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alfons1249

Meister

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61

Montag, 12. Dezember 2011, 20:13

Und um es nochmal allen klar zu machen, mit DDR meine ich den Staat, das Regime!
Ja - und ? ? ?
Es ist doch sch***egal, wie der Staat heißt und/oder wie er aufgebaut ist.
Solange der Mensch seine Arbeit macht, mit seinen Nachbarn gut zurecht kommt, die Gesetze einhält, seine Nische für's Private gefunden hat und und und, lebt er ein gutes und zufriedenes Leben auf der ganzen Welt.
Wie anders hätten weit mehr als 16 Millionen DDR-Bürger ein ruhiges Leben führen können ? ? ?
Die paar Tausend Unzufriedenen und gescheiterten Existenzen zählen da doch nur Bruchteile von Prozenten.
Ist das soo schwer zu begreifen ? ? ?
Glaubst Du daß alle Bonzen und Mitläufer mit allem Einverstanden und zufrieden waren ? ? ?
Das Gros derer hat sich doch auch nur arrangiert, um einigermaßen bis gut zurecht zu kommen.
Oft werden wir gefragt, ob wir unter der "Behördenwillkür" gelitten haben.
Grundsätzlich kann ich ehrlichen Herzens mit "nein" antworten, was ich aber von meinem heutigen Leben keineswegs sagen kann.
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ

62

Montag, 12. Dezember 2011, 20:30

Es ist doch sch***egal, wie der Staat heißt und/oder wie er aufgebaut ist.
Solange der Mensch seine Arbeit macht, mit seinen Nachbarn gut zurecht kommt, die Gesetze einhält, seine Nische für's Private gefunden hat und und und, lebt er ein gutes und zufriedenes Leben auf der ganzen Welt.
Dieses scheint Dir ja -so wie Du schreibst- zu DDR Zeiten gelungen sein.

Ich habe jedoch den Eindruck, dass es jetzt anders ist und Du nach der Wende von "einem guten und zufriedenen Leben" wohl nicht mehr wirklich sprechen kannst oder willst? Woran mag das liegen?

63

Montag, 12. Dezember 2011, 20:41

Zitat

Das Gros derer hat sich doch auch nur arrangiert, um einigermaßen bis gut zurecht zu kommen.


Leider ist das in Diktaturen und Regimen so - aber es kann das Unrecht nicht aus der Welt schaffen.

Niemand von den Schreibern hier könnte sagen - " mein Freiheitsdrang wäre so gross - das ich mich nicht arangiert hätte " !

Nur gut - das wir in einer frei gewählten parlamentarischen Demokratie leben...und wir das Handeln der politischen Elite überlassen -

ob wir wollen oder nicht..:D


64

Montag, 12. Dezember 2011, 20:44

Sitzen drei Gefangene in Bautzen.

1. Gefangener: "Warum sitzt ihr?"

2. Gefangener: "Ich kam immer fünf Minuten zu
früh. Da hat man mich wegen Spionage
verurteilt."

2. Gefangener: "Und warum sitzt Du?"

1. Gefangener: "Ich kamm immer 5 Minuten zu spät.
Da hat man mich wegen Sabotage verurteilt."

1. Gefangener wendet sich an den 3. Gefangenen:
"Und nun sag Du uns, warum Du sitzt!"

3. Gefangener: "Ich kamm immer pünktlich. Da sind
sie dann drauf gekommen, daß ich eine West-Uhr
hatte..."
Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

65

Dienstag, 13. Dezember 2011, 16:16

Es ist doch sch***egal, wie der Staat heißt und/oder wie er aufgebaut ist.
Solange der Mensch seine Arbeit macht, mit seinen Nachbarn gut zurecht kommt, die Gesetze einhält, seine Nische für's Private gefunden hat und und und, lebt er ein gutes und zufriedenes Leben auf der ganzen Welt.

Demnach war das Dritte Reich also auch nicht schlimm, da sich ja Millionen von Deutschen mit der Regierung und ihrem Leben abgefunden und arangiert haben?

