es aber auch vorstellbar, dass man die Gesamtbezugsdauer für gesunde, arbeitsfähige Menschen begrenzt.

      Diesen Mut hat die Politik in anderen Ländern gezeigt.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Für mich ist es aber auch vorstellbar, dass man die Gesamtbezugsdauer für gesunde, arbeitsfähige Menschen begrenzt.
      Ja, fänd ich auch gut.
      Man sollte die, die wirklich Hilfe brauchen, deutlicher unterstützen und den anderen ruhig Beine machen, damit sie sich Jobs suchen.

      Dies, "ich bin hier geboren, ich bleibe auch hier", finde ich sowieso unsinnig. Die meisten Menschen müssen ihren Standort für die Arbeit wechseln und geschadet hat es noch keinem.

      Als Gott den Mann schuf, verprach er, dass der ideale Mann
      an jeder Ecke zu finden sei.
      Und dann macht er die Erde rund.


      |11t