Studie - Ein-Euro-Jobs bringen Arbeitslosen wenig

      Studie - Ein-Euro-Jobs bringen Arbeitslosen wenig

      Studie

      Ein-Euro-Jobs bringen Arbeitslosen wenig

      Donnerstag 04.11.2010, 12:49

      Eigentlich sind sie dazu gedacht, die Chancen von Langzeitarbeitlosen auf eine neue Stelle zu erhöhen: Ein-Euro-Jobs. Eine Studie zeigt nun, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
      Quelle : focus.de/finanzen/news/arbeits…sen-wenig_aid_568757.html

      ..nun hat man es in eine Studie nachgewiesen was schon immer gesagt wurde das die Ein-Euro-Jobs im Prinzip die Aussicht auf den 1.Arbeitsmarkt verbauen....

      /g\
      das sagt die Studie aber auch:
      „Mit den Daten können wir leider nicht feststellen, welche Gründe für das ungünstige Abschneiden der Ein-Euro-Jobs verantwortlich sind“, sagte ZEW-Wissenschaftler Stephan Thomsen. Darum dürfe man aus den Ergebnissen nicht voreilig den Schluss ziehen, dass Ein-Euro-Jobs ein vollkommen ungeeignetes Instrument der Arbeitsmarktpolitik seien.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1
      Wenn ich dann weiter im Artikel lese " man darf daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen " - kann ich nur mit dem

      Kopf schütteln. Was soll man denn denken " alles ganz schön und gut -irgendwann werden die schon einen regulären

      Job finden " ? Und von der Politik heisst es auch ständig " eine Einstiegsmöglichkeit in einen regulären Arbeitsplatz " !

      Hier wird nur auf Zeit gespielt, um die Arbeitslosen bei Laune zu halten!

      Und uns gaukelt man vor " wir machen aktive Arbeitsvermittlung " .
      Vielen Arbeitslosen macht dies Art von Job kaum Laune.

      Allerdings muss ich sagen, dass ich einige Leute kenne, die in einen solchen Job mussten und sie hat erst dieses "müssen" hat sie bewegt, sich "was besseres" zu suchen..
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Vielen Arbeitslosen macht dies Art von Job kaum Laune.

      Allerdings muss ich sagen, dass ich einige Leute kenne, die in einen solchen Job mussten und sie hat erst dieses "müssen" hat sie bewegt, sich "was besseres" zu suchen..


      ..im Prinzip zeigt das aber auch wie widersprüchlich "der Arbeitslose" ist zumal auf ihn gleich mehre Aussagen zutreffen...Bevor die Agenda 2010 und die Ein-Euro-Jobs kamen kämpfte und rannte ein arbeitsloser Facharbeiter um seine "Entwertung",d.h. je länger arbeitslos war um so mehr verfiel sein "Marktwert" und eine totale Entwertung trat ein wenn er vorübergehend einen berufs- oder branchenfremden Job annahm,denn dann wurde er als "berufsfremd" disqualifiziert... Also hatte sturre "ich will nur ein Job in meinen Beruf" einen bestimmten Hintergrund...

      Heute werden durch die Ein-Euro Jobs viele vorhandenen Qualifikation oder Fähigkeiten anstatt zu fördern und fit zu machen für den ersten Arbeitsmarkt zu nichte gemacht oder entwertet. Eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt ist meist fast unmöglich weshalb jetzt die Wirtschaft Facharbeiter aus dem Ausland anfordert nachdem man die eigenen Facharbeiter "entwertet hat....


      /g\

      Norle schrieb:

      und eine totale Entwertung trat ein wenn er vorübergehend einen berufs- oder branchenfremden Job annahm,denn dann wurde er als "berufsfremd" disqualifiziert.
      .. das ist schon eine "komische" Sache..
      Eigentlich sollte es ja so sein, dass Einblicke und Erfahrungen in anderen Berufsfeldern förderlich sind.


      Norle schrieb:

      Heute werden durch die Ein-Euro Jobs viele vorhandenen Qualifikation oder Fähigkeiten anstatt zu fördern und fit zu machen für den ersten Arbeitsmarkt zu nichte gemacht oder entwertet.
      Nicht unbedingt.
      Manchmal ist so ein Job auch eine Maßnahme, dass sich wieder ein geregelter Tagesablauf angeeignet wird.