Ich geh` gleich kotzen ...

tourist

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66

Dienstag, 13. Dezember 2011, 17:05

Demnach war das Dritte Reich also auch nicht schlimm

diese Frage ist falsch, das Reich als solches ist das gleiche, indem wir jetzt ja leben, Du meinst die Verbrecher, die in diesem Staat

gezüchtet wurden, sie wurden abgestraft, das Volk jedoch muß sich nun mal anpassen, genau wie jetzt in unserer unruhigen Demokratie,

es sind eure Eltern und Ureltern, die euch das Leben gegeben haben, auf die Du nun kotzen willst, ist dir das denn nicht klar.

Was werden unsere Urenkel eines Tages über unsere Generation wohl sagen, wahrscheinlich das, die Leute waren damals nicht fähig,

das Chaos und die Verbrechen an alten Leuten, Müttern und Kindern, in den Griff zu kriegen, weil sie zwar ne große Klappe hatten,

aber wenn es gefährlich wurde, haben sie den Schwanz eingezogen.

Nur schade, daß wir das nicht mehr erleben werden, jedenfalls nicht die Leute, die alles in den Dreck treten, was ihre Vorfahren

einst aufgebaut hatten. ~k02 ~k21
:) Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf. ~k02

67

Dienstag, 13. Dezember 2011, 17:23

Demnach war das Dritte Reich also auch nicht schlimm, da sich ja Millionen von Deutschen mit der Regierung und ihrem Leben abgefunden und arangiert haben?



Emerald, so falsch ist Dein Ansatz gar nicht. Wie war es denn damals? Das dritte Reich war 1945 zu Ende, dann bildete sich in der DDR wieder eine Diktatur; Faschismus war zwar offiziell verboten, aber dann kam ein neuer Diktator. Braunes Gedankengut lebte jedoch auch in der DDR weiter. Es gab keine Ausländer, man soll jetzt nur nicht mit den Vietnamesen kommen, die ja dort gearbeitet haben. Sie lebten in ihrem eigenen Bereich, der von der Außenwelt abgeriegelt war. sie waren also kaserniert.

Von Staats wegen gab es unter den Menschen keine Toleranz, jedenfalls durfte sie nicht öffentlich gelebt werden.
-+= Ovidia

68

Dienstag, 13. Dezember 2011, 17:33

Demnach war das Dritte Reich also auch nicht schlimm
diese Frage ist falsch, das Reich als solches ist das gleiche, indem wir jetzt ja leben,
Nein!
Zumindest ich lebe in einer Demokratie und keiner Diktatur.

Du meinst die Verbrecher, die in diesem Staat

gezüchtet wurden,
Nein!
Ich meine die Verbrecher an der Spitze des Staates.

es sind eure Eltern und Ureltern, die euch das Leben gegeben haben, auf die Du nun kotzen willst,
Nein!
Mir wird nur übel, wenn man ein Verbrecherregime für gut darstellt.

ist dir das denn nicht klar.

Obwohl da ein Punkt ist, vermute ich trotzdem mal, das es sich um eine Frage an mich handeln soll.

Meine Eltern waren noch Kinder, bzw. Jugendliche und als solche notgedrungen in der HJ und im BDM.
Eben aus dem Grund, weil es ein Arangement war, was zumindest teilweise von Vorteil war.
Das macht das 3. Reich jedoch nicht einen Deut besser.

Und genauso verhält es sich mit der DDR.
Nur weil sich die Bürger darin notgedrungen aragieren mußten, bleibt die DDR trotzdem ein Verbrecherstaat.

Verstehst Du wirklich nicht, worauf ich hinaus will?

Ich hab` nix gegen Alfons persönlich, jedoch gegen seine Ansicht zur DDR.


tourist

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69

Dienstag, 13. Dezember 2011, 22:31

Oh doch,

ích verstehe schon was Du meinst, aber der Alfons klammert einfach die DDR-Führung aus, er meint, wo er gelebt hat,

da war alles friedlich, da müßte man denn schon wissen, in welchem Dorf das war.

Denn in den Dörfern wußte man genau, wer ein Schnüffler war, und der wurde einfach ausgeklammert.

