Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast,
um »Unser Web Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Norle

Administrator

  • »Norle« ist männlich
  • »Norle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10 189

Wohnort: Altena

Beruf: Energieelektroniker FR: Anlagentechnik

  • Nachricht senden

1

Samstag, 19. Februar 2011, 09:53

Schlimmster Angriff seit fast einem Jahr - Afghane erschießt drei Deutsche

Zitat

Samstag, 19. Februar 2011

Schlimmster Angriff seit fast einem Jahr

Afghane erschießt drei Deutsche

Der Oberservation Point North gilt als einer der gefährlichsten Stützpunkte der Bundeswehr. Nun kommen dort drei Bundeswehrsoldaten ums Leben - erschossen von einem afghanischen Soldaten, der sie eigentlich beschützen sollte. Verteidigungsminister Guttenberg warnt davor, die Zusammenarbeit mit der afghanischen Armee in Frage zu stellen, gesteht aber auch "Risiken" durch das Miteinander ein.
Quelle : http://www.n-tv.de/politik/Afghane-ersch…cle2654296.html

2

Samstag, 19. Februar 2011, 11:41

Die armen Menschen.

Mein Mitgefühl ist bei ihren Familien.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

3

Samstag, 19. Februar 2011, 13:31

Ich hab die Meldung(en) letzte Nacht auch schon gelesen.
Man ist sich noch gar nicht sicher, ob es wirklich ein offizieller afghanischer Soldat war, oder jemand, der sich nur als solcher ausgab, um Zugang zum Stützpunkt zu erhalten.
Die Taliban behaupten zwar, dass das keiner ihrer Leute war, aber wer legt schon seine Handlungsstrategien offen?
Vielleicht ist aber auch die psychische Belastung für die Soldaten in der Region einfach zu hoch?
Denn dort gab es ja auch schon den Vorfall mit dem ominösen Kopfschuß.

Das schlimmste für die Jungs da unten muß jetzt sein, nichts gegen diese Attacke tun zu können.
Im Gefecht bin ich umsichtig und auf alles Gefasst.
Aber nicht in der Etappe, bei einer Fahrzeug-Instandhaltung.
Das wird ne harte Nuss für die Vorgesezten, die Leute wieder aufzubauen.


4

Samstag, 19. Februar 2011, 14:18

Weg vom Hindukusch

Meines Erachtens hat die deutsche Bundeswehr nichts, aber auch wirklich gar nichts am Hindukusch verloren. Warum müssen unsere Soldaten in einem Krieg fallen, der nie enden wird? In diesem Kontext: auch die Sowjetarmee kämpfte 20 Jahre lang vergeblich am Hindukusch, um dort Ordnung zu schaffen. Sie mußte dann auch irgendwann kapitulieren und abziehen. Wir können unsere Demokratie und unsere Rechtsordnung diesen Menschen nicht aufzwingen.

-+= Ovidia

5

Samstag, 19. Februar 2011, 16:29

Zitat

Wir können unsere Demokratie und unsere Rechtsordnung diesen Menschen nicht aufzwingen.




Und das wird hier mit diesem Präsidenten gemacht. Es wird ein Versuch bleiben und das wissen die USA und ihre dortigen

Verbündeten! Es ist ein Trauerspiel, dass dafür unsere Soldaten sterben müssen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fantastic 4« (19. Februar 2011, 17:26)


6

Samstag, 19. Februar 2011, 16:59

Ein Trauerspiel ist, das die Verantwortlichen in Berlin der veränderten Situation nicht Rechnung tragen.

Für die anfänglich gedachte (Aufbau)hilfe war die Bundeswehr im Vergleich zu den US Truppen die bessere Wahl.
Dementsprechend war ja auch die Ausrüstung angemessen.
Aber inzwischen hat sich die Situation da unten zu einem Guerillakampf entwickelt.
Mal abgesehen davon, dass keine reguläre Armee solch einen Kampf gewinnen kann, ist die Ausrüstung der Bundeswehr dafür völlig ungeeignet.
Man bräuchte dafür Schützenpanzer vom Typ Puma und Marder , als auch Luftunterstützung durch Helikopter von Typ Tiger .
Sowohl als Aufklärer, als auch als Kampfhubschrauber.

Und das der Tiger einsatzfähig ist, beweisen die Franzosen schon seit längerer Zeit.
Keine Ahnung, warum deutsche Medien was anderes verbreiten?



7

Samstag, 19. Februar 2011, 17:20

Micha, würde man das alles einsetzen, müßte man zugeben das sich Deutschland im Krieg befindet, was seit Langem der Fall ist.
Im Bundestag heißt es aber, Deutschland ist noch immer mit Aufbauhilfe beschäftigt, kein Wort von Krieg.