      Norle schrieb:

      Eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt ist meist fast unmöglich weshalb jetzt die Wirtschaft Facharbeiter aus dem Ausland anfordert nachdem man die eigenen Facharbeiter "entwertet hat....
      Die allererste Maßnahme wäre, das vorhandene Potenzial an Facharbeitern soweit nachzuqualifizieren, dass diese für die Jobs geeignet sind.
      Das geht aber nicht von jetzt auf gleich. Der Bedarf an guten Facharbeitern ist aber schon jetzt vorhanden und die Lücken müssen sofort gefüllt werden.
      Also müsste man zweigleisig fahren und ein gut überlegtes Programm haben.
      In die Ausbildung und Förderung der Schulabgänger/Berufsbeginner muß ebenfalls mehr investiert werden.
      Trotzdem werden wohl die vorhandenen Arbeitskräfte auf Dauer nicht reichen, weil inzwischen die Geburtenrate viel zu gering geworden ist.
      =k?
      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

      !/1

      Flora schrieb:

      Manchmal ist so ein Job auch eine Maßnahme, dass sich wieder ein geregelter Tagesablauf angeeignet wird.
      Dieses berühmt/berüchtigte Totschlagargument ist der größte Schwachfug, der zu diesem Thema erfunden wurde.
      Natürlich ist es unbestreitbar, daß man innerhalb einer längeren Phase der Arbeitslosigkeit in einen anderen Rhythmus fällt aber diese Sklavenjobs als Lehrstunden für Pünktlichkeit und/oder Regelmäßigkeit zu bezeichnen, ist ein riesiger Blödsinn (wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel).

      Flora schrieb:

      Eigentlich sollte es ja so sein, dass Einblicke und Erfahrungen in anderen Berufsfeldern förderlich sind.
      Das war früher mal so, besonders in meiner Heimat.
      Heutzutage möchte jeder Arbeitgeber lieber schmalspurausgebildete Fachidioten einstellen, damit er ihnen nicht soviel Lohn zahlen muß.
      Daß dadurch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt enorm sinken, merken diese Arbeitnehmer erst dann, wenn sie auf der Straße liegen.

      Man muß nicht erst warten, bis das Potential an Arbeitskräften nachgebildet ist.
      Wenn AfA und ArGe ihre Arbeit so machen würden, wie es sein sollte, dann könnten aus dem gewaltigen Pool der Arbeitslosen genügend Fachleute auf den Markt geworfen werden, um die Wartezeit auf Nachrücker überbrücken zu können.

      Um die Schulabgänger erst ein mal ausbildungsfähig auf den Markt schicken zu können, muß das deutsche Bildungssystem von Grund auf rekonstruiert werden.
      Das fängt mit der allgemeinen Einführung der Ganztages-Gesamtschule an und hört mit der Wiedereinführung der für die Praxis bewährten akademischen Grade auf.
      Überlebensnotwendige Grundlage dafür muß die Zentralisierung der Kultus- und Bildungsministerien als eine Einheit in Berlin sein.

      Letztendlich müssen die suchenden Arbeitgeber zwingend verpflichtet werden für ihren Fachnachwuchs ausbildungsmäßig selber zu sorgen.

      Der Import von Fachkräften kann und darf keinesfalls eine Variante sein.


      Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


      !WQ


      !WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ
      Mich irritiert dieser Begriff: Fachkraft...

      Was ist im Sinne dieser Diskussion "Fachkräftemangel" eigentlich eine Fachkraft?
      Sind das studierte Ingenieure, IT-Spezialisten und Diplomwissenschaftler oder
      meint man Fachkräfte für Gebäudereinigung, Landschaftspflege oder auch den Tischler
      von nebenan? Auch eine Bäckerei-Verkäuferin ist eine Fachkraft auf ihrem Gebiet...

      Kann mich da mal jemand aufklären?
      ~k09
      Es gibt Verkäuferinnen in einer Bäckerei und es gibt Bäckerei-Fachverkäuferinnen.
      Letztere hat sich auf ihrem Gebiet per Weiterbildungslehrgang ein spezifisches Fachwissen angeeignet.
      Oder siehe meine Schwester.
      Die hat als Verkäuferin in einer Haustier-Futterhandlung angefangen und sich über die Jahre bei Lehrgängen ein Fachwissen angeeignet, so dass sie als Fachkraft auch lebende Tiere (Fische, Echsen, Hasen/Kaninchen etc) beratend verkaufen kann/darf.
      Oder ich selbst.
      Vom "normalen" Produktionsmitarbeiter durch Lehrgang zum Sicherheitsbeauftragten - also Fachkraft.
      Bleiben wir noch mal bei den Verkäufer/innen.
      Was man im Supermarkt an den Kassen findet sind im weitesten Sinn Verkäufer/innen.
      Diejenigen, die mich im Warenhaus beraten und mir dadurch etwas verkaufen sind Fachverkäufer/innen.