Ich habe es selber von den Einheimischen erzählt bekommen bei unseren Besuchen dort. ~k02
:) Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf. ~k02

70

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 09:15

Denn in den Dörfern wußte man genau, wer ein Schnüffler war, und der wurde einfach ausgeklammert.
Und genau das ist der Punkt...wieso gabs Schnüffler?
Wieso gabs Menschen, die das was man ihnen vertraulich erzählte weiter getragen haben?
Die Menschen sind grob in drei Kategorien einzuteilen:
Die Wenigen, die dafür sorgen, das was geschieht.
Die Vielen, die zuschauen, wie was geschieht
und die überwältigende Mehrheit die keine Ahnung
hat, was überhaupt geschieht.


( Weihöfer )
|11t

71

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 10:08

Demnach war das Dritte Reich also auch nicht schlimm, da sich ja Millionen von Deutschen mit der Regierung und ihrem Leben abgefunden und arangiert haben?



Emerald, so falsch ist Dein Ansatz gar nicht. Wie war es denn damals? Das dritte Reich war 1945 zu Ende, dann bildete sich in der DDR wieder eine Diktatur; Faschismus war zwar offiziell verboten, aber dann kam ein neuer Diktator. Braunes Gedankengut lebte jedoch auch in der DDR weiter. Es gab keine Ausländer, man soll jetzt nur nicht mit den Vietnamesen kommen, die ja dort gearbeitet haben. Sie lebten in ihrem eigenen Bereich, der von der Außenwelt abgeriegelt war. sie waren also kaserniert.

Von Staats wegen gab es unter den Menschen keine Toleranz, jedenfalls durfte sie nicht öffentlich gelebt werden.


hallo ovidia,
in einem punkt muss ich dir widersprechen. die vietnamesen haben in itten der normalen bevölkerung gewohnt, zumindest in rostock.
wie es mit denen war, die in den grossen kombinaten gearbeitet haben, weiss ich nicht.

Wilmadu

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72

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 13:57

Hallo Robert ! Da hat die liebe Ovidia was durcheinander gebracht,ich erzählte mal,daß die Russen ganze Strassenzüge bewohnt haben.

Die Ungarn,Algerier,Kubaner bekamen Häuser zugewiesen,somit hat sie nicht ganz unrecht,irgendwie waren die Ausländer

für sich. Manches ähnelt sich bis in die heutige Zeit.
Der Nächste BItte ! ~k25

73

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 14:02

Liebe Wilmadu,

das hat man mir auch so erzählt, es hat ein Herr, der Anfang der 90er Jahre vom Westen in den neuen Bundesländern war, dort so erfahren.
-+= Ovidia

74

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 14:13

Habt ihr euch schon mal überlegt, wenn es die Vereinigung nicht gegeben hätte, dieses Geplänkel hier überhaupt nicht möglich wäre?
Geduld bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Verständnis bedeutet nicht, alles zu billigen. -+=

alfons1249

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75

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 15:22

Von Staats wegen gab es unter den Menschen keine Toleranz, jedenfalls durfte sie nicht öffentlich gelebt werden.
Nicht ganz richtig aber falsch ! ! !
Daß die Gastarbeiter vom Staat angehalten waren, keinerlei private Kontakte zur Bevölkerung zu unterhalten ist schon richtig.
Die aber bleiben nun mal unter Kollegen nicht aus.
Der Vorhaltung von mangelnder Toleranz muß ich aber sehr energisch widersprechen.
Wenn wir DDR-Bürger untereinander keine Toleranz walten gelassen hätten, dann wäre das Leben noch schwerer gewesen als es schon war.
Wo heute nur noch Mißgunst, Neid, Anschwärzerei und Ellenbogen herrschen, fand man damals echte Nachbarschaft, Hilfsbereitschaft, Miteinander und Füreinander und das ohne Partei und Staat, nicht für die Außenwelt, Presse und/oder öffentliche Schauspielerei, sondern als tatsächlich und öffentlich gelebte Tugenden.
Auch den engen Zusammenhalt vermissen wir Ossis heute besonders.
Anders wäre so mancher unter die Räder oder zu nichts gekommen . . .
Wissen ist Macht aber nichts wissen macht nichts!


!WQ


!WQ Ich weiß, daß ich nichts weiß! !WQ