Und während dieser sogenannten Aufbauhilfe sterben Menschen und bekommen nicht mal ein entsprechendes Begräbnis.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

8

Samstag, 19. Februar 2011, 17:23

Und während dieser sogenannten Aufbauhilfe sterben Menschen und bekommen nicht mal ein entsprechendes Begräbnis.

Ich fühl mich da grade uninformiert.. sind die gefallenen Soldaten nicht bisher nach Deutschland überführt und hier beigesetzt worden?
=k? !/1




9

Samstag, 19. Februar 2011, 17:26

Doch, natürlich sind sie das.
Aber gefallene Soldaten werden im Kreis ihrer Familien beerdigt - soweit ich weiß zahlt die Bundeswehr nicht mal die Beerdigungskosten.
Im Kriegsfall wäre das anders - und die Hinterbliebenen würden noch eine Entschädigung bekommen.

Natürlich kann man ein Menschenleben nicht mit Geld aufwiegen doch hier gehts ums Prinzip.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

10

Samstag, 19. Februar 2011, 17:34

Doch, die getöteten Soldaten bekommen ein militärisches Begräbnis mit allen Ehren.
Und auch die Angehörigen bekommen eine Hinterbliebenen Rente.

Und Krieg ist immer noch, wenn zwei Staaten (Länder) ihre Armeen aufeinander hetzen.
Das die Bundeswehr da unten gegen die reguläre afghanische Armee zu Felde zieht, ist mir bisher entgangen.


11

Samstag, 19. Februar 2011, 17:34

Zitat

Ein Trauerspiel ist, das die Verantwortlichen in Berlin der veränderten Situation nicht Rechnung tragen.




Würde bedeuten, diesen Kriegsschauplatz schnellstens zu verlassen!

Afghanistan ist schon längst ein zweites Vietnam geworden, ob das keiner bemerkt oder will - letzteres scheint mir der

Fall zu sein!

12

Samstag, 19. Februar 2011, 17:45

Doch, die getöteten Soldaten bekommen ein militärisches Begräbnis mit allen Ehren.
Oh, da bin ich wohl falsch informiert.
Ich hab was anderes gelesen.


Das die Bundeswehr da unten gegen die reguläre afghanische Armee zu Felde zieht, ist mir bisher entgangen.
Nein nein, ist es nicht...
Nur, würden die Deutschen dort alle Waffen einsetzen die du beschrieben hast, würde man von Krieg sprechen ( müssen ).
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

13

Samstag, 19. Februar 2011, 17:53

würden die Deutschen dort alle Waffen einsetzen die du beschrieben hast, würde man von Krieg sprechen


Nö, müssen nicht.
Man könnte.
Denn egal, welche Waffen man einsetzt, es geht nicht gegen den Staat, das Land Afghanistan und seine Truppen, sondern gegen die Guerillatruppe Namens Taliban und Al Kaida.

Nicht mal die fragwürdigen Methoden der Wehrmacht konnten den Wiederstand der Untergrundkämpfer brechen.
Und da war wirklich Krieg.
Da wurde auf zivile Opfer keine Rücksicht genommen.

14

Samstag, 19. Februar 2011, 17:56

Oh, da bin ich wohl falsch informiert.
Ich hab was anderes gelesen.

Mach Dir nix draus, ich hab auch schon oft gelesen, dass der Eurocopter Tiger nicht einsatzfähig ist.
Hoffentlich sagt das keiner den Franzosen, die schon über 2 Jahre erfolgreich damit in Afghanistan rumfliegen.

15

Samstag, 19. Februar 2011, 18:00

Da wurde auf zivile Opfer keine Rücksicht genommen.
In keiner kriegerischen Auseinandersetzung...und so nannte es sogar unser Verteidigungsminister...wird auf zivile Opfer Rücksicht genommen und wenn man mit Logik rangeht ist das auch gar nicht möglich.

Hoffentlich sagt das keiner den Franzosen, die schon über 2 Jahre erfolgreich damit in Afghanistan rumfliegen.
lächel...

Erinnert mich an die Hummel..die kann eigentlich auch nicht fliegen.
Allerdings hat ihr das niemand gesagt und deshalb tut sie es.
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

16

Samstag, 19. Februar 2011, 18:23

Zitat

[müßte man zugeben das sich Deutschland im Krieg befindet, was seit Langem der Fall ist.
Im Bundestag heißt es aber, Deutschland ist noch immer mit Aufbauhilfe beschäftigt, kein Wort von Krieg.



Doch, man weiß auch mittlerweile bei der Bundesregierung, dass es sich in Afghanistan um einen Krieg handelt. Als vor einigen Monaten tote Soldaten nach Deutschland zurückgebracht wurden, sprach man von seiten der Regierung erstmals von "gefallenen" Soldaten. Dieser Terminus wird nur im Krieg benutzt.
-+= Ovidia