      Kannst Du damit was anfangen?

      Für mich ist eine Verkäuferin, die über zwanzig Jahre in einem Betrieb gearbeitet hat - ein Fachverkäuferin!

      Eine Verkäuferin, die in etlichen Betrieben gearbeitet hat, ist eine Verkäuferin mit allgmeinen Branchenkenntnissen!

      Dann gibt es noch den Lehrberuf des Einzelhandeskauffrau/mann in einer vorher festgelegten Branche. Wechsel

      in eine andere andere Fachrichtung jederzeit möglich - durch Einarbeitung.

      Weiteres Fachwissen bekommt man durch Fortbildungsmaßnamen, das ändert aber wohl nicht die Berufsbezeichnung -

      Verkäufer/in oder Einzelshandelskauffrau/mann!

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      fuchur schrieb:

      Mich irritiert dieser Begriff: Fachkraft...

      Was ist im Sinne dieser Diskussion "Fachkräftemangel" eigentlich eine Fachkraft?
      Sind das studierte Ingenieure, IT-Spezialisten und Diplomwissenschaftler oder
      meint man Fachkräfte für Gebäudereinigung, Landschaftspflege oder auch den Tischler
      von nebenan? Auch eine Bäckerei-Verkäuferin ist eine Fachkraft auf ihrem Gebiet...

      Kann mich da mal jemand aufklären?
      ..ich versuch`s mal :

      vor Jahren, also noch unter Schwarz-Rot,hat man mit der Green-Card für bestimmte Berufe einen gewissen Mangel bzw. Notstand in den jeweiligen Berufen sozusagen defeniert. Demnach galten am Anfang IT-Spezialisten und ähnliche Fachleute der sogenannten oberen Führungsebene ( Manager etc) sozusagen zu den gesuchten Fachkräften im Sinne von "Fachkräftemangel".... In letzter Zeit -unter Schwarz-Gelb - wird immer wieder versucht den Kreis für Fachleute per Green Card zu erweitern obwohl genug eigene heimische Fachkräfte wie z.Bsp Ingenieure zur Verfügung stehen,aber selbst nichts für deren Qualifizierung machen wollen > Diplom-Ingenieur - Ein deutsches Prädikat stirbt aus ... Mittlerweile versucht man mit dem Argument das die geburtenstarken Jahrgänge sich in den verdienten Ruhestand verabschiedet haben den "Fachkräftemangel" für die nähre Zukunft auch auf den "normalen" Facharbeiter zu defenieren...(Pflegeberufe etc)....

      MfG Norle /g\

      Nutzlos und illegal - Viele Ein-Euro-Jobs bringen nichts

      Montag, 15. November 2010

      Nutzlos und illegal

      Viele Ein-Euro-Jobs bringen nichts

      Die meisten geförderten Ein-Euro-Jobs helfen den Langzeitarbeitslosen nicht, eine feste Arbeit zu bekommen. Schlimmer: Mehr als der Hälfte der Fälle dürfte eigentlich gar nicht gefördert werden, weil sie keine zusätzliche Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit waren oder in Konkurrenz zu ungeförderten Unternehmen standen.
      Quelle : n-tv.de/politik/Viele-Ein-Euro…ichts-article1931796.html


      Hintergründe zur Nachricht

      An Bedürfnissen des Marktes vorbei
      Grünen-Kritik an Hartz-IV-Berechnung


      ..nachdem man mittlerweile von verschiedenen Seiten den "Ein-Euro-Jobbs" als untaugliches Arbeitsmarktinstrument bescheinigt hat, ist es einfach unverständlich warum diese Art "Sklavenmarkt" noch gebilligt wird, anstatt den "Ein-Euro-Jobbern" einen vernünftigen Lohn zu zahlen für vernünftige Arbeit die sie abliefern... Die von der Politik geschnürte Agenda 2010 erweist sich immer mehr als Mogelpackung, das sich Firmen und Unternehmen dumm und dämlich an billigen Arbeitskräften verdienen und Menschen die Arbeiten gehen zum Amt müssen, weil sie sonst nichts zu Essen haben....

      /